Evangelische Friedenskirche

Informationen und Eindrücke aus unserer Gemeinde

Stadiongottesdienst zur Fußball-WM

Stadiongottesdienst zur Fußball-WM

23.06.2018News

Vor dem zweiten Deutschlandspiel gibt es in der Frankfurter Commerzbank-Arena einen ökumenischen Gottesdienst

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©EKHN

Auch zur EM 2016 gab es einen Stadiongottesdienst mit Volker Jung in Frankfurt.

Darmstadt / Frankfurt a.M. Auch die Kirchen hat das WM-Fieber nun voll erfasst: Wenn die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Samstag, 23. Juni, im russischen Sotschi auf das Team aus Schweden trifft, ist bereits im Vorfeld um 17.30 Uhr Anpfiff für einen außergewöhnlichen Gottesdienst in der Frankfurter Commerzbank-Arena. Vor Spielbeginn laden die evangelische und katholische Kirche gemeinsam ins Stadion ein, wo die Begegnung auf Hessens größter Leinwand übertragen wird. Kirchenpräsident Volker Jung von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und Prälat Michael Metzler aus dem Bistum Limburg wollen sich im Vorfeld des Public Viewing bei einem Stadiongottesdienst liturgisch die Bälle zuspielen. Die ökumenische Feier trägt den Titel „Doppel(s)pass: Gemeinsam fiebern – gemeinsam feiern“.

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EKD-Auslandsbischöfin: Papst hat Zusammenhalt unter Christen gestärkt

EKD-Auslandsbischöfin: Papst hat Zusammenhalt unter Christen gestärkt

22.06.2018News

Der Besuch des Papstes beim Ökumenischen Rat der Kirchen am 21. Juni habe Kirchengeschichte geschrieben

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©epd-Bild/Albin Hillert

Erstmals habe ein Papst eine Reise ausschließlich dazu genutzt, in Genf dem ökumenischen Bund der rund 350 Kirchen seine Aufwartung zu machen.

Genf (epd). Die Auslandsbischöfin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Petra Bosse-Huber, hat den Einsatz von Papst Franziskus für die Einheit der Christen gelobt. Der Besuch des Papstes beim Ökumenischen Rat der Kirchen am 21. Juni habe Kirchengeschichte geschrieben und die Zusammengehörigkeit aller christlichen Konfessionen gestärkt, sagte sie dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Genf.

Erstmals habe ein Papst eine Reise ausschließlich dazu genutzt, in Genf dem ökumenischen Bund der rund 350 Kirchen seine Aufwartung zu machen. „Ich war sehr erfreut, dass er einen ganzen Tag mit uns verbracht hat, um 70 Jahre Ökumenischen Rat der Kirchen zu feiern“, betonte die Auslandsbischöfin, die auch Mitglied im ÖRK-Zentralausschuss ist.

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Evangelische Journalistenschule schreibt neue Ausbildung aus

Evangelische Journalistenschule schreibt neue Ausbildung aus

22.06.2018News

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©Pixabay/Engin_Akyurt

16 Schülerinnen und Schülern werde in der Evangelischen Journalistenschule eine umfassende crossmediale Ausbildung mit den Schwerpunkten Print, Hörfunk, Fernsehen und Online geboten.

Berlin (epd). Die Evangelische Journalistenschule Berlin (EJS) hat einen neuen Ausbildungsjahrgang ausgeschrieben. 16 Schülerinnen und Schülern werde eine umfassende crossmediale Ausbildung mit den Schwerpunkten Print, Hörfunk, Fernsehen und Online geboten, teilte die EJS in Berlin mit. Die Ausbildung dauert 22 Monate.

Der 13. Jahrgang der Evangelischen Journalistenschule startet im Februar 2019, die Bewerbungsfrist endet am 15. September des laufenden Jahres. Die Ausbildung beginnt mit einem zwölfwöchigen crossmedialen journalistischen Grundkurs. Es folgen im Wechsel Lehrredaktionen (Hörfunk, Print, Online, Fernsehen) an der EJS und Praxisstationen bei angesehenen Partner-Medien in ganz Deutschland. Der Abschluss an der EJS entspricht einem Volontariat.

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„Eine hilfreiche Klärung von Papst Franziskus“

„Eine hilfreiche Klärung von Papst Franziskus“

22.06.2018News

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©epd-Bild/Joanna Linden-Montes

Papst Franziskus hat den Weltkirchenrat anlässlich seines 70-jährigen Jubiläums in Genf besucht.

Rom (epd). Papst Franziskus hat nach eigenem Bekunden nichts gegen die Teilnahme protestantischer Ehepartner an der katholischen Kommunion. Dass der Vatikan bei Plänen der katholischen deutschen Bischöfe zur Öffnung der Eucharistie eingeschritten sei, bedeute keinen Rückschritt für die Ökumene, erklärte er nach Angaben des italienischen katholischen Fernsehsenders TV2000. „Es hat kein Ausbremsen gegeben“, betonte der Papst demnach am 21. Juni auf dem Rückflug von Genf nach Rom. 

Ein Vatikan-Schreiben hatte jüngst bei vielen die Hoffnung auf eine baldige Zulassung protestantischer Ehepartner an der Eucharistie gedämpft. Darin hieß es, eine von den deutschen katholischen Bischöfen geplantes Dokument hierzu sei nach Ansicht des Papstes nicht reif zur Veröffentlichung. Die Bischöfe hatten auf ihrer Frühjahrsvollversammlung im Februar mit Drei-Viertel-Mehrheit beschlossen, eine pastorale Handreichung zur Teilnahme protestantischer Ehepartner an der Kommunion in Einzelfällen auf den Weg zu bringen. An katholischen Eucharistiefeiern dürfen bislang in der Regel nur Katholiken teilnehmen.

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Elfmeter mit Orgelbegleitung

Elfmeter mit Orgelbegleitung

23.06.2018News

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©epd-Bild/Kristina Schäfer

Stephan Graf von Bothmer in Aktion – hier in der Altmünsterkirche Mainz.

Berlin (epd). In Berlin können die Spiele der Fußballweltmeisterschaft auch als Stummfilme gesehen werden, musikalisch begleitet an der Kirchenorgel. Jeweils montags und dienstags lädt der Stummfilmpianist Stephan Graf von Bothmer in die Evangelische Zwölf-Apostel-Kirche nach Berlin-Schöneberg ein zum „Public Viewing ohne nervige Moderatoren, dafür mit dramatischer Live-Filmmusik“, wie von Bothmers Management ankündigte. Zu erleben sei eine Show, „die Sport, Musik und nervenzerrendes Drama gekonnt vereint“.

Während das Fußballspiel auf der großen Leinwand ohne Ton läuft, begleite Stephan von Bothmer die Bilder synchron an der Orgel. Er spiele keine Fan-Hymnen, sondern komponiere spontan die passende Filmmusik, steigere die Dramatik des Fußballspiels in bisher nicht gekannte Dimensionen und mache daraus ganz großes Kino: „Nie war ein Angriff aufregender, eine Chance hoffnungsvoller, ein Foul tragischer und ein Tor glücklicher als mit Bothmers Live-Filmmusik“, hieß es.

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Der Papst will die Einheit der Christen wachsen lassen

Der Papst will die Einheit der Christen wachsen lassen

22.06.2018News

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©epd-Bild/Albin Hillert

Gemeinsames Gebet: Papst Franziskus mit dem Generalsekretär des Weltkirchenrats, Olav Fykse Tveit (links), und der Vorsitzenden des ÖRK-Zentralausschusses, Agnes Abuom (rechts).

Genf (epd). Der Ehrengast des Tages machte klar, was ihm am Herzen liegt. Die „Einheit unter uns“ solle wachsen, unterstrich Papst Franziskus. Es war ein klares Bekenntnis des Oberhaupts der Katholiken zur Ökumene.

Der 81-Jährige war zur Feier des 70-jährigen Bestehen des Weltkirchenrates nach Genf gereist. „Ich wollte persönlich an den Feierlichkeiten dieses Jahrestages des Rates teilnehmen, auch um den Einsatz der katholischen Kirche für die ökumenische Sache zu bekräftigen“, betonte Franziskus am 21. Juni beim Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) in Genf.

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Sich neu erfinden

Herr Professor Dabrock, mit Big Data in Medizin und Pflege hat sich vor kurzem der Deutsche Ethikrat beschäftigt, dessen Vorsitzender Sie sind. Wie sehen Sie die Prozesse, die sich gerade im Gesundheits- und Sozialwesen entwickeln?

Peter Dabrock: Big Data ist ein Transformationsgeschehen, das uns nicht so zurücklässt, wie wir hinein­gegangen sind. Wenn man solche Prozesse gesamtgesellschaftlich und global betrachtet, muss man Chancen und Risiken, die in der Technologie schlummern, identifizieren. Da tun sich häufig Möglichkeiten auf, die wir vor zehn Jahren so noch gar nicht gesehen haben, etwa für eine sogenannte Präzisions- oder personalisierte Medizin. Angesichts der Überfülle an Daten stellt sich aber die Frage des Datenschutzes und vor allem der Datensouveränität: Wie kann der Patient der Herr seiner Daten bleiben und die Weitergabe beeinflussen? Wer wird Erstnutzer oder gar Eigentümer der Daten? Wird die Forschung ihre Ergebnisse als Open Data zur Verfügung stellen oder nicht? Und was wir beim Thema Big Data und Gesundheit sehen, ist paradigmatisch für viele andere Bereiche der Gesellschaft: Hier wächst zusammen, was bisher nicht zusammengehörte – und was unter bestimmten Bedingungen vielleicht auch nicht zusammengehören sollte. Denn jedes Datum erzeugt, wenn es mit anderen kombiniert werden kann, eine neue Relevanz.

Lilie: So, wie aus dem Manchester­kapitalismus die soziale Marktwirtschaft geworden ist, müssen wir bei Big Data lernen, diese Prozesse auch unter den Aspekten Teilhabegerechtigkeit, soziale Kontrolle, Demokratisierung und individuelle Freiheitsrechte zu gestalten. Es gibt ein Recht auf informationelle Selbstbestimmung, es gibt aber auch ein Recht auf freie wissenschaftliche Forschung. Das darf nicht in Händen von fünf Internetkonzernen liegen.

Horneber: Wir müssen nicht nur das Recht auf Wissen, sondern auch auf Nichtwissen diskutieren. Da treten weitreichende Fragen auf. In der Pathologie ist heute schon Genomentschlüsselung aktuell. Wir wollen das zum Standard machen, um Krebs individualisierter behandeln zu können. Wenn wir Teile des Genoms kennen, kann man mit Wahrscheinlichkeiten bestimmte Dispositionen von Erkrankungen voraussagen – nicht nur für den Patienten, sondern die ganze Familie, die Geschwister, die Kinder, die Eltern. Und da stellt sich genau die Frage: Was sagen die Ärzte? Gehen sie nur gezielt auf die Fragestellungen ein, die es zu diagnostizieren gibt, oder sagen sie auch noch mehr?

Lilie: Ich lebe auf einmal mit völlig neuen Herausforderungen, wenn ich weiß, dass zum Beispiel mein Risiko einer koronaren Herzerkrankung bei 80 Prozent liegt oder es eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine neurologische Erkrankung gibt. Dieses Wissen ist jetzt Bestand meiner Biografie. Ich muss bewältigen, was vorher Zufälligkeit des Lebens war. Will man das wissen? Soll man das wissen müssen?

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Schülerdemo gegen das Bienensterben

Schülerdemo gegen das Bienensterben

21.06.2018News

100 Erst- bis Sechstklässler der Evangelischen Schule Friedrichshain haben gegen das Bienensterben protestiert

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©epd-Bild/Jürgen Blume

Die Schülergruppe schwärmte als Bienen verkleidet über den Pariser Platz, bis sie symbolisch mit „Glyphosat“ bespritzt wurden und daran „starben“.

Berlin (epd). Mit einer Performance vor dem Brandenburger Tor haben Berliner Schüler gegen das Bienensterben protestiert. Als Bienen verkleidet schwärmten etwa 100 Erst- bis Sechstklässler der Evangelischen Schule Friedrichshain über den Pariser Platz, bis sie symbolisch mit „Glyphosat“ bespritzt wurden und daran „starben“.

„Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bienen klaut“, riefen die Schüler und appellierten an die Zuschauer, sich gegen den Einsatz von Pestiziden und Insektiziden in der industriellen Landwirtschaft starkzumachen. Mit dem Sterben der Bienen gerate das gesamte Ökosystem ins Wanken. 

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Papst in Genf: Lagerdenken in Ökumene überwinden

Papst in Genf: Lagerdenken in Ökumene überwinden

21.06.2018News

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©epd-Bild/Albin Hillert

Gemeinsames Gebet: Papst Franziskus mit dem Generalsekretär des Weltkirchenrats, Olav Fykse Tveit (links), und der Vorsitzenden des ÖRK-Zentralausschusses, Agnes Abuom (rechts).

Genf (epd). Papst Franziskus hat bei einem gemeinsamen Gebet mit Vertretern des Weltkirchenrats (ÖRK) in Genf zur Überwindung des Lagerdenkens in der Ökumene aufgerufen. „Es war mein Wunsch, als Pilger auf der Suche nach Einheit und Frieden hierherzukommen“, sagte er bei seinem Besuch anlässlich des 70-jährigen Bestehens des ökumenischen Dachverbands. Es ist der erste Besuch eines Papstes beim Weltkirchenrat seit mehr als drei Jahrzehnten.

Spaltungen unter den Christen führte das Kirchenoberhaupt auf „Eigeninteressen der Gemeinschaften“ zurück. Diese seien oftmals eng an ethnische Zugehörigkeiten und an Vorstellungen von konservativem oder fortschrittlichem Denken gebunden. Angesichts dieser Tendenzen ermahnte er die Christen in seiner Predigt dazu, „zum Herrn zu gehören, bevor man rechts oder links ist“. Auch Versuche des ökumenischen Dialogs seien in der Vergangenheit häufig an einer weltlichen Logik gescheitert, die die Interessen der eigenen Gemeinschaft vor den Gehorsam gegenüber den christlichen Geboten gestellt habe.

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Forscher untersuchen Gründe für Engagement für oder gegen Flüchtlinge

Forscher untersuchen Gründe für Engagement für oder gegen Flüchtlinge

21.06.2018News

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©epd-Bild/Angelika Osthues

Wilfried Teuteberg und Marlies Engbers helfen jungen Flüchtlingen bei den Hausaufgaben im Flüchtlingswohnheim Münster-Albachten. (Archivbild)

Osnabrück (epd). Wissenschaftler der Hochschule Osnabrück wollen untersuchen, warum Menschen sich für oder gegen Flüchtlinge engagieren. Die Bereitschaft, sich freiwillig und unentgeltlich zu organisieren, habe ungeachtet von der jeweiligen Position seit dem starken Zuzug von Flüchtlingen 2015 deutlich zugenommen, teilte die Hochschule am 20. Juni mit. 

Auf der einen Seite engagierten sich Freiwillige für Flüchtlinge und pflegten eine ausgeprägte Willkommens- und Anerkennungskultur. Auf der anderen Seite formiere sich Widerstand, der öffentlich vor allem durch das Erstarken von Pegida und der AfD in Erscheinung trete.

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Reformationstag: Mit Bremer Votum neuer Feiertag für ganzen Norden

Reformationstag: Mit Bremer Votum neuer Feiertag für ganzen Norden

21.06.2018News

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©epd-Bild/Dieter Sell

Reformationsstein am am Radpilgerweg „Mönchsweg“, der auch nach Bremen führt.

Bremen (epd). Die Beschäftigten in allen Bundesländern des Nordens können sich schon in diesem Herbst über einen arbeitsfreien Tag am 31. Oktober freuen. Nach Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen hat am 20. Juni auch der Landtag in Bremen dem Reformationstag als neuem gesetzlichen Feiertag zugestimmt. Mit großer Mehrheit votierten die Abgeordneten in zweiter Lesung ohne Debatte für einen entsprechenden Antrag der oppositionellen CDU-Fraktion. In Mecklenburg-Vorpommern ist der Reformationstag wie in ganz Ostdeutschland außer Berlin bereits seit der Wiedervereinigung ein gesetzlicher Feiertag.

Für die Abstimmung in der Bremischen Bürgerschaft wurde der Fraktionszwang aufgehoben. 54 Abgeordnete stimmten mit Ja, 16 mit Nein. Wie auch im Umland gibt es damit nun auch in der Hansestadt zehn staatlich anerkannte Feiertage. Grundlage für die Entscheidungen der Parlamente war die Vereinbarung der vier norddeutschen Länderchefs, nach der es einen gemeinsamen neuen Feiertag geben sollte. „Insellösungen“ für unterschiedliche Tage sollten vermieden werden.

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Weltkirchenrat kommt nach Karlsruhe

Weltkirchenrat kommt nach Karlsruhe

20.06.2018News

Zentralausschuss des ÖRK stimmt für die badische Stadt als Ort der nächsten Vollversammlung im Jahr 2021

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©epd-Bild/Christine Süß-Demuth

Blick vom Schlossturm auf die Altstadt von Karlsruhe.

Genf (epd). Karlsruhe wird Austragungsort der nächsten Vollversammlung des Weltkirchenrates im Jahr 2021. Der Zentralausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) stimmte am 20. Juni in Genf für die badische Stadt. Zu dem Treffen werden Tausende Teilnehmer von Kirchen in aller Welt erwartet.

Einziger Konkurrent Karlsruhes war Kapstadt in Südafrika. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hatte beim Ökumenischen Rat der Kirchen für Karlsruhe geworben. Karlsruhe sei eine Stadt mit starker religiöser Toleranz und internationaler Ausrichtung, sagte er. Als „Residenz des Rechts“ sei Karlsruhe bestens geeignet, sich mit den Themen Gerechtigkeit, verlässliche Rechtsinstitutionen, Menschenrechte und Religionsfreiheit zu beschäftigen.

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Niemöller-Haus öffnet mit neuem Konzept

Niemöller-Haus öffnet mit neuem Konzept

20.06.2018News

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Berlin (epd). Das ehemalige Pfarrhaus Martin Niemöllers soll nach den Plänen der evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Dahlem ein Lern- und Erinnerungsort werden. „Niemöller hat seinerzeit deutlich Nein gesagt und Widerstand geleistet. Er ist auch heute noch eine wichtige Person für alle Christen“, sagte Superintendent Johannes Krug in den neu gestalteten Räumen des Pfarrhauses. Das Gebäude an der Pacelliallee in Berlin-Dahlem, in dem der Pfarrer Martin Niemöller von 1931 bis zu seiner Verhaftung 1937 gewohnt und gearbeitet hat, wurde zwei Jahre lang denkmalgerecht saniert. Zur Eröffnungsfeier am 21. Juni werden unter anderem der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, sowie der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler erwartet.

Nach den Sommerferien sollen in dem Haus Führungen, Vorträge und Seminare stattfinden, kündigte die Gemeinde an. Schulklassen, Konfirmanden, Familien und Touristen sollen sich zum Leben Niemöllers zurzeit des Nationalsozialismus, zur Rolle der Dahlemer Gemeinde und zur Flucht und Deportation der Juden informieren können. „Dabei geht es nicht nur um ein Erinnern, sondern auch um die Frage: Wo ist widerständiges Handeln heute gefragt? Kirche sollte sich auch gesellschaftspolitisch einmischen dürfen“, betonte Katja von Damaros, Vorsitzende des Gemeindekirchenrats.

Bildungsangebote geplant

Zudem zeigt das Martin-Niemöller-Haus eine neue Ausstellung zur Geschichte der Bekennenden Kirche in Berlin-Dahlem. Diese wird auf 14 Tafeln in Porträts, historischen Texten und Erklärstücken dargestellt. „Wir haben die Tafeln bewusst niedrigschwellig gestaltet, damit sich auch Menschen ohne thematische Vorkenntnisse zurechtfinden“, sagte Kuratorin Martina Voigt.

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„Taufbegleiter“ für Eltern und Paten

„Taufbegleiter“ für Eltern und Paten

21.06.2018News

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©evangelisch.de

Eine Taufe ist für viele Familien das erste eigene, ganz große Familienfest. Aber: Was passiert eigentlich bei der Taufe eines Kindes? Wer darf Pate oder Patin werden? Warum taufen Christen überhaupt? Wie findet man einen passenden Taufspruch? Und: Wie gestaltet man eine Einladungskarte? Der Taufbegleiter, ein neues Angebot der evangelischen Kirche, begleitet Eltern und Paten auf dem Weg zur Taufe – und liefert die wichtigen Infos und Tipps zum jeweils richtigen Zeitpunkt.

Die Redaktion von evangelisch.de, die auch hinter dem erfolgreichen Portal www.taufspruch.de steht, hat über mehrere Jahre Informationen, Tipps und Hintergründe zur Taufe gesammelt und zusammengestellt. Jetzt ist der Taufbegleiter gleich in dreifacher Form erschienen: als App, als Website und als Buch.

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Protestantische Kirche feiert 2019 Karl-Barth-Jahr

Protestantische Kirche feiert 2019 Karl-Barth-Jahr

20.06.2018News

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Berlin (epd). Reformierte und Lutheraner erinnern 2019 mit einem Karl-Barth-Jahr an den Schweizer evangelischen Theologen und „Kirchenvater“ des 20. Jahrhunderts. Geplant sei eine Reihe von Veranstaltungen, darunter mehrere Tagungen und Symposien an Barths (1886-1968) historischen Wirkungsorten in Deutschland und der Schweiz, sowie eine Ringvorlesung und Ausstellungen über den Theologen, kündigte der Reformierte Bund in Deutschland in Berlin an.

Neben einer zentralen Ausstellung in der Basler Universitätsbibliothek wird es den Angaben zufolge eine Wanderausstellung über Barths Wirken geben, die an mehr 140 Orten in Deutschland, der Schweiz und Österreich gezeigt werden soll. Zudem wird ein Karl-Barth-Magazin in einer Auflage von 18.000 bis 20.000 Stück herausgegeben und kostenlos verteilt. Ferner wurde im Internet eigens eine Homepage eingerichtet.

Zum Auftakt des Jubiläumsjahres wird am 50. Todestag Karl Barths am 10. Dezember dieses Jahres der Schweizer Jurist Bernhard Christ mit dem evangelischen Karl-Barth-Preis 2018 ausgezeichnet. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird seit 1986 alle zwei Jahre für ein herausragendes wissenschaftlich-theologisches Werk oder Lebenszeugnis in Kirche und Gesellschaft verliehen.

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Evangelische Kirche kritisiert Flüchtlingspolitik

Evangelische Kirche kritisiert Flüchtlingspolitik

20.06.2018News

Zum Weltflüchtlingstag warnt Präses Manfred Rekowski vor einer Aushöhlung des europäischen Asylrechts

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Hannover/Düsseldorf (epd). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat die europäische Flüchtlingspolitik scharf kritisiert. Die EU lagere systematisch Verantwortung aus und bezahle andere Staaten für die Abwehr oder die Aufnahme von schutzsuchenden Menschen, erklärte der rheinische Präses Manfred Rekowski, Vorsitzender der Kammer für Migration und Integration der EKD, in Hannover. „Menschen werden an Grenzen abgewiesen, von Land zu Land weitergeschickt, oder sie kommen in Seenot um.“ Eine solche Politik sei nicht hinnehmbar, betonte Rekowski anlässlich des Weltflüchtlingstages. „Nach christlichem Verständnis sind Menschenwürde und Menschenrechte unteilbar.“

Der Theologe nannte es „fatal“, wenn im europäischen Asylrecht demnächst nicht mehr nach den Fluchtgründen gefragt werde. „Wenn nur noch geprüft wird, ob es einen anderen sogenannten 'sicheren Drittstaat' gibt, in den man die Menschen abschieben kann, wird die Genfer Flüchtlingskonvention infrage gestellt“, unterstrich Rekowski.

Auch Industrieländer sind für Fluchtursachen verantwortlich

Rekowski mahnte, die Perspektive der schutzsuchenden Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren: „Sie fliehen vor Krieg und Gewalt, weil ihre Lebensgrundlagen zerstört wurden, als politisch Verfolgte oder weil sie eine Zukunft suchen, die es in ihrem Land für sie nicht gibt.“ Für die Fluchtursachen seien auch die Industrieländer mit verantwortlich, unterstrich der rheinische Präses: „Viele Flüchtlinge fliehen vor Folgen, die unsere Politik, unser Wirtschaften und unser Lebensstil mitverursacht haben – ob Waffenexporte, Konfliktrohstoffe oder Klimawandel.“

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Reformationstag wird Feiertag in Niedersachsen

Reformationstag wird Feiertag in Niedersachsen

19.06.2018News

Der Landtag in Hannover entscheidet sich mit deutlicher Mehrheit für den 31. Oktober als neuen gesetzlichen Feiertag

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Hannover (epd). Der Reformationstag am 31. Oktober wird neuer gesetzlicher Feiertag in Niedersachsen. Der Landtag in Hannover folgte am Dienstag mit 100 von 137 abgegebenen Stimmen einem entsprechenden Vorschlag der rot-schwarzen Landesregierung von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Damit wird der 31. Oktober bereits in diesem Jahr arbeitsfrei sein.

Nach kontroverser Debatte lehnten bei der namentlichen Abstimmung 20 Parlamentarier den Reformationstag ab. 17 enthielten sich. Zuvor waren Anträge für den Buß- und Bettag, den Internationalen Frauentag am 8. März, den Europatag am 9. Mai und den Tag des Grundgesetzes am 23. Mai mit deutlicher Mehrheit zurückgewiesen worden.

Kontroverse Debatten im Vorfeld

Über einen weiteren Feiertag und speziell den Reformationstag war mehrere Monate lang in den Fraktionen und im Parlament immer wieder äußerst kontrovers diskutiert worden. Die katholische Kirche, jüdische Gemeinden sowie die religionskritischen Humanisten und Wirtschaftsverbände hatten zum Teil scharfe Kritik an den Plänen der Landesregierung geübt.

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Vom Bischof zum Dorfpfarrer

Vom Bischof zum Dorfpfarrer

20.06.2018News

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©epd-Bild/Peter Roggenthin

Johannes Friedrich in der St. Georgskirche im fränkischen Bertholdsdorf, wo er zuletzt Pfarrer war.

München (epd). Erika Budde war begeistert. Der ehemalige Bischof nahm die Einladung der Seniorenkreisleiterin ohne Zögern und mit freundlichem Lächeln an. Jetzt steht er hochgewachsen kerzengerade am Rednerpult im Büchenbacher Gemeindehaus (Landkreis Roth) und berichtet Ernstes von der Lage im Nahen Osten. Der frühere bayerische evangelische Landesbischof Johannes Friedrich sieht aus wie immer - vielleicht leuchtet das Haar heute etwas heller weiß. Am 20. Juni wird er 70 Jahre alt.

Erst einige Tage zuvor ist Friedrich von einer politischen Studienreise aus Jerusalem zurückgekehrt. Die Lage dort habe ihn deprimiert, räumt er ein. Es fallen wieder Bomben im Nahen Osten. Sechs Jahre von 1985 bis 1991 war der Theologe in Jerusalem Propst der evangelischen Kirche in Jerusalem. Diese Zeit hat ihn stark geprägt. In Büchenbach erzählt er auch von der Angst vor irakischen Giftgasangriffen im ersten Golfkrieg. Seine Frau, ebenfalls Theologin, und die zwei kleinen Töchter waren damals zur Sicherheit nach Zypern geflogen.

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Kirchentagsabschluss wieder im Stadion

Kirchentagsabschluss wieder im Stadion

19.06.2018News

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Dortmund (epd). Der Abschlussgottesdienst zum evangelischen Kirchentag im kommenden Jahr wird im Stadion von Borussia Dortmund gefeiert. Im größten Fußballstadion Deutschlands werden für den 23. Juni mehrere Zehntausend Menschen erwartet, wie der Kirchentag in Dortmund mitteilte. Erstmals seit 18 Jahren, 2001 in Frankfurt am Main, werde wieder ein Kirchentagsabschluss in einem Stadion begangen.

Als leidenschaftlicher Borussia-Fan freue er sich sehr, sagte der Journalist Hans Leyendecker, Präsident des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentages. Kirchentagspastor Arnd Schomerus, der den Stadiongottesdienst leiten wird, erklärte: „Choräle als Fangesang, Predigt als Stadionansage. Glaubensfragen und Stadionrituale begegnen sich.“ Das sei ein immer wieder geäußerter Wunsch von Kirchentagsgästen, „den wir endlich wieder erfüllen können“. Der Kirchentag wird am 19. Juni 2019 eröffnet. Die Veranstalter erwarten bis zu 100.000 Dauerteilnehmer. Das Treffen steht unter dem Leitwort „Was für ein Vertrauen“.

Der Kirchentag ist alle zwei Jahre in einer anderen Stadt zu Gast. 2017 fand das Protestantentreffen anlässlich des 500. Reformationsjubiläums in Berlin und Wittenberg statt. Für 2021 ist zum dritten Mal ein Ökumenischer Kirchentag geplant – in Frankfurt am Main.

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Präses Rekowski lobt Genossenschaften

Präses Rekowski lobt Genossenschaften

18.06.2018News

Beim Raiffeisenkongress der Evangelischen Akademie im Rheinland geht es um die zukunftsweisenden Ideen des Sozialreformers

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©Evangelische Akademie im Rheinland/Meike Böschemeyer

Staatssekretärin Daniela Schmitt und Präses Manfred Rekowski auf dem Podium beim Raiffeisenkongress.

Anlässlich des 200. Geburtstags von Friedrich Wilhelm Raiffeisen hat der rheinische Präses Manfred Rekowski die Innovationskraft des Genossenschaftswesens gewürdigt. „Der Genossenschaftsgedanke überzeugt mich, weil er eine Einflussnahme auf die Steuerung eminent wirtschaftlicher Aktivitäten möglich macht“, sagte Rekowski auf dem internationalen Evangelischen Raiffeisenkongress in Bonn. Der von seiner christlichen Motivation angetriebene Genossenschaftsgründer (1818-1888) sei mit seiner Idee der Hilfe zur Selbsthilfe nicht nur der Kirche, sondern auch der sozialen Arbeit praktisch und konzeptionell weit voraus gewesen.

Erst in den 1980er Jahren seien Konzepte wie das sogenannte Empowerment entwickelt worden, mit dem Ziel, Menschen zur Selbstbestimmung zu verhelfen, sagte der leitende Theologe der Evangelischen Kirche im Rheinland. Auch heute noch stünden Genossenschaften oft für innovative Projekte.

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