Evangelische Friedenskirche

Informationen und Eindrücke aus unserer Gemeinde

Sich gegenseitig achten und ehren

Sich gegenseitig achten und ehren

15.05.2018News

Zu Beginn des Fastenmonats Ramadan betonen Kirchenvertreter die Notwendigkeit, sich engagiert für Frieden einzusetzen

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Frankfurt a.M. (epd). Die beiden großen Kirchen in Deutschland haben den Muslimen in Deutschland Segenswünsche zum Ramadan übermittelt. Der Fastenmonat beginnt am 16. Mai. Am 15. Juni wird das Ende des Ramadans mit dem Zuckerfest gefeiert.

Es sei die Aufgabe der Gläubigen, sich dafür einzusetzen, „dass die Menschheit sich als eine Familie von Gottes Geschöpfen begreift und wir einander gegenseitig achten und ehren. Das ist der Weg des Friedens, nach dem sich die Menschen weltweit heute vielleicht mehr denn je sehnen“, sagte Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, in seiner Grußbotschaft. Es dürfe keinen Ort geben, an dem die menschliche Würde nicht respektiert werde: „Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Mensch zur gleichen Religionsgemeinschaft gehört.“ Zwar seien nicht alle Religionen gleich. Aber allen Menschen, ob sie an Gott glauben oder nicht, habe Gott die gleiche Würde zuerkannt.

„Befremdliche Diskussion“

Der islamische Fastenmonat gehört nach Auffassung der beiden evangelischen Kirchen in Hessen auch zu Deutschland. Dies betonen die beiden leitenden Geistlichen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Martin Hein und Volker Jung, in einem gemeinsamen Brief. Das Fest weise auf das Thema Solidarität hin, die sich auf den Glauben ebenso wie auf die Schwachen und Armen beziehe.

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Behinderte Sportler begeistern mit Lebensfreude

Behinderte Sportler begeistern mit Lebensfreude

15.05.2018News

Zum Auftakt der Special Olympics in Kiel verweist Bischöfin Kirsten Fehrs auf die Bedeutung von Inklusion für die Gesellschaft

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Kiel (epd). Mit einem Fackellauf sind am 14. Mai die Special Olympics in Kiel eröffnet worden. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) gehörte als Ehrenteilnehmer zu den Fackelträgern und joggte mit einer Laufgruppe vom Rathaus zur Sparkassenarena, wo das olympische Feuer entfacht wurde.

„Für uns alle ist dieses Sportereignis eine enorme Bereicherung“, sagte Hamburgs Bischöfin Kirsten Fehrs am Vormittag in der Kieler St. Nikolaikirche, wo im Rahmen der Special Olympics eine Ausstellung für lernbehinderte Menschen über Schutz vor sexualisierter Gewalt eröffnet wurde. „Die behinderten Menschen inkludieren letztendlich uns. Sie begeistern uns mit ihrer Unbeschwertheit und Lebensfreude.“

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) erinnerte während der Eröffnungsfeier an die große Bedeutung von Inklusion im Sport. „Kiel wird in den nächsten Tagen Schauplatz großartiger Emotionen und herausragender Leistungen in 19 Disziplinen sein“, sagte er. Die Special Olympics gäben allen Beteiligten die Möglichkeit, Hemmnisse und Vorurteile abzubauen und damit die Inklusion voranzubringen.

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Voneinander und miteinander lernen

Voneinander und miteinander lernen

15.05.2018News

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©Jana Bergmann

Auch praktische Fertigkeiten werden vermittelt eine Schülerin beim Näh-Workshop.

Anja Tiek betritt den Raum der Gruppe „Gelb“, wo die Kinder in der Mitte des Raumes im Kreis um eine Kerze zusammensitzen. Sie ist die Schulleiterin der Evangelischen Schule „Dr. Eckart Schwerin“ in Hagenow im Westen Mecklenburg-Vorpommerns und Stammgruppenlehrerin der Gruppe „Gelb“. Die Kinder haben heute schon ohne Anja Tiek mit dem Morgenkreis angefangen. „Wir sind schon fertig“, lassen sie die Kinder wissen.

Noch ein paar Worte der Lehrerin, dann gehen die Kinder eigenständig an ihre Arbeit. Alle, außer Jonathan. Er begrüßt die Besucherin, die sich die Schule an diesem Morgen mal anschauen möchte auf seine Weise und umarmt sie stürmisch. Dass Jonathan nicht so ist wie die anderen Kinder, merkt jeder schnell, der ihn eine Zeit lang beobachtet. Er wird es aber ganz bestimmt nicht daran merken, dass seine Mitschüler oder die Erwachsenen in der Gruppe ihn anders behandeln. Denn niemand hier gibt Jonathan auch nur einen Moment lang das Gefühl, irgendwie anders zu sein.

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Es sei doch schön, wenn man den Glauben gemeinsam leben könne

Es sei doch schön, wenn man den Glauben gemeinsam leben könne

14.05.2018News

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©epd-Bild/Stefan Arend

Die Eucharistiefeier beim Open-Air-Gottesdienst auf dem Katholikentag.

Münster (epd). Er wollte sich auf dem 101. Deutschen Katholikentag in Münster inspirieren lassen, ein paar interessante Vorträge hören und Anregungen zum Nachdenken finden. Mehr als 1.000 Veranstaltungen umfasst das Programm, da wäre etwas für ihn dabei. Mit einer neuen religiösen Erfahrung hatte der Protestant Dieter Reetz, ein 79-jähriger Ruheständler aus dem nordrhein-westfälischen Nordkirchen, nicht gerechnet. Doch dann entschied er sich spontan dazu, an einer katholischen Eucharistiefeier teilzunehmen. Er empfing mit den Katholiken die heilige Kommunion. „Das war das erste Mal“, erzählt er. „Bis dahin habe ich gezögert. Da war ich noch nicht so weit.“

Vielleicht hing Reetz' Beschluss mit dem Gemeinschaftsgefühl zusammen, an Christi Himmelfahrt als einer von 25.000 Menschen an einem Gottesdienst unter freiem Himmel auf dem Schlossplatz teilzunehmen. Oder auch mit der Rede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, der am Vortag bei der Eröffnung des diesjährigen Christentreffens mehr Anstrengung für das gemeinsame Abendmahl gefordert hatte. „Wahrscheinlich war es auch ein lange aufgestautes Bedürfnis“, überlegt Reetz laut, der in der Vergangenheit schon häufig katholische Gottesdienste besucht hat und auch schon vor zehn Jahren auf dem Katholikentag in Osnabrück war. Aber jetzt schien ihm der richtige Moment dafür gekommen, gemeinsam mit Katholiken zur Kommunion zu gehen. „Hinterher fühlte ich eine tiefe Befriedigung“, sagt Reetz.

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„Brot für die Welt“: EU muss mehr Menschenrechte in Mexiko einfordern

„Brot für die Welt“: EU muss mehr Menschenrechte in Mexiko einfordern

14.05.2018News

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©epd-Bild/Norbert Neetz

„Brot-für-die-Welt“-Präsidentin Cornelia Füllkrug-Weitzel, die sich nach einer zehntägigen Reise durch Mexiko äußerte, beschrieb die Menschenrechtssituation als verheerend.

Berlin (epd). Das Hilfswerk „Brot für die Welt“ ruft die EU angesichts laufender Verhandlungen zum EU-Handelsabkommen mit Mexiko auf, sich für die Einhaltung von Menschenrechten in dem Land einzusetzen. Mexiko brauche Rechtsstaatlichkeit und wirksame Mechanismen, um den Schutz von Menschenrechten zu gewährleisten, sagte die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks, Cornelia Füllkrug-Weitzel, in Berlin. „Die Bundesregierung müsste vorpreschen und sich stärker für eine wirksame Menschenrechtsklausel im Handelsabkommen einsetzen“, betonte sie. So sei darin beispielsweise bisher keine Möglichkeit für Beschwerden der Opfer vorgesehen.

Füllkrug-Weitzel, die sich nach einer zehntägigen Reise durch Mexiko äußerte, beschrieb die dortige Menschenrechtssituation als verheerend. Allein im vergangenen Jahr seien laut offiziellen Regierungsstatistiken 26.000 Menschen ermordet worden – das sind mehr als 70 täglich. So viele gab es dem Hilfswerk zufolge seit 20 Jahren nicht. In diesem Jahr könnte diese Zahl wegen einer Gewalteskalation vor der Präsidentschaftswahl im Juli weiter steigen. Insgesamt waren es 200.000 Tote in zwölf Jahren – Drogengeschäfte, verbreitete Korruption und Machtkämpfe der Kartelle fordern ihre Opfer.

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Religionen sollen „Motor für Frieden“ sein

Religionen sollen „Motor für Frieden“ sein

14.05.2018News

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©epd-Bild/Stefan Arend

Der fünftägige Katholikentag in der westfälischen Stadt stand unter dem biblischen Leitwort „Suche Frieden“.

Münster (epd). Mit Aufrufen zu mehr weltweiten Friedensanstrengungen ist am 13. Mai der 101. Deutsche Katholikentag in Münster zu Ende gegangen. Frieden sei nicht allein mit militärischen Mitteln zu erreichen, sagte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, auf dem Open-Air-Abschlussgottesdienst vor laut Veranstaltern mehr als 30.000 Menschen. Der fünftägige Katholikentag in der westfälischen Stadt stand unter dem biblischen Leitwort „Suche Frieden“. An 1.000 Veranstaltungen hatten sich mehr als 70.000 Menschen beteiligt.

©epd-Bild/Stefan Arend

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In der Ökumene setzen Protestanten auf den Papst

In der Ökumene setzen Protestanten auf den Papst

14.05.2018News

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©epd-Bild/Stefan Arend

Die Eucharistiefeier beim Open-Air-Gottesdienst auf dem Katholikentag.

Münster (epd). Er wollte sich auf dem 101. Deutschen Katholikentag in Münster inspirieren lassen, ein paar interessante Vorträge hören und Anregungen zum Nachdenken finden. Mehr als 1.000 Veranstaltungen umfasst das Programm, da wäre etwas für ihn dabei. Mit einer neuen religiösen Erfahrung hatte der Protestant Dieter Reetz, ein 79-jähriger Ruheständler aus dem nordrhein-westfälischen Nordkirchen, nicht gerechnet. Doch dann entschied er sich spontan dazu, an einer katholischen Eucharistiefeier teilzunehmen. Er empfing mit den Katholiken die heilige Kommunion. „Das war das erste Mal“, erzählt er. „Bis dahin habe ich gezögert. Da war ich noch nicht so weit.“

Vielleicht hing Reetz' Beschluss mit dem Gemeinschaftsgefühl zusammen, an Christi Himmelfahrt als einer von 25.000 Menschen an einem Gottesdienst unter freiem Himmel auf dem Schlossplatz teilzunehmen. Oder auch mit der Rede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, der am Vortag bei der Eröffnung des diesjährigen Christentreffens mehr Anstrengung für das gemeinsame Abendmahl gefordert hatte. „Wahrscheinlich war es auch ein lange aufgestautes Bedürfnis“, überlegt Reetz laut, der in der Vergangenheit schon häufig katholische Gottesdienste besucht hat und auch schon vor zehn Jahren auf dem Katholikentag in Osnabrück war. Aber jetzt schien ihm der richtige Moment dafür gekommen, gemeinsam mit Katholiken zur Kommunion zu gehen. „Hinterher fühlte ich eine tiefe Befriedigung“, sagt Reetz.

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Blutige Anschläge auf Kirchen in Indonesien

Blutige Anschläge auf Kirchen in Indonesien

14.05.2018News

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©Pixabay/sharonang

Die indonesische Stadt Surabaya.

Jakarta/Frankfurt a.M. (epd). Nach einer Reihe von Bombenanschlägen auf christliche Kirchen in Indonesien am 13. Mai ist die Anzahl der Toten auf mindestens 13 gestiegen. Wie das indonesische Fernsehen berichtete, waren drei Kirchen in Indonesiens zweitgrößter Stadt Surabaya auf der Insel Java betroffen. Mehr als 40 weitere Menschen wurden verletzt. Nach Angaben der Polizei wurden die Angriffe fast zeitgleich während der Morgengottesdienste verübt. Die arabische Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) habe sich dazu bekannt. Die Behörden befürchten, dass die Zahl der Opfer weiter steigt. Es sind die schwersten Anschläge auf Christen seit den Bombenanschlägen am Heiligabend im Jahr 2000, bei denen 15 Menschen getötet und fast 100 verletzt worden waren.

Selbstmordattentäter hatten sich unter die Gottesdienstbesucher gemischt

Die Selbstmordattentäter waren nach Polizeiangaben auf Motorrädern oder Autos vorgefahren oder hatten sich unter die Teilnehmer der Gottesdienste gemischt. Indonesiens Polizeichef Tito Karnavian teilte mit, dass alle Täter aus derselben Familie stammten, die sich zwischenzeitlich in Syrien aufgehalten haben soll. Es soll sich um ein Elternpaar, zwei ihrer Söhne im Alter von 16 und 18 Jahren sowie zwei Mädchen von neun und zwölf Jahren gehandelt haben. Laut Augenzeugen soll sich die Frau gemeinsam mit den beiden Mädchen unter die Kirchgänger gemischt und sich dort in die Luft gesprengt haben. Die Polizei fand weitere Sprengsätze, die sie aber unschädlich machen konnte. Alle weiteren für den 13. Mai geplanten Gottesdienste in Surabaya wurden abgesagt. Nach Informationen der Behörden standen die mutmaßlichen Attentäter in Verbindung mit einer lokalen Terror-Zelle, die ihre Unterstützung für den IS bekundet hat. Laut Indonesiens Geheimdienst ist eines Gruppierung namens Jemaah Ansharut Daulah (JAD) dafür verantwortlich.

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2.000 Teilnehmer bei EKD-Gesamttagung für Kindergottesdienst

2.000 Teilnehmer bei EKD-Gesamttagung für Kindergottesdienst

14.05.2018News

Gastgeber der EKD-Tagung „Kirche mit Kindern – aus gutem Grund“ war die Evangelische Landeskirche in Württemberg

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©epd-Bild/Jens Schulze

„Kirche mit Kindern ist in unserer Landeskirche eine lebendige Angelegenheit“, sagte der württembergische Landesbischof Frank Otfried July. (Foto: Archivbild)

Stuttgart (epd). Die EKD-Gesamttagung für Kindergottesdienst ist am 13. Mai mit einem Abschlussgottesdienst in Stuttgart zu Ende gegangen. Davor hatten 2.000 Tagungsteilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz drei Tage lang bei 250 Einzelveranstaltungen nach innovativen Ansätzen für den Gottesdienst mit Kindern gesucht. Auf die Bedeutung der biblischen Geschichten für Kinder verwies der württembergische evangelische Landesbischof Frank Otfried July: „Viele Kinder feiern Gottesdienst und erschließen sich ihre eigene Erfahrungswelt mit biblischen Geschichten.“ July verwies auf die Vielzahl ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die diese Gottesdienste gestalten und betonte: „Sprachfähigkeit des Glaubens, Feiern der lebendigen Hoffnung, Anerkennung des Nächsten – das alles leistet der Gottesdienst mit Kindern.“ Die Gesellschaft brauche Menschen, die über ihren Glauben sprechen könnten und bereit seien, Verantwortung zu übernehmen.

„Sprachfähigkeit des Glaubens, Feiern der lebendigen Hoffnung, Anerkennung des Nächsten – das alles leistet der Gottesdienst mit Kindern.“

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„Tröstet die Untröstlichen“

„Tröstet die Untröstlichen“

12.05.2018News

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©Militärseelsorge/Roger Töpelmann

„Tröstet die Untröstlichen – das ist auch die Aufgabe der Militärseelsorge“, sagte Rink in seiner Predigt bei einem Festgottesdienst in der Wittenberger Schlosskirche.

Bei der 63. Gesamtkonferenz Evangelischer Militärgeistlicher hat der Evangelische Militärbischof Dr. Sigurd Rink die hohe Belastung der Soldaten der Bundeswehr in den Auslandseinsätzen hervorgehoben. Oft stellten sich Einsatzfolgen erst nach Jahren ein und das Gewissen werde gequält.  Die dabei entstehende seelische Last müsse ernst genommen werden. „Tröstet die Untröstlichen – das ist auch die Aufgabe der Militärseelsorge“, sagte Rink in seiner Predigt bei einem Festgottesdienst in der Wittenberger Schlosskirche.

Zur Erfahrung der Soldatinnen und Soldaten in den Auslandseinsätzen gehöre, sich dunklen Mächten entgegenstellen zu müssen. Der Taliban und der IS, Waffenschieber und Menschenhändler seien ‚verdammt‘ stark. „Nehmt die Strukturen des Bösen wahr und ernst“, appellierte der Bischof an die aktuell 106 Militärgeistlichen und die Vertreter aus der Bundeswehr und Politik. Zur kirchlichen Botschaft von Ostern gehöre es aber zugleich, Feindbilder in Frage zu stellen und glaubend auf die Macht der Auferstehung, die ins Leben dränge, sich zu verlassen.

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Ökumene lässt sich nicht mehr zurückdrehen

Ökumene lässt sich nicht mehr zurückdrehen

11.05.2018News

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©epd-Bild/Friedrich Stark

Die Annäherung zwischen Katholiken und Protestanten war Thema auf dem Katholikentag. Nach dem Reformationsjubiläum 2017 riefen die Spitzenrepräsentanten der beiden großen Kirchen dazu auf, in der Ökumene nicht zu ermüden.

Münster (epd). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auf dem Katholikentag in Münster den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran als „schweren Einschnitt“ für die internationale Zusammenarbeit bezeichnet. Die einseitige Aufkündigung sei ein „Grund großer Sorge“, sagte sie bei einer Podiumsdiskussion vor Tausenden Besuchern. Fragen des Zusammenhalts beschäftigen auch die Kirchen. Die Spitzenrepräsentanten der beiden großen Kirchen sprachen sich für mehr Anstrengungen in der Ökumene aus.

Merkel erklärte, inwieweit sich das Abkommen ohne die USA aufrechterhalten lasse, müsse nun mit dem Iran besprochen werden. „Das ist ein gravierendes Vorkommnis, aber kein Grund, die transatlantische Partnerschaft infrage zu stellen“, unterstrich die Kanzlerin. Die transatlantische Zusammenarbeit liege nach wie vor im Interesse Deutschlands. Als Friedensmacht sei Europa alleine nicht stark genug und auf Verbündete angewiesen.

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Iran-Atomabkommen: EKD-Friedensbeauftragter setzt auf Europa

Iran-Atomabkommen: EKD-Friedensbeauftragter setzt auf Europa

11.05.2018News

„Der Ausstieg geschah wider besseren Wissens, ohne politische Weitsicht und mit wenig Solidarität zu Europa“, sagte Renke Brahms

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©epd-Bild/Jürgen Blume

Renke Brahms hofft, dass sich die verbliebenen Vertragspartner schnell an einen Tisch setzten, um darüber zu reden, unter welchen Konditionen das Abkommen aufrecht erhalten werden könne.

Bremen (epd). Nach dem Ausstieg von US-Präsident Donald Trump aus dem Atomabkommen mit dem Iran setzt der evangelische Friedensbeauftragte Renke Brahms auf europäisches Engagement zur Rettung des Deals. „Der Ausstieg geschah wider besseren Wissens, ohne politische Weitsicht und mit wenig Solidarität zu Europa“, sagte der leitende Bremer Theologe am 9. April dem Evangelischen Pressedienst (epd). Er hoffe, dass Europa zusammen mit Russland und China dabei bleibe. „Vielleicht schweißt das die Europäer zusammen“, bekräftigte der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Trump will sofort wieder scharfe Sanktionen gegen den Iran einsetzen und warnt auch andere Länder vor Geschäften mit Teheran. Brahms sagte, er hoffe trotzdem, dass sich die verbliebenen Vertragspartner schnell an einen Tisch setzten, um darüber zu reden, unter welchen Konditionen das Abkommen aufrecht erhalten werden könne. „In meinen Augen ist es hoffnungsvoll, dass der Iran sagt: Wir wollen dabei bleiben.“

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Die Sehnsucht nach dem Gemeinsamen

Die Sehnsucht nach dem Gemeinsamen

11.05.2018News

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©epd-Bild/Friedrich Stark

Der 101. Deutsche Katholikentag steht unter dem Leitwort „Suche Frieden“. Bis zum 13. Mai werden Zehntausende Teilnehmer zu mehr als 1.000 Veranstaltungen erwartet.

Münster (epd). Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat auf dem Katholikentag seine Kritik am Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran bekräftigt. Wenn das Abkommen falle, sei es eine „Tragödie“ für den Iran, für die Region, aber auch für die internationale Diplomatie, betonte der Bundespräsident am 10. Mai in Münster. Auch die Frage, ob protestantische Ehepartner zur Kommunion zugelassen werden sollen, wurde auf dem Katholikentag diskutiert.

Steinmeier warb dafür, sich mit den anderen beteiligten Mächten für einen Fortbestand des Iran-Abkommens einzusetzen. „Die Europäer müssen notwendigerweise mit den verbleibenden Mächten sprechen“, forderte der ehemalige Bundesaußenminister bei einer Veranstaltung zum Thema Friedenssicherung. Das Wiener Abkommen mit dem Iran hatten 2015 neben den USA auch Großbritannien, China, Russland, Frankreich, Deutschland und die EU ausgehandelt.

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Kirche muss da sein, wo die Menschen sind

Kirche muss da sein, wo die Menschen sind

11.05.2018News

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©epd-Bild/Jörn Neumann

Die 19-jährige Jana Highholder lässt das Publikum an ihrem Alltag als Slammerin, Medizinstudentin und Christin teilnehmen.

„Wofür glauben? Ist es notwendig? Hat es irgendeinen Sinn?“, fragt die junge Frau mit den blonden Locken auf einem gelben Sofa. Sie könne nicht erklären, warum „man“ glauben sollte, erzählt sie auf dem YouTube-Kanal „Jana“. „Aber ich kann und möchte euch erzählen, warum ich glaube.“ Mit dem YouTube-Kanal will die evangelische Kirche junge Menschen erreichen, die nach dem Sinn des Lebens fragen. Die 19-jährige Jana Highholder lässt das Publikum an ihrem Alltag als Slammerin, Medizinstudentin und Christin teilnehmen.

Ziel sei es, den „Gottesdienst zu den Menschen zu bringen“, erzählt die Humanmedizin-Studentin in Münster, die bereits seit einigen Jahren unter ihrem Künstlernamen Jana Highholder als Poetryslammerin auf Bühnen und in den sozialen Medien präsent ist. Dazu müsse man dahin gehen, wo diese Menschen sind: „Und in meiner Generation sind das die sozialen Medien.“

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Christi Himmelfahrt in der Kunst

Christi Himmelfahrt in der Kunst

10.05.2018News

Kirchenfenster, Kupferstich oder Malerei: Für Jesu Weg in den Himmel gibt es ganz unterschiedliche Bilder

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Mal ist es ein wolkenumrahmter Auftritt, mal sieht man nur die Füße: Jesu Rückkehr in den Himmel hat viele Künstler beschäftigt und inspiriert. Hier gibt es eine Auswahl an Kunstwerken zur Himmelfahrt – als Gemälde, Kirchenfenster oder Steinrelief.

©epd-Bild/Rainer Oettel

©epd-Bild/akg-images

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Der Heilige Geist in der Bibel

Der Heilige Geist in der Bibel

09.05.2018News

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Neben Gott-Vater und Christus ist der Heilige Geist die dritte „Person“ der göttlichen Dreifaltigkeit. Ein schwieriges theologisches Gebilde, das die Frage nahe legt: Was sagt die Bibel eigentlich über den Heiligen Geist?

©epd-Bild/Rainer Oettel

Pfingstfenster von Wilhelm Gerhard (1955) in der Johanniskirche Dessau (Ausschnitt).Der Geist in der Taube

Jesus lässt sich vom Bußprediger Johannes im Jordan taufen. Nach dem Taufakt sah Jesus den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabfahren und über sich kommen. Dass die Bibel den Geist mit einem Vogel symbolisiert, hat eine lange Tradition. In vielen Kulturen und Religionen herrscht die Vorstellung, die Seele verbinde sich mit einem Vogel. Die sanftmütige und friedfertige Taube ist auch in der Kunstgeschichte immer wieder Trägerin und Zeichen des Heiligen Geistes. Als „Friedenstaube“ erfuhr sie in der Friedensbewegung große Symbolkraft.

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EKD-Medienbischof mahnt Debatte über Digitalisierung an

EKD-Medienbischof mahnt Debatte über Digitalisierung an

09.05.2018News

Kirchenpräsident Volker Jung betrachtet vor allem die Entwicklung vollautomatischer Waffensysteme mit Sorge

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Düsseldorf (epd). Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung ruft zu einer gesellschaftlichen Debatte über ethische Fragen der Digitalisierung und der künstlichen Intelligenz auf. Die neuen Technologien müssten sich an der Menschenwürde und den Menschenrechten messen lassen, sagte der Medienbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. Es gehe nicht nur um die Nützlichkeit, sondern vor allem darum, „was Menschen gut tut und dem Leben dient“.

Die Fraktionsspitzen der großen Koalition hatten bei ihrer Klausurtagung im bayerischen Murnau über den Umgang mit der Digitalisierung und mit künstlicher Intelligenz beraten. Dazu beschlossen sie die Einsetzung einer Fachkommission.

Kirchenpräsident Jung betonte, die neuen Technologien eröffneten „großartige Möglichkeiten“, Menschen könnten sie aber auch in „verhängnisvoller Weise“ nutzen. Erhebliche Zweifel bestünden bei vollautomatisch handelnden Waffensystemen und deren Verantwortung für getroffene Entscheidungen. Der leitende Theologe der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau forderte eine ethische Auseinandersetzung darüber, welche Aufgaben selbstlernenden Maschinen künftig übertragen werden könnten und welche nicht.

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Hilfswerke und Kirchen fordern humane Lösung für Familiennachzug

Hilfswerke und Kirchen fordern humane Lösung für Familiennachzug

09.05.2018News

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Köln/Berlin (epd). Unicef und Diakonie haben den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Neuregelung des Familiennachzugs für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus kritisiert. Der Entwurf, der am 9. Mai vom Bundeskabinett beraten werden soll, stehe im Widerspruch zur UN-Kinderrechtskonvention sowie zu zentralen Vorgaben des deutschen und internationalen Rechts, erklärte das UN-Kinderhilfswerk Unicef. „Die Regulierung von Flucht und Migration darf nicht auf dem Rücken der schwächsten Kinder ausgetragen werden“, sagte der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, Christian Schneider.

„Dem Gesetzesentwurf gelingt es nicht, den Grund- und Menschenrechten von Familien und insbesondere Kindern gerecht zu werden“, erklärte Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. Beim Vorrang von Familien mit minderjährigen Kindern und beim Nachzug von minderjährigen ledigen Geschwistern seien dringend Nachbesserungen erforderlich.

Den Schutz von Ehe und Familie dürfe man nicht zahlenmäßig begrenzen, auch nicht bei subsidiär Schutzberechtigten, fügte Loheide hinzu: „Wir können die Augen nicht davor verschließen, dass die Kriege in Syrien und anderswo andauern und eine Rückkehr für die Betroffenen bis auf weiteres lebensgefährlich wäre.“

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Zwei Kirchenleute in die Rentenkommission berufen

Zwei Kirchenleute in die Rentenkommission berufen

09.05.2018News

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Professor Dr. Gert G. Wagner ist Anfang Mai in die Rentenkommission der Bundesregierung berufen worden. Der Professor für Volkswirtschaftslehre ist Mitglied der Kammer der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für soziale Ordnung. Außerdem ist er Vorsitzender des Sozialbeirats, der die Bundesregierung in Fragen der Rentenversicherung und Altersvorsorge berät. Neben ihm hat der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, auch Hermann Gröhe in die Rentenkommission berufen. Der ehemalige Bundesgesundheitsminister und stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion engagiert sich ebenfalls in der evangelischen Kirche. Seit 1997 ist er Mitglied der Synode der EKD und von 1997 bis 2009 war der Jurist Hermann Gröhe Mitglied des Rates der EKD.

Der Rentenkommission gehören zehn Vertreter der Sozialpartner, der Politik und der Wissenschaft an. Die Kommission soll zur nachhaltigen Sicherung und Fortentwicklung der Alterssicherungssysteme beitragen und damit das Fundament für einen verlässlichen Generationenvertrag schaffen.

EKD

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Reformationstag soll auch in Niedersachsen Feiertag werden

Reformationstag soll auch in Niedersachsen Feiertag werden

09.05.2018News

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Hannover (epd). Der Reformationstag am 31. Oktober soll nach dem Willen der niedersächsischen Landesregierung von diesem Jahr an neuer gesetzlicher Feiertag in dem Bundesland werden. Das Kabinett beschloss, einen entsprechenden Gesetzentwurf in den Landtag einzubringen. Hamburg und Schleswig-Holstein haben den Reformationstag ab 2018 bereits zum gesetzlichen Feiertag erklärt. Auch in Bremen gibt es eine entsprechende parlamentarische Vorentscheidung. Die Bremer Bürgerschaft will mit einem Beschluss abwarten, wie Niedersachsen entscheidet. 

Die niedersächsische Landesregierung hatte bereits im vergangenen Jahr den Reformationstag als zusätzlichen Feiertag vorgeschlagen, nach öffentlichen Diskussionen aber zunächst eine Verbandsanhörung beschlossen. Da dabei kein einheitlicher Wille für oder gegen den Reformationstag oder für einen anderen Tag zu erkennen gewesen sei, halte die Landesregierung an ihrem ursprünglichen Vorschlag fest, sagte ein Sprecher.

Sie habe sich von der protestantischen Prägung Norddeutschlands leiten lassen, hieß es. Außerdem spiele die Entscheidung der anderen norddeutschen Länder eine Rolle, um eine „Insellösung“ zu vermeiden. Der Reformationstag 2017 war wegen des 500. Reformationsjubiläums einmalig bundesweit zum gesetzlichen Feiertag erklärt worden. In Sachsen ist der Reformationstag bereits seit der deutschen Wiedervereinigung ein gesetzlicher Feiertag.

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