Evangelische Friedenskirche

Informationen und Eindrücke aus unserer Gemeinde

Wo sind eigentlich Himmel und Hölle?

Wo sind eigentlich Himmel und Hölle?

09.05.2018News

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©epd-Bild/akg-images

Lazarus in Abrahams Schoß und der Reiche in der Hölle – Ausschnitt aus einem religiösen Sammelbildchen, Frankreich um 1900

An Himmelfahrt sind sie unterwegs, die Männer- und Frauenclubs, die Wanderer, Radler und Kutschenfahrer. Zum Vatertag hat sich dieser Tag säkularisiert. Doch im Kalender steht „Himmelfahrt“, und so bleibt unübersehbar: Dies ist ein christlicher Feiertag.

40 Tage nach Ostersonntag, an einem Donnerstag, feiern die Kirchen die Rückkehr Jesu zu seinem Vater in den Himmel. Im Lukas­evangelium (Kapitel 24,51) und in der Apostelgeschichte (Kapitel 1,9) ist davon die Rede, dass Christus in den Himmel er­hoben wurde. Im Apostolischen Glaubensbekenntnis beten Christen, dass Christus „aufgefahren (ist) in den Himmel“. Und genau so ist es auf volkstümlichen Abbildungen: Da entzieht sich Christus nach und nach den ­Blicken der Zuschauer. Oft ­bleiben nur seine Füße erkennbar, die in ­Wolken entschwinden. Oder ein kräftiger Arm zieht Christus nach oben.

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Weltkirchenrat sieht neue Chance für Korea

Weltkirchenrat sieht neue Chance für Korea

08.05.2018News

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Pjöngjang/Genf (epd). Der Weltkirchenrat sieht neue Chancen für eine umfassende politische Lösung der Korea-Krise. Der Abbau der militärischen Spannungen von Nordkorea mit Südkorea, eine enge Kooperation der koreanischen Staaten und ein friedliches Miteinander aller Menschen auf der Halbinsel seien möglich, erklärte der Generalsekretär des Weltkirchenrates, Olav Fykse Tveit, in Pjöngjang, der nordkoranischen Hauptstadt.

Eine ökumenische Delegation unter Leitung Tveits hatte Nordkorea auf Einladung der dortigen Christlichen Föderation besucht. Die Anstrengungen müssten auf eine dauerhafte Abschaffung aller Atomwaffen und der Verhinderung eines neuen Krieges auf der Halbinsel gerichtet sein, hieß es in einer Stellungnahme. Das Gipfeltreffen zwischen Südkoreas Präsident Moon Jae-in und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un Ende April habe viele Hoffnungen geweckt.

Die ökumenische Delegation traf auch mit Nordkoreas nominellem Präsidenten Kim Yong Nam zusammen. In den nächsten Wochen planen Nordkoreas Kim und US-Präsident Donald Trump ein Treffen, das zu einem weiteren Abbau der Spannungen beitragen soll. Die USA und Südkorea verlangen die völlige Abschaffung aller Atomwaffen Nordkoreas.

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Jeder Stein erzählt Geschichten

Jeder Stein erzählt Geschichten

08.05.2018News

In Niedersachsen sind evangelische Frauenklöster bis heute lebendig – die Klosterkammer Hannover betreut sie

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©epd-Bild/Jens Schulze

Dagmar Gentner möchte künftig im Kloster Isenhagen leben.

Hankensbüttel (epd). Die Holzdielen knarren, als Dagmar Gentner den Flur im ersten Stock des evangelischen Frauenklosters Isenhagen entlang geht. In Nischen und an den Wänden stehen Schränke und Truhen, die Bewohnerinnen in vergangenen Jahrhunderten zurückgelassen haben. „Ich war schon bei meinem ersten Besuch hier wie verzaubert“, sagt die schlanke Frau mit dem Pagenkopf und deutet durch das Fenster auf den Innenhof mit dem großen Catalpa-Baum. „Es ist wie in einer anderen Welt, jedes Detail, jeder Stein erzählt Geschichten.“

Seit Januar lebt die 66-Jährige in dem Kloster bei Gifhorn. Für ihren Ruhestand hat sie ein besonderes Lebensmodell gewählt. Nach einer Probezeit will sie der Gemeinschaft von derzeit fünf Klosterdamen beitreten.

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Diakonie informiert auf Youtube über Sucht

Diakonie informiert auf Youtube über Sucht

07.05.2018News

Mit dem Youtube-Kanal „Deine Suchtexperten“ will die Diakonie Niedersachsen Jugendliche und ihre Angehörigen ansprechen

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Hannover (epd). Die Diakonie in Niedersachsen will mit einem neuen Youtube-Format mehr Menschen im Netz erreichen und über das Thema Sucht informieren. Der Kanal „Deine Suchtexperten“ richte sich insbesondere an junge Menschen und ihre Angehörigen, sagte Diakonie-Vorstandssprecher Hans-Joachim Lenke. Die Videos werden von der Firma Zypix aus Hannover produziert. Die Hanns-Lilije-Stiftung und die Heinrich-Dammann-Stiftung fördern das Projekt mit je rund 23.000 Euro. 

In den Filmen sprechen Suchtberater der Diakonie über Themen wie Glücksspiel, Alkohol oder Cannabis, sagte Lenke. Die Videos sollten den Zuschauern helfen zu erkennen, ob sie süchtig oder anfällig für eine Suchterkrankung seien. Sie ersetzten keine Beratung, sondern könnten „den Weg zu Beratungsstellen bahnen“. Ein Infokasten neben den Videos biete die Möglichkeit, die eigene Postleitzahl einzugeben und so die bundesweit nächstgelegene Beratungsstelle der Diakonie zu finden.

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Gericht verhandelt über Schmäh-Relief „Judensau“

Gericht verhandelt über Schmäh-Relief „Judensau“

07.05.2018News

Was mit der „Judensau“-Skulptur an der Wittenberger Stadtkirche geschieht, soll jetzt das Landgericht klären

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©epd-Bild/Jens Schlüter

Über das „Judensau“-Relief an der Wittenberger Stadtkirche ist eine heftige Diskussion entbrannt.

Wittenberg (epd). Über den Fortbestand eines umstrittenen mittelalterlichen, antisemitischen Reliefs an der Wittenberger Stadtkirche wurde am 7. Mai vor dem Amtsgericht der Lutherstadt verhandelt. Im Rahmen einer Zivilklage fordert ein Mitglied einer jüdischen Gemeinde aus Berlin von der Wittenberger Kirchengemeinde die Entfernung der als „Judensau“ bekannten Schmähskulptur. Zur Begründung hieß es, das mehr als 700 Jahre alte Relief beleidige und diffamiere jüdische Mitbürger. Da die Kirchengemeinde die Entfernung der „Judensau“ bislang abgelehnt habe, gebe es keine andere Möglichkeit als den Klageweg. Dabei stützt sich der Kläger unter anderem auf das Antidiskriminierungsgesetz.

Richter Thomas Tilch erklärte das Amtsgericht mit Verweis auf den zu hohen Streitwert für nicht zuständig. Damit gab der Amtsrichter dem Antrag des Klägeranwalts statt, das Verfahren an das Landgericht Dessau-Roßlau zu überweisen. Zuvor war der Versuch eines Vergleichs zwischen den Streitparteien gescheitert.

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Kirche und Linke kommen ins Gespräch

Kirche und Linke kommen ins Gespräch

07.05.2018News

Bei einem Treffen von Vertretern der EKD und der Linken geht es unter anderem um die Aufarbeitung der SED-Geschichte

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Berlin (epd). Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Linkspartei sind zu einem Arbeitstreffen in Berlin zusammengekommen. Bei dem Austausch sei es um die Aufarbeitung der SED-Diktatur, Fragen von Staat und Religionsgemeinschaften sowie um die Bedeutung des gesellschaftlichen Zusammenhalts gegangen, teilte die EKD nach dem Treffen bei Facebook mit.

Es war das bislang hochrangigste Treffen zwischen EKD und Linken. Vonseiten der EKD nahmen unter anderem der Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm, der Berliner Bischof Markus Dröge und Vize-Kirchenamtspräsident Horst Gorski teil. Die Linke war unter anderem vertreten durch den Vorsitzenden der Bundestagsfraktion, Dietmar Bartsch, den stellvertretenden Parteivorsitzenden Axel Troost, die religionspolitische Sprecherin Christine Buchholz und den Landtagsvizepräsidenten in Sachsen-Anhalt, Wulf Gallert.

„Vertrauensvolle Atmosphäre“

Offizielle Treffen, wie sie die EKD mit CDU, SPD und Grünen regelmäßig hat, gab es mit der Linken bislang nicht. Das Verhältnis war lange Zeit schwierig unter anderem wegen der Geschichte der Linken, die zum Teil aus der PDS als Nachfolgepartei der SED hervorgegangen war. Unter der SED-Diktatur wurden die Kirchen marginalisiert und Christen benachteiligt. Die Gesprächsteilnehmer hätten bekräftigt, dass vor dem Hintergrund der Glaubens- und Gewissensfreiheit die Aufarbeitung der Unterdrückung der Kirche in der DDR nicht enden dürfe, heißt es in der Mitteilung der EKD. Das Gespräch habe in „vertrauensvoller, offener Atmosphäre“ stattgefunden. Der Austausch von Kirche und Politik sei von großer Bedeutung und solle fortgesetzt werden, heißt es darin weiter.

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Gericht verhandelt über Schmäh-Relief „Judensau“

Gericht verhandelt über Schmäh-Relief „Judensau“

07.05.2018News

Was mit der „Judensau“-Skulptur an der Wittenberger Stadtkirche geschieht, sollen jetzt Juristen klären

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©epd-Bild/Jens Schlüter

Über das „Judensau“-Relief an der Wittenberger Stadtkirche ist eine heftige Diskussion entbrannt.

Wittenberg (epd). Über den Fortbestand eines umstrittenen mittelalterlichen, antisemitischen Reliefs an der Wittenberger Stadtkirche wird vor dem Amtsgericht der Lutherstadt verhandelt. Im Rahmen einer Zivilklage fordert ein Mitglied einer jüdischen Gemeinde aus Berlin von der Wittenberger Kirchengemeinde die Entfernung der als „Judensau“ bekannten Schmähskulptur. Zur Begründung hieß es, das mehr als 700 Jahre alte Relief beleidige und diffamiere jüdische Mitbürger. Da die Kirchengemeinde die Entfernung der „Judensau“ bislang abgelehnt habe, gebe es keine andere Möglichkeit als den Klageweg. Dabei stützt sich der Kläger unter anderem auf das Antidiskriminierungsgesetz.

Debatte zum Reformationsjubiläum

Die Stadtkirchengemeinde hatte sich in der Vergangenheit für den Verbleib des historischen Reliefs an der Außenfassade ihrer Kirche ausgesprochen, aber bereits 1988 ein Mahnmal eingeweiht, das sich kritisch auch auf die Schmähplastik bezieht. Das Sandsteinrelief aus dem Jahr 1305 zeigt einen Rabbiner, der einem Schwein unter den Schwanz schaut und Juden, die an den Zitzen der Sau trinken. Im Mittelalter wurden durch solche Abbildungen, die auch an anderen Kirchen in Deutschland zu finden sind, Juden geschmäht. Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums im vergangenen Jahr war in Wittenberg eine Debatte über den Umgang mit der „Judensau“ entbrannt, die wegen einer nachträglich ergänzten Inschrift auch „Luthersau“ genannt wird.

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Kirchenasyl-AG: Bayerisches Urteil bestätigt die Praxis

Kirchenasyl-AG: Bayerisches Urteil bestätigt die Praxis

07.05.2018News

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Berlin (epd). Die ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft „Asyl in der Kirche“ sieht die Praxis in den Kirchengemeinden zum Schutz von Flüchtlingen vor Abschiebung durch ein Urteil des Münchner Oberlandesgerichts gestärkt. „Kirchenasyl ist kein passives Abwarten oder Verstecken, sondern immer das aktive und transparente Suchen nach Lösungen in besonderen Härtefällen im Gespräch mit den zuständigen Behörden“, sagte die Vorstandsvorsitzende Dietlind Jochims am 6. Mai dem Evangelischen Pressedienst (epd). Das OLG hatte am 3. Mai zwar den Freispruch eines Nigerianers bestätigt, der in einem Kirchenasyl im bayerischen Freising auf einen Aufenthaltsstatus in Deutschland hoffte und wegen illegalen Aufenthalts angeklagt wurde. Zugleich betonte das Gericht, das Kirchenasyl schütze grundsätzlich nicht vor einer Abschiebung und „verbietet dem Staat kein Handeln“.

Kommunikation mit den Behörden

Jochims sagte, es sei unumstritten, dass das Kirchenasyl kein anerkanntes Rechtsinstitut sei. „Aber das Gericht stellt klar, dass es trotzdem Gründe gibt, warum es als nicht strafbar zu bewerten ist.“ Zudem habe das OLG betont, wie wichtig die Kommunikation mit den Behörden im Fall eines Kirchenasyls sei. „2015 wurde dazu ein Verfahren mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge vereinbart. Kirchen und Bundesamt sprechen seitdem regelmäßig über diese Verabredungen“, betonte die Pastorin der evangelischen Nordkirche. Das mit Spannung erwartete Urteil habe die Kirchengemeinden deswegen auch nicht verunsichert. „Manche haben sich gefragt, welche Auswirkungen es auf die Rechtssprechung bundesweit haben wird. Und es gab Fragen, wie es im Dialog mit den politisch Verantwortlichen nun weitergehen wird“, sagte Jochims zu den Reaktionen. Deutschlandweit nennt die Bundesarbeitsgemeinschaft eine Zahl von derzeit 445 Kirchenasylen mit insgesamt 674 Personen, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geht von 710 Menschen im Kirchenasyl aus.

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Kreuz stellt weltliche Werte in Frage

Kreuz stellt weltliche Werte in Frage

07.05.2018News

EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm nimmt erneut Stellung zu Kreuzen in öffentlichen Gebäuden

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Frankfurt a.M. (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, spricht sich für Bürokratieabbau und kürzere Entscheidungswege in der Kirche aus. Eine breite Beteiligung aller Interessierten sei gut, „aber für die Zahl der Gremiensitzungen bräuchte es so etwas wie eine Obergrenze, um mehr Zeit für die Kommunikation des Evangeliums in die Welt hinein zu haben“, schreibt Bedford-Strohm in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Gleiches gelte für den Umfang kirchlicher Regelungswerke und die Zahl der Genehmigungsvorgänge, fügte der bayerische Landesbischof in dem Gastbeitrag hinzu. Dort bezog er außerdem erneut Stellung in der Debatte um die künftige Kreuz-Pflicht in bayerischen Behörden.

Botschaft ernst nehmen

Aus Sicht Bedford-Strohms darf das Kreuz als christliches Symbol nicht vom Staat okkupiert werden. Es könne „nicht auf ein Zeichen einer erfolgreichen Kultur- und Beheimatungsleistung reduziert werden, sondern ist mindestens genauso das Zeichen einer zum Nachdenken bringenden Infragestellung aller weltlichen Werte“, schreibt er. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) habe nach seiner Aussage, wonach das Kreuz nicht Zeichen einer Religion sei, reagiert und erklärt, dass es in allererster Linie ein religiöses Symbol sei, aber auch zu den Grundfesten des Staates gehöre. „Dass das Kreuz zuallererst eine religiöse Bedeutung hat, darüber scheint jetzt Konsens zu bestehen. Nur indem dies auch wirklich ernst genommen wird, kann es ja überhaupt eine öffentliche Bedeutung geben“, argumentiert Bedford-Strohm.

Wenn das Kreuz in öffentlichen Gebäuden hängt, sollte es aus Bedford-Strohms Sicht an das Geheimnis der Erlösung durch Jesus Christus erinnern. Dazu zählten „die im Glauben gewonnene Freiheit, dem Nächsten zu dienen“, und Humanität. Das Kreuz lehre eine „kulturelle Demut, die von den Irrwegen der eigenen Kultur weiß und daraus die Konsequenzen zieht“.

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„Maria und die dritte Dimension“

„Maria und die dritte Dimension“

05.05.2018News

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©epd-Bild

Das vermutlich aus einer Leipziger Werkstatt stammende Kunstwerk, in dessen Mittelpunkt umgeben von Heiligen die gekrönte Maria mit dem Jesuskind steht, gilt nach Angaben des Domstifts als eines der bedeutendsten Altarbilder des 16. Jahrhunderts und der Zeit des Übergangs von der Gotik zur Renaissance.

Außen von Wetter und Zeit gezeichneter Backstein, innen strahlendes Weiß: Der vor mehr als 850 Jahren gegründete Dom zu Brandenburg an der Havel gilt als Mutterkirche der Mark. Eine Ausstellung rückt nun eine Kuriosität aus dem Kirchenschatz in den Blick der Öffentlichkeit. Unter dem Titel „Maria und die dritte Dimension“ wird die Geschichte des 500 Jahre alten Marienaltars aus dem Hohen Chor des Doms erzählt, der eigentlich ganz woanders hingehört und durch die Reformation dorthin gelangte. Am 3. Mai wurde die Ausstellung, die auch die gesellschaftlichen Umbrüche der Zeit vor 500 Jahren aufgreift, im Dom eröffnet.

Der Zisterzienserabt Valentin Henneke hatte den rund neun Quadratmeter großen, kunstvoll mit Schnitzereien und Gold verzierten Flügelaltar einst dem märkischen Kloster Lehnin gestiftet, 1518 wurde der Altar dort aufgestellt. Das vermutlich aus einer Leipziger Werkstatt stammende Kunstwerk, in dessen Mittelpunkt umgeben von Heiligen die gekrönte Maria mit dem Jesuskind steht, gilt nach Angaben des Domstifts als eines der bedeutendsten Altarbilder des 16. Jahrhunderts und der Zeit des Übergangs von der Gotik zur Renaissance.

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Kultur und mehr - Änderung für den 13. Mai

Kultur und mehr - Änderung für den 13. Mai
Für den  13. Mai hatten wir den Vortrag "Vom Erftkreis nach Paris – hinter den Kulissen der Tour de France​" geplant. Dieser muss leider verschoben werden​. Stattdessen berichten uns Jutta Juglaret und Monika Ebrecht von ihrer Südafrikareise, die sie auch zu unserer Partnergemeinde in Durban geführt hat.

Kirchenpräsident Jung fordert stärkere Regulation des Internets

Kirchenpräsident Jung fordert stärkere Regulation des Internets

04.05.2018News

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©epd-Bild/Thomas Lohnes

Durch den Einsatz digitaler Medien seien Menschen manipulierbarer geworden als früher, sagte Jung bei den Südwestdeutschen Medientagen.

Landau (epd). Nach Ansicht des hessen-nassauischen Kirchenpräsidenten Volker Jung kommt dem Qualitätsjournalismus verstärkt die Aufgabe zu, Informationen zu bewerten und investigativ zu recherchieren. Durch das Internet verschwimme die Trennung zwischen Medienmachern und Mediennutzern, sagte Jung auf den Südwestdeutschen Medientagen im pfälzischen Landau. Jeder könne jederzeit ungeprüfte Informationen konsumieren und verbreiten. Für eine differenzierte und ausgewogene Berichterstattung im Netz seien Plattformen nach dem Vorbild des öffentlich-rechtlichen Rundfunks besonders geeignet, weil sie unabhängiger von ökonomischem Druck seien als private Anbieter, sagte Jung weiter.

Der Kommunikationsraum Internet müsse zudem stärker reguliert werden, forderte Jung, der auch Aufsichtsratsvorsitzender des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) ist. Ethische Regeln für die Kommunikation im Internet seien jedoch nur sinnvoll, wenn sie global gelten. Durch den Einsatz digitaler Medien seien Menschen manipulierbarer geworden als früher, sagte Jung. Langfristig werde dadurch die Demokratie gefährdet. Jung rief die Mediennutzer dazu auf, ihre eigene Kommunikationsstrategie kritisch zu hinterfragen. Das Internet sei mittlerweile für viele Menschen Teil des eigenen Lebens geworden. Eine „Ethik der Mediennutzung“ sei nötig, um die Flut von Informationen einordnen zu können. Die Kirche liefere dazu einen Beitrag, indem sie den verantwortlichen Umgang mit digitalen Medien im Religionsunterricht zum Thema mache. Die dritten Südwestdeutschen Medientage in Landau standen unter dem Titel „Tempo! – Journalismus in der Beschleunigungsgesellschaft“. Veranstalter war die Evangelische Akademie der Pfalz in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk, dem Saarländischen Rundfunk, dem Frank-Loeb-Institut der Universität Koblenz-Landau, der Universität des Saarlandes und dem Deutschen Journalistenverband.

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„Uns eint mehr, als uns trennt“

„Uns eint mehr, als uns trennt“

04.05.2018News

Die EKD will sich nun zunächst in Gesprächen ein genaueres Bild über den Stand der Diskussion zur Öffnung des Abendmahls machen

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©epd-Bild/Jens Schulze

Ende Februar hatte die Bischofskonferenz mit mehr als Drei-Viertel-Mehrheit beschlossen, eine pastorale Handreichung für das Abendmahl von Ehepaaren unterschiedlicher Konfession auf den Weg zu bringen.

Rom/Frankfurt a.M. (epd). Die katholischen deutschen Bischöfe sollen auf Wunsch des Papstes ihren Streit über die Öffnung der Kommunion für evangelische Ehepartner selbst beilegen. Franziskus habe sie aufgefordert, „im Geist kirchlicher Gemeinschaft eine möglichst einmütige Regelung zu finden“, teilten der Vatikan und die Deutsche Bischofskonferenz nach Beratungen in Rom mit. Der Theologieprofessor Michael Seewald betonte, der Papst habe damit dem Ansinnen der sieben konservativen Bischöfe nicht stattgegeben, die eine mehrheitlich beschlossene Handreichung zur Öffnung der Kommunion mit einem Brief nach Rom stoppen wollten.

Der Papst würdige das ökumenische Engagement der deutschen Bischöfe, erklärte der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, Erzbischof Luis Francisco Ladaria Ferrer, am 3. Mai nach dem Gespräch, an dem unter anderem der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki teilnahmen.

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Landeskirchen wollen deutsche Entscheidung zum Arbeitsrecht abwarten

Frankfurt a.M. (epd). Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zum kirchlichen Arbeitsrecht sehen die evangelischen Landeskirchen keinen Anlass für schnelle Änderungen ihrer Einstellungspraxis. Dies ergab eine bundesweite Umfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd). Der EuGH in Luxemburg hatte im April entschieden, dass kirchliche Arbeitgeber nicht pauschal und unbegründet eine Kirchenmitgliedschaft bei Bewerbern verlangen dürfen.

Die überwiegende Mehrheit der Landeskirchen und ihrer Diakonien wollen zunächst die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichtes (BAG) abwarten, an das der EuGH den Rechtsstreit zurückverwiesen hat. Das BAG-Urteil wird im Sommer erwartet. „Bis dahin bleibt im Einzelfall zu prüfen, ob bei Stellenausschreibungen auf die zwingende Voraussetzung der Kirchenmitgliedschaft verzichtet werden sollte“, sagte der westfälische Kirchenrat Henning Juhl in Bielefeld dem epd. Ähnlich äußerten sich auch andere Landeskirchen und Diakonischen Werke.

Achtung des christlichen Profils und des diakonischen Auftrags

Wie die epd-Umfrage ergab, wird in den Landeskirchen von bestimmten Berufsgruppen die Mitgliedschaft in der evangelischen Kirche erwartet, etwa von Gemeindemitarbeitern in der Verkündigung, Kirchenmusikern und Küstern. Manche Landeskirchen wie etwa die evangelische Kirche im Rheinland, in Bayern oder die Nordkirche haben sich bereits für konfessionslose Mitarbeiter sowie für Mitarbeiter anderer Konfessionen und Religionen geöffnet.

Dies gilt insbesondere für Bereiche, in denen viele Menschen betreut werden, die keiner christlichen Kirche angehören. Dazu gehören Pflegeheime, Kitas und die Jugendarbeit. Dabei erwarten Kirche und Diakonie von allen Mitarbeitern – auch jenen ohne Religionszugehörigkeit – die Achtung des christlichen Profils und des diakonischen Auftrags.

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Evangelische Erwachsenenbildung neu „vermessen“ - Fachtag am 02. Mai 2018

Evangelische Erwachsenenbildung neu „vermessen“ - Fachtag am 02. Mai 2018

03.05.2018News

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©EKD/Sven Kriszio

Fachtag zum ersten Bildungsbericht über evangelisches Bildungshandeln mit Erwachsenen

Erstmalig führt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) eine evangelische Bildungsberichterstattung zur Erwachsenenbildung durch: Evangelische Erwachsenenbildung sichert mit einem anderen Profil als die Volkshochschulen religiös-ethische Grundbildung (über 33% der Veranstaltungen) und Orientierung in Politik und Gesellschaft (26% der Kurzveranstaltungen). Dazu kommt die Thematik Familie, Gender, Partnerschaft. Die Evangelische Erwachsenenbildung erreicht damit pro Jahr viele Millionen Erwachsene aller Weltanschauungen und Religionen. Erstmalig zeigt sich so im bundesdeutschen Vergleich öffentlich geförderter Erwachsenenbildung der besondere Beitrag der evangelischen Weiterbildungswerke zur Orientierung in Grundfragen der Lebensorientierung und Lebensgestaltung im privaten und öffentlichen Raum.

Evangelische Erwachsenenbildung stärkt Kompetenzen vieler Millionen Erwachsener in Sachen Religion, Familien- und Gesellschaftsgestaltung.

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Keine(r) bleibt allein

Keine(r) bleibt allein

04.05.2018News

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©Pixabay/kaboompics

2016 wurde der Hashtag #KeinerTwittertAllein ins Leben gerufen. Schnell fanden sich Menschen ein, die Weihnachten auch nicht ganz allein verbringen wollten. Im Jahr darauf fanden dann richtige Begegnungen an Weihnachten statt. (Foto: Symbolbild)

Zu Weihnachten 2016 war Christian Fein allein. Er hatte gerade eine Trennung hinter sich, Weihnachten als Familienfest fiel aus. Also suchte er digital Gesellschaft: Er rief das Hashtag #KeinerTwittertAllein ins Leben. Schnell fanden sich dort Menschen ein, die Weihnachten auch nicht ganz allein verbringen wollten. Eine spontane digitale Festgemeinschaft war geboren.

Zwei Jahre später erzählt Fein diese Geschichte auf einer großen Bühne: Auf der Gesellschaftskonferenz re:publica stellen er und seine Freundin Nicole Brinkmann den Verein #Keine(r) Bleibt Allein vor. Die Idee ist einfach: Menschen aus der ungewollten Einsamkeit rausholen, indem sie anderen Menschen begegnen können. Nicht mehr nur digital, sondern auch in der Kohlenstoffwelt.

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Pfälzische Landeskirche hält an Austausch der „Hitlerglocke“ fest

Pfälzische Landeskirche hält an Austausch der „Hitlerglocke“ fest

03.05.2018News

Der Landeskirchenrat schlägt vor, die Glocke auf Kosten der Landeskirche durch eine neue Glocke gleicher Qualität und Klangs zu ersetzen

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©epd-Bild/Monika Franck

Die derzeitige Glocke im Turm der Jakobuskirche stammt aus dem Jahr 1934 und trägt die Inschrift „Alles für's Vaterland. Adolf Hitler“. Sie ist mit einem Hakenkreuzsymbol versehen.

Speyer/Herxheim am Berg (epd). Die Evangelische Kirche der Pfalz ist weiterhin bestrebt, die sogenannte „Hitlerglocke“ im Kirchturm der Jakobuskirche in Herxheim am Berg abzuhängen. Der Landeskirchenrat schlage vor, die Glocke auf Kosten der Landeskirche durch eine neue Glocke gleicher Qualität und Klangs zu ersetzen und der Kommune zu schenken, teilte die Landeskirche in Speyer mit. Inzwischen sei eindeutig klar, dass der Kirchturm der Kirchengemeinde gehört. Die „Hitlerglocke“ hingegen ist im Besitz der politischen Gemeinde, deren Ortsgemeinderat beschlossen hat, sie hängen zu lassen.

Durch umfangreiches Quellenstudium der Rechtsabteilung des Landeskirchenrats seien die Besitzverhältnisse des Turms nun eindeutig geklärt, erklärte die Landeskirche weiter. Zwischen der Kirchengemeinde und der politischen Gemeinde regele ein 1983 geschlossener Vertrag Nutzung und Unterhalt des Turmes.

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Bedford-Strohm fordert differenzierten Umgang mit AfD-Anhängern

Bedford-Strohm fordert differenzierten Umgang mit AfD-Anhängern

03.05.2018News

EKD-Ratsvorsitzender Bedford-Strohm diskutierte mit der Erzbischöfin der Kirche von Schweden, Antje Jackelén über Kirche in Zeiten von Populismus

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©epd-Bild/Norbert Neetz

Das Abendforum zur Kirche in Zeiten des Populismus fand in der Französischen Friedrichstadtkirche statt.

Berlin (epd). Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat im Umgang der Kirchen mit der AfD und ihren Wählern mehr Differenzierung gefordert. Er wolle das Phänomen des Populismus nicht an drei Buchstaben festmachen, sagte der bayerische Landesbischof am 2. Mai in Berlin. Dahinter lägen unterschiedliche Probleme und Gruppen von Sympathisanten, erklärte er.

Bedford-Strohm nannte drei Gruppen, darunter Protestwähler und Konservative, die früher CDU oder CSU gewählt hätten. Mit beiden Gruppen müsse man das Gespräch suchen und über mögliche Problemlösungen reden, sagte er. Als dritte Gruppe sieht Bedford-Strohm Rechtsextreme. Sie nutzten die Partei, um Gedankengut wieder salonfähig zu machen, das nicht salonfähig werden dürfe. „Das ist gefährlich“, sagte er und forderte von der Kirche gegenüber dieser Gruppe „klare Kante“: „Da, wo die Intoleranz zum Programm gemacht wird, hört die Toleranz auf.“

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EKD-Datenschutzbeauftragter: Internet ist kein rechtsfreier Raum

EKD-Datenschutzbeauftragter: Internet ist kein rechtsfreier Raum

02.05.2018News

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©pixabay/succo

Berlin (epd). Anlässlich der Netzkonferenz re:publica hat der kirchliche Datenschutzbeauftragte Michael Jacob zu mehr Reflexion des eigenen Handelns im Internet aufgefordert. In den vergangenen Jahren habe sich ein Bewusstsein breitgemacht, dass das Netz ein eigener Raum sei, sagte Jacob dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Berlin. „Manchmal erscheint es mir, als wenn einige glauben, man stehe im virtuellen Raum jenseits von allem anderen. Aber man ist mittendrin“, sagte der Beauftragte für den Datenschutz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Die Freiheit im Internet sei ein hohes Gut und Ausdruck von Meinungsfreiheit, sagte Jacob. Man müsse beklagen, dass diese Freiheit in weiten Teilen der Welt, unter anderem in China, eingeschränkt werde. „Auf der anderen Seite steht aber auch ganz klar, dass das Netz kein rechtsfreier Raum ist“, sagte der Jurist und ergänzte: „Es gelten die gleichen Straf- und Zivilgesetze wie sonst im Leben.“

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Friedensbewegung fordert Abrüsten statt Aufrüsten

Friedensbewegung fordert Abrüsten statt Aufrüsten

02.05.2018News

Bündnis aus Wissenschaft, Gewerkschaften, sozialen Bewegungen und Politik warnt vor neuem Rüstungswettlauf

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©epd-Bild/Cristian Gennari

Berlin (epd). Ein Bündnis aus Wissenschaft, Gewerkschaften, sozialen Bewegungen und Politik hat vor einem neuen Rüstungswettlauf gewarnt. „Abrüstung ist das Gebot der Stunde“, sagte der Co-Präsident des Internationalen Friedensbüros (IPB), Reiner Braun, in Berlin bei der Vorstellung des Aufrufs „Disarm! Don't Arm!“ (englisch: „Abrüsten! Nicht aufrüsten“). Anlass ist der in Stockholm veröffentlichte Bericht des Friedensforschungsinstitutes Sipri über erneut gestiegene Rüstungsausgaben weltweit in Höhe von insgesamt 1,739 Billionen US-Dollar (rund 1,433 Billionen Euro) im vergangenen Jahr. Die „Top Five“ waren die USA, China, Saudi-Arabien, Russland und Indien. Deutschland folgte auf Platz neun.

„Sipri liefert nur die Zahlen“, sagte Braun. Es sei an der Politik und der Friedensbewegung, die notwendigen Konsequenzen daraus zu ziehen. Die Initiatoren des Aufrufs sprechen sich unter anderem für eine Stärkung ziviler Konfliktlösung aus. Zudem sollten die geplanten zusätzlichen Haushaltsmittel für die Bundeswehr besser in die öffentliche Infrastruktur, in Bildung, Wohnungsbau, Umwelt- und Klimaschutz sowie in die Entwicklungszusammenarbeit gesteckt werden.

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