Evangelische Friedenskirche

Informationen und Eindrücke aus unserer Gemeinde

Ein Zuhause von der Kirche

Ein Zuhause von der Kirche

03.03.2018News

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©epd-Bild/Peter Roggenthin

In diesem Hochhaus in Fürth bei Nürnberg bietet das Evangelische Siedlungswerk Bayern (ESW) günstige Mietwohnungen an.

Geräumige, helle Zwei-Zimmer Wohnung mitten in Frankfurt am Main. Warmmiete: 980 Euro. Für viele Mieter wird Wohnen in Großstädten wie Frankfurt am Main, München und Berlin zum Luxus. Zwar wollen Union und SPD laut Koalitionsvertrag zwei Milliarden Euro allein für den sozialen Wohnungsbau bereitstellen, Wohnungssuchenden hilft das aktuell aber nicht.

Auch die Kirche ist im Immobiliengeschäft aktiv. Sie will Wohnungen schaffen für Menschen, die sich kein Penthouse-Loft leisten können. Der Evangelische Immobilienverband Deutschland zählt bundesweit rund 30.000 Wohnungen im Eigenbestand. 35 Mitglieder, darunter Landeskirchen, Kirchenkreise und Stiftungen, haben sich dem 1952 gegründeten Verband angeschlossen. „Wir sehen das als Auftrag“, sagt der geschäftsführende Vorstand Dennis Beyer.

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„Woche der Brüderlichkeit“: Sorge über Fremdenfeindlichkeit

„Woche der Brüderlichkeit“: Sorge über Fremdenfeindlichkeit

02.03.2018News

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Recklinghausen (epd). Die Veranstalter der „Woche der Brüderlichkeit“ zeigen sich besorgt angesichts von Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. Viele jüdische Gemeinden würden Tag und Nacht von der Polizei bewacht. Das dürfe nicht der Normalzustand werden, sagte der Generalsekretär des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Rudolf W. Sirsch, in Recklinghausen. Die „Woche der Brüderlichkeit“ erinnere daran, „dass wir so etwas nicht einfach hinnehmen dürfen und dass wir uns aktiv beteiligen müssen, um ein gutes Zusammenleben zu gewährleisten.“

Die „Woche der Brüderlichkeit“ wird am 11. März im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen feierlich eröffnet. Die Veranstaltung leiste einen wesentlichen Beitrag für Menschenwürde und ein friedliches Miteinander in Respekt und Toleranz, sagte Sirsch. Im Mittelpunkt der Eröffnungsveranstaltung steht die Preisverleihung des Deutschen Koordinierungsrates. Der Musiker Peter Maffay erhält die Buber-Rosenzweig-Medaille, weil er seit Jahrzehnten seine Stimme gegen Antisemitismus und Rechtsradikalismus erhebe, sagte Sirsch. Zu den Festrednern gehört auch Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).

Der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit veranstaltet die Woche der Brüderlichkeit seit 1952 jeweils im März. In ganz Deutschland gibt es Veranstaltungen zum jeweiligen Jahresthema. 

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Gesetzentwurf für Reformationstag als Feiertag in Niedersachsen

Hannover (epd). In der Diskussion um einen neuen Feiertag in Niedersachsen hat das Innenministerium einen Gesetzentwurf für den Reformationstag vorgelegt. Er sieht vor, den 31. Oktober zum arbeitsfreien Feiertag zu erklären, wie Regierungssprecherin Anke Pörksen in Hannover erläuterte. Der bislang noch nichtöffentliche Entwurf soll am 6. März im Kabinett beraten werden. In Niedersachsen wird das Thema kontrovers diskutiert. Die katholische Kirche, die jüdischen Gemeinden sowie religionskritische Gruppen lehnen den Reformationstag ab.

Pörksen bezeichnete die Gesetzesinitiative als „Spiel mit offenen Karten“. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) liebäugele schon seit langem mit dem Reformationstag. Deshalb sei es die „offene und ehrliche Variante“, dass dieser Vorschlag jetzt auch offiziell auf den Tisch gelegt werde. Dennoch werde die Diskussion intensiv geführt.   Die endgültige Entscheidung im Landtag soll voraussichtlich erst im Mai fallen.

Gemeinsame Linie in den norddeutschen Bundesländern

Die Ministerpräsidenten der norddeutschen Länder hatten sich Anfang Februar auf eine gemeinsame Linie bei der Einführung eines neuen Feiertags verständigt und dabei für den Reformationstag plädiert. Jüngst hatten der Landtag in Schleswig-Holstein sowie die Bürgerschaft in Hamburg den 31. Oktober zum gesetzlichen Feiertag erklärt. Dieser ist bereits in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Thüringen und Sachsen ein arbeitsfreier Feiertag.

In Bremen sprach sich die Bürgerschaft in erster Lesung ebenfalls für den Reformationstag aus. Das Parlament des kleinsten Bundeslandes will aber abwarten, wie Niedersachsen entscheidet, bevor es endgültig einen Feiertag festlegt. Bislang haben die norddeutschen Länder deutlich weniger Feiertage als die süddeutschen Länder.

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Diakonie ruft zu praktischer Hilfe für Obdachlose auf

Diakonie ruft zu praktischer Hilfe für Obdachlose auf

02.03.2018News

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©epd-Bild/Rolf Zöllner

Oft fehlt es Obdachlosen an praktischen Dingen wie warme Socken oder Schlafsäcke, sagt Diakonie-Vorstandsmitglied Maria Loheide.

Berlin (epd). Die Diakonie Deutschland ruft dazu auf, Obdachlosen direkt und persönlich zu helfen. Die Kälte gefährde akut ihre Gesundheit und ihr Leben, erklärte Vorstandsmitglied Maria Loheide in Berlin. „Sprechen Sie die Menschen an und fragen Sie, was ihnen hilft“, empfahl Loheide. Oft seien es praktische Dinge wie warme Socken, Handwärmer aus dem Drogeriemarkt, Schlafsäcke oder Schuhe, die gebraucht würden.

Wer obdachlose Menschen in Not sehe, solle die Notrufnummer 112 anrufen oder die Kältehilfe informieren, die sie mit warmen Getränken und Decken versorge oder sie zu Notübernachtungsstellen bringe, empfiehlt die Diakonie. Auch wenn die Temperaturen wieder steigen, bräuchten Menschen, die auf der Straße leben, weiter Hilfe: „Kalt ist es auch bei plus ein Grad“, sagte Loheide.

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„Längste Bibel der Welt“ als Art-Edition erschienen

„Längste Bibel der Welt“ als Art-Edition erschienen

28.02.2018News

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©epd-Bild/Viktoria Kühne

Die gemalte Bibel des Künstlers Willy Wiedmann gilt mit 3.333 Bildern als die längste Bibel der Welt. Der Ausschnitt zeigt Eva beim sogenannten Sündenfall im Paradies.

Stuttgart (epd). Sie gilt als „längste Bibel der Welt“: Die Deutsche Bibelgesellschaft und Wiedmann Media haben in Stuttgart eine zweibändige Prachtbibel des Künstlers Willy Wiedmann vorgestellt. Aufgelegt wird sie in limitierten Auflagen in den Farben Gold, Rot und Schwarz im Design des Gestalters Manfred Rieker. Die Wiedmann Bibel sei eines der größten Werke, das ein Künstler bislang hervorgebracht hat. Sie ist auch die einzig bekannte Bilderbibel, die das komplette Alte und Neue Testament in 3.333 Illustrationen wiedergibt, wie die Bibelgesellschaft erklärte.

1,2 Kilometer langes Leporello

Wiedmann war Maler, Bildhauer, Musiker, Komponist, Schriftsteller und Galerist. Inspiriert durch einen Auftrag in der Pauluskirche in Stuttgart-Zuffenhausen entstand sein Bibelzyklus. Der Künstler starb am 21. Juni 2013 im Alter von 74 Jahren in Stuttgart-Bad Cannstatt. Vorher hatte er 16 Jahre an einem insgesamt 1,2 Kilometer langen Leporello mit biblischen Szenen gearbeitet.

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Reformation wird Feiertag in Hamburg

Reformation wird Feiertag in Hamburg

28.02.2018News

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Hamburg (epd). In Hamburg wird der 31. Oktober als „Tag der Reformation“ gesetzlicher Feiertag. Die Hamburgische Bürgerschaft votierte mit 66 von 121 Stimmen für einen entsprechenden Gruppenantrag von SPD-, CDU- und Grünen-Abgeordneten. Der Fraktionszwang war für die Abstimmung aufgehoben worden. Beschlossen wurde zugleich, dass am Reformationstag die Hamburger Museen keinen Eintritt erheben.

In Schleswig-Holstein wurde der neue Feiertag in der vergangenen Woche beschlossen, in Niedersachsen und Bremen ist eine Einführung geplant. In Mecklenburg-Vorpommern ist der 31. Oktober bereits Feiertag.

Reformation sei keine rein religiöse oder kirchliche, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, hieß es in dem Antrag. Der „Tag der Reformation“ solle dazu dienen, Strukturen etwa im eigenen Land und im eigenen Leben „zu überprüfen und gegebenenfalls eine Reformation einzuleiten“. Damit schlage der Tag „eine Brücke zwischen den Säkularen sowie allen Religionen und Weltanschauungen“. Das zurückliegende Jahr des 500. Reformationsjubiläums habe gezeigt, wie viele weltliche Bezüge im Reformationstag steckten, erklärten die Abgeordneten.

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Evangelische Kirche zeigt Ausstellung zu Namen

Evangelische Kirche zeigt Ausstellung zu Namen

28.02.2018News

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©epd-Bild/Dirk Silz

Die Lübecker Marienkirche war die erste Station der Ausstellung (Archivbild)

Berlin (epd). „Nomen est omen“: Mit einer bundesweiten Ausstellung will die evangelische Kirche zum Nachdenken über Namen anregen. Die Reihe unter dem Titel „Bei Deinem Namen genannt: Maria und Nikolaus“ präsentiert auf Pappkartons Informationen zu den historischen Figuren Maria und Nikolaus sowie zur Namensgebung allgemein. Zu sehen ist die Ausstellung bundesweit in 32 Kirchen – pro Bundesland in je einer Marien- und einer Nicolaikirche. Rund zwei Drittel der beteiligten Kirchen sind evangelisch, ein Drittel katholisch.

Das Projekt ist Teil des Europäischen Kulturerbejahres 2018 unter dem Titel „Sharing Heritage“, das kulturelle Verbindungen in Europa deutlich machen will. Kultur sei immer ein Prozess des permanenten Austauschs und Dialogs, sagte der nationale Koordinator für das Kulturerbejahr, Uwe Koch. Das sei bislang zu wenig deutlich geworden. Das europäische Kulturerbe müsse einen anderen politischen Stellenwert bekommen, sagte er. 

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Schutz vor Kälte und Gewalt

Schutz vor Kälte und Gewalt

01.03.2018News

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©epd-Bild/Viola Falkenberg

Vivien Lehr (r.)berät eine Besucherin im „Frauenzimmer“ Bremen.

Bremen (epd). Sie holt sich einen Kaffee und setzt sich auf die vordere Stuhlkante. Die Jacke behält sie an, der Reißverschluss bleibt zu, die Mütze auf dem Kopf, der Rucksack auf dem Rücken. Im „Frauenzimmer“ in Bremen stört das nicht. Im „Tagestreff für wohnungslose und in Not geratene Frauen“ sind die Wände gelb und die Tulpen auf den Tischen noch frisch. Vor 15 Jahren wurde die Einrichtung am westlichen Rand der Innenstadt vom diakonischen Verein für Innere Mission eröffnet. Aktuell gehören auch 14 Übernachtungsplätze dazu.

Angst ums Wohlergehen

„Wenn am Nebentisch Männer sitzen würden, könnte man nicht so offen reden, nicht mal über Regelschmerzen“, sagt die Frau mit dem Rucksack. Margot Langer, ebenfalls Besucherin der Hilfseinrichtung, sitzt ihr gegenüber und versteht, wenn Frauen die Notunterkunft über dem Tagestreff kaum verlassen – „so, wie einige von Männern zugerichtet wurden“.

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Weltmissionskonferenz 2018 in Arusha: „Vom Geist bewegt“

Weltmissionskonferenz 2018 in Arusha: „Vom Geist bewegt“

28.02.2018News

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©Wikimedia Commons/Banja-Frans Mulder (CC BY 3.0)

Das Zentrum von Arusha mit dem Uhrenturm, der die Mitte zwischen zwischen Afrikas nördlichster Hauptstadt, Kairo, und der südlichsten, Kapstadt, markieren soll.

Etwa 800 Delegierte, Beobachter und weitere Teilnehmer werden zur 13. Weltmissionskonferenz (WMK) unter dem Titel „Vom Geist bewegt – zu verwandelnder Nachfolge berufen“ („Moving in the Spirit – Called to Transforming Discipleship“) vom 8. bis 13. März 2018 in Arusha, Tansania, zusammenkommen. Die „Kommission für Weltmission und Evangelisation – CWME“ organisiert diese wichtige missionarisch-ökumenische Konferenz des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) unter vier Gesichtspunkten: Als Beratung über Mission und Evangelisation in unserer Welt heute werden dazu über die Mitgliedskirchen des ÖRK hinaus Teilnehmende aus der Weltchristenheit und der weltweiten Missionsbewegung in ökumenischer Offenheit eingeladen, und das an einen Ort, der exemplarisch für das Geschehen auf dem Kontinent Afrika stehen soll. Teilnehmen werden auch rund 120 Studierende des parallel stattfindenden Global Ecumenical Theological Institute 2018 (GETI), weshalb es sich um ein von jungen Erwachsenen stark geprägtes Treffen handeln wird.

Aus Deutschland werden etwa 50 Personen nach Arusha reisen: als Delegierte von Missionswerken oder deutschen Mitgliedskirchen des ÖRK, als Beobachter oder Teilnehmende des GETI. Journalistinnen, Journalisten und weitere Gäste werden ebenfalls an der Konferenz teilnehmen.

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Wie die Kirche neue Kraft entwickelt

27.02.2018News

EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm gibt in einem Vortrag Anstöße zur Zukunft der evangelischen Kirche

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Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm wünscht sich von der evangelischen Kirche eine Erneuerung der eigenen Substanz. „Eine Kirche, die heute neue Kraft entwickeln will, muss eine geistlich gegründete Kirche sein“, sagte der Ratsvorsitzende laut Redemanuskript bei einem Vortrag in der Alten Kirche am Markt in Nordhorn. Kern der Identität von Kirche sei jene „radikale Liebe“ wie sie Jesus Christus verkörpere. Christen bräuchten den Mut, sich auch im Alltag als solche zu erkennen zu geben. Die Weitergabe der Botschaft des Evangeliums im Religionsunterricht und in evangelischen Kindergärten sei „eine Riesenchance, dem Traditionsabbruch im Hinblick auf das christliche Glaubenswissen etwas Wirksames entgegenzusetzen“.

In der pluralistischen Demokratie müsse Kirche eine öffentliche Rolle spielen und sich in der Zivilgesellschaft zur Anwältin der Schwachen und Benachteiligten machen. Dies sei kein Widerspruch zur Spiritualität, so Bedford-Strohm: „Wer fromm ist, muss auch politisch sein.“

Über traditionelle Milieus hinaus

Gottesdienste seien „weit unterschätzte Kraftquellen und Orte der Besinnung“. Hier wünscht sich Bedford-Strohm eine Pflege der gewachsenen Liturgie ebenso wie die Entwicklung neuer Formen, insbesondere für junge Menschen. Denn um zukunftsfähig zu sein, müsse die evangelische Kirche über ihre traditionellen Milieus hinaus attraktiv werden. „Der Punker muss im Gottesdienst genauso willkommen sein wie der Professor“, so Bedford-Strohm. „Die Armen müssen wenigstens in der Kirche teilhaben können, anstatt nur Objekte der Betreuung zu sein.“ Soziale Netzwerke wie Facebook sollten zum selbstverständlichen Teil kirchlicher Arbeit werden.

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Ökumenischer Aufruf zum Weltgebetstag der Frauen

Ökumenischer Aufruf zum Weltgebetstag der Frauen

27.02.2018News

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„Gottes Schöpfung ist sehr gut!“ Unter diesem Titel laden Christinnen in über 100 Ländern zum ökumenischen Weltgebetstag der Frauen ein. Er wird am Freitag, den 2. März 2018, gefeiert. Die Gebete, Texte und Lieder stammen in diesem Jahr von Frauen aus dem südamerikanischen Surinam. Die Schöpfungserzählung aus dem Buch Genesis steht im Mittelpunkt des ökumenischen Gottesdienstes. Das Schwerpunktland Surinam ist noch fast vollständig mit Regenwald bedeckt und hat eine reiche Flora und Fauna. Doch die Abholzung der Wälder, illegale Goldminen und ein steigender Meeresspiegel bedrohen die Lebensräume von Pflanzen, Tieren und Menschen.

Die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) begrüßen das Engagement für Surinam und rufen die Gemeinden zur Beteiligung auf: „Der diesjährige Weltgebetstag erinnert besonders eindrücklich an unser aller Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung“, erklären dazu die Vizepräsidentin des Kirchenamtes der EKD, Bischöfin Petra Bosse-Huber, und der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Vorsitzende der Pastoralkommission, Bischof Franz-Josef Bode.

„In der Bewegung des Weltgebetstags treffen eine tiefe Spiritualität und der leidenschaftliche Einsatz für die Anliegen von Frauen und Mädchen weltweit zusammen“, erläutert Bischöfin Bosse-Huber. „Wir danken allen ökumenischen Frauengruppen, die sich auch in Deutschland leidenschaftlich für die Anliegen von Frauen und Mädchen stark machen. Mit ihren Gebeten, ihrem ehrenamtlichen Engagement und ihren Kollekten leisten sie einen wichtigen Beitrag für Frauenrechte in Kirche und Gesellschaft.“

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Deutscher Pfarrer leitet Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa

Deutscher Pfarrer leitet Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa

26.02.2018News

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Wien/Warschau (epd). Der Rat der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) hat auf seiner Sitzung in Warschau Pfarrer Mario Fischer zum neuen Generalsekretär gewählt. Mit Fischer werde die Position des Generalsekretärs erstmals hauptamtlich besetzt, teilte die GEKE mit.

Fischer, geboren 1976 in Darmstadt, ist Pfarrer der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Nach dem Studium der Theologie und Philosophie in Mainz, Marburg, Rom und München wurde er mit einer Arbeit über die Bedeutung religiöser Erfahrung in der Religionsphänomenologie des frühen Philosophen Martin Heidegger (1889-1976) promoviert. Als Vikar und Pfarrer war Fischer in verschiedenen Gemeinden des Rhein-Main-Gebiets tätig.

2010 arbeitete Fischer als Sondervikar in der GEKE-Geschäftsstelle in Wien, seit 2016 ist er deren Büroleiter. Er folgt Generalsekretär Michael Bünker nach, der aus Altersgründen nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung stand.

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Religion in Zeiten von Fake News

Religion in Zeiten von Fake News

26.02.2018News

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©epd-Bild/Philipp Reiss

Heinrich Bedford-Strohm (r.) und sein Sohn Jonas saßen in Hamburg gemeinsam auf dem Podium.

Hamburg (epd). 800 angemeldete Gäste haben eine zweitägige Konferenz zum Thema „Die Zukunft der Religion“ in Hamburg besucht. Die Diskussionen, Vorträge und Lesungen in der Hauptkirche St. Petri und der Bucerius Law School mit teils prominenten Gästen wurden von der „Zeit“-Stiftung organisiert. In vier Themenblöcken ging es um den Umgang der heutigen Gesellschaft mit den verschiedenen Religionen.

„Eine diskursfreundliche Demokratie verträgt meiner Meinung nach jede Menge Religion“, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) am Eröffnungsabend, der unter der Leitfrage „Wozu noch Religion, wenn es auch ohne geht?“ stand. Zu mehr „digitaler Zivilcourage“ rief der Journalist und Internet-Experte Jonas Bedford-Strohm auf. In Zeiten von Fake News und Hate Speech gelte es, das Gute an der Digitalisierung wieder mehr zu betonen, sagte der Sohn des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm.

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Diakonie-Präsident: Tafeln sind keine Antwort auf strukturelle Armut

Berlin (epd). Nach der Kritik am Aufnahmestopp für Ausländer an der Essener Tafel fordert Diakonie-Präsident Ulrich Lilie mehr Anstrengungen im Kampf gegen die Armut in Deutschland. Die Vorgänge in Essen seien „auch ein klares Indiz für Versäumnisse in der Politik“, sagte der Chef des evangelischen Wohlfahrtverbandes am 24. Februar dem Deutschlandfunk Kultur.

Die Tafeln seien eine „wunderbare Bewegung“, die an vielen Stellen Not lindern, so Lilie: Sie seien aber „keine Antwort auf das strukturelle Armutsproblem in Deutschland“. Bundesweit gibt es rund 940 Tafeln, die überschüssige Lebensmittel sammeln und damit regelmäßig bis zu 1,5 Millionen Menschen versorgen.

Lilie: „Wir müssen darüber reden, wie wir mit Armut strukturell umgehen wollen, wie wir die Hartz-IV-Sätze besser machen.“ Die Regelsätze müssten dringend angepasst werden, mahnte Lilie. In Städten mit einer relativ hohen Zahl an Bedürftigen kämen zudem nun noch Flüchtlinge hinzu. Daher zeige sich hier auch ein Integrationsproblem.

Lilie fordert einen neuen Ansatz zur Armutsbekämpfung in Deutschland

Zu den Vorgängen in Essen sagte Lilie, er wolle von außen keine Ratschläge geben. Die Entscheidung bezeichnete er als „unglücklich“. Er wäre sinnvoll gewesen, man hätte sich vorher Beratung geholt, etwa vom Sozialdezernenten der Stadt. Eine solche Abstimmung hätte die Situation wohl entschärft.

Lilie forderte insgesamt einen neuen Ansatz zur Armutsbekämpfung in Deutschland. Ein Mittel dazu seien zum Beispiel kommunale Runde Tische. Wo in dieser Form mehr Austausch zwischen den Trägern stattfinde, gebe es oft weniger Probleme. Zudem bestehe ein hoher Abstimmungsbedarf mit der Politik.

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Junge Helden in der Smartphone-Welt

Auch Mina Sahovic (14) aus Frankfurt hat die Bremse gezogen. Und zwar nicht nur für die Fastenzeit – sie hat überhaupt alle sozialen Medien bis auf WhatsApp gelöscht. „Es war für mich wie eine Befreiung“, erzählt sie. Zuvor sei Instagram ihre Lieblings-App gewesen, zum Teilen von Bildern und Videos. Aber dann habe sie es nicht mehr gut gefunden, sich ständig mit Schönheiten zu vergleichen. Außerdem habe es sie gestört, viele Nachrichten zu bekommen von Personen, die sie gar nicht kannte. „Ich habe zu viel Zeit damit verbraucht“, sagt sie.

Mit ihrer Erkenntnis will sie anderen helfen: Mina hat sich zur „digitalen Heldin“ ausbilden lassen und führt Fünf- und Sechsklässler in den bewussten Gebrauch des Smartphones ein. Organisiert wird das vom Unternehmen „Digitale Helden“, einer gemeinnützigen GmbH mit sechs hauptberuflichen Mitarbeitern, die vor fünf Jahren in Frankfurt am Main gestartet ist und mit rund 100 Schulen zusammenarbeitet.

Medienkompetenz von Schüler zu Schüler

Es geht um Medienkompetenz von Schüler zu Schüler. In einem zweijährigen Onlinekurs trainieren sie an jeder Schule eine Arbeitsgruppe von zwei Lehrkräften und sechs bis zehn Schülern aus der achten und neunten Klasse. Diese geben als Multiplikatoren ihr Wissen dann an jüngere Schüler weiter und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. In Frankfurt haben sich Anfang Februar 60 „digitale Helden“ zum Erfahrungsaustausch getroffen.

Mina stellt mit einer Freundin eine Präsentation über WhatsApp vor, die sie für den Klassenbesuch vorbereitet hat. „Kennst Du das auch, dass Du nicht gleich antwortest und dann sofort die Nachricht kriegst: Sind wir keine Freunde mehr?“, fragt ein Mädchen. Ein Junge hat täglich unverständliche Nachrichten bekommen. Mina erklärt, wie man auf WhatsApp Absender blockiert und Datenschutz-Einstellungen vornimmt.

Erste Hilfe bei Konflikt- und Notfällen

Auch in Konfliktfällen helfen die „digitalen Helden“: Emily (16) aus Bad Nauheim musste in so einem Fall eingreifen: In einer sechsten Klasse sei ein Video über eine halbnackte Klassenkameradin kursiert. Die „digitalen Helden“ hätten auf Bitte der Betroffenen mit der Klasse gesprochen und erreicht, dass die Schüler das Video löschten. Die Betroffene habe zugestimmt, dass ein Lehrer hinzugezogen wurde.

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Gespräche über Gott und die Welt

Gespräche über Gott und die Welt

23.02.2018News

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©Thomas Weber

Deutsche Athleten bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea.

„Was? Das haben wir gar nicht gewusst, dass auch zwei Pfarrer die Mannschaft begleiten.“ Viele sind erstaunt, wenn wir uns als Seelsorger vorstellen. Pfarrer am Rande des olympischen Großereignisses anzutreffen, scheint etwas Außergewöhnliches zu sein. Und unsere Begegnungen sind tatsächlich vielfältig.

Zum deutschen Olympiateam gehören ja im weiteren Sinn nicht nur die 400 Sportlerinnen und Sportler, Trainer, Betreuer, Ärzte, Physiotherapeuten und Offiziellen, sondern eigentlich auch die mitgereisten Familienangehörigen, die Fans (allerdings sind es in Südkorea nicht sehr viele) und Journalisten. Dabei sind wir nicht nur Ansprechpartner im Hintergrund, sondern hören auch aus erster Hand, welche Bedeutung christlicher Glaube und Kirche im Leben der Menschen spielen oder auch nicht. Durch uns bekommen die Kirchen hier vor Ort ein Gesicht.

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Protestantismus in Deutschland würdigt Billy Graham

Protestantismus in Deutschland würdigt Billy Graham

23.02.2018News

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©epd-Bild/Norbert Neetz

Billy Graham 1993 bei einer Veranstaltung in Deutschland.

Protestanten in Deutschland haben die missionarische Leistung des verstorbenen US-Baptistenpredigers Billy Graham gewürdigt. Thies Gundlach, theologischer Vizepräsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sagte: „Mit Billy Graham ist am Mittwoch einer der bekanntesten Prediger des 20. Jahrhunderts gestorben. Auch im deutschen Protestantismus hat Graham mit seinen Predigten und den von ihn geprägten Veranstaltungen viele Menschen für die Botschaft des Evangeliums begeistert.  Die Evangelische Kirche ist dankbar für seine Rolle in der ökumenischen Verständigung und seinen Einsatz für die Weitergabe des christlichen Glaubens.“

Graham habe unzweifelhaft nicht nur weltweit, sondern gerade auch in Deutschland viele Spuren hinterlassen, erklärte auch die theologisch konservative Deutsche Evangelische Allianz am 21. Februar im thüringischen Bad Blankenburg. Graham habe seit den 50-er Jahren auch Tausende Deutsche zum christlichen Glauben geführt.

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Reformationstag wird neuer Feiertag in Schleswig-Holstein

Kiel (epd). Der Reformationstag (31. Oktober) ist künftig in Schleswig-Holstein ein arbeitsfreier Feiertag. Das beschloss der Kieler Landtag am 22. Februar mit großer Mehrheit. Für den zusätzlichen Feiertag stimmten Abgeordnete von CDU, SPD, Grünen und AfD. In Hamburg, Bremen und Niedersachsen wird ebenfalls über einen weiteren Feiertag diskutiert. Der Reformationstag verschaffe einem bedeutendem Ereignis die angemessene Aufmerksamkeit, sagte CDU-Fraktionschef Tobias Koch. Der neue schul- und arbeitsfreie Tag sei kein „Deckmantel für mehr Freizeit“, sondern künftig ein „verbindendes Element für den norddeutschen Raum“.

Die historischen und kulturellen Wurzeln vergegenwärtigen

Der Reformationstag biete die Gelegenheit, „die historischen und kulturellen Wurzeln unseres gesellschaftlichen Miteinanders und Zusammenlebens in Freiheit, Würde und Demokratie zu vergegenwärtigen“, sagte der Nordkirchen-Bischof Gothart Magaard (Schleswig). „Gemeinsam möchten wir dabei auch danach fragen, welche Impulse der Erneuerung wir heute für unsere Kirche und unsere Gesellschaft brauchen“, erklärte der evangelische Theologe.

Der katholische Erzbischof Stefan Heße zeigte sich hinggegen irritiert darüber, „dass gerade im politischen Raum offensichtlich keine Zeit war, um sich mit den unterschiedlichen Ansichten zu diesem Thema auseinanderzusetzen und eine breite gesellschaftliche Diskussion herbeizuführen“. Er akzeptiere aber die Entscheidung des Parlaments, einen evangelisch-lutherischen Feiertag besonders zu schützen.

Alle Parteien befürworteten einen zusätzlichen Feiertag

Vorausgegangen waren monatelange Diskussionen. Alle Parteien befürworteten schnell einen zusätzlichen Feiertag, waren sich aber über das Datum nicht einig. Die FDP hatte lange den 23. Mai als „Tag des Grundgesetzes“ favorisiert, grundsätzlich sahen die Liberalen keine zwingende Notwendigkeit für einen neuen Feiertag. Die Grünen nannten den Weltfrauentag am 8. März als Wunschtermin. Schließlich setzte sich auch in der Jamaika-Koalition der Wille nach einer gemeinsamen norddeutschen Lösung mit dem Reformationstag durch, für die zuvor schon Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) geworben hatte und die auch von der AfD getragen wird.

Diskussion auch in weiteren Bundesländern

Die Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachen hatten sich Anfang Februar auf eine gemeinsame Linie zu einem zusätzlichen Feiertag verständigt und dabei für den 31. Oktober plädiert. Die Bremische Bürgerschaft sprach sich am 21. Februar in erster Lesung für diesen Tag aus. Die Hamburgische Bürgerschaft hat das Thema am 28. Februar auf der Tagesordnung. Lediglich in Niedersachsen wird in den Fraktionen noch intensiv diskutiert, so dass ein Termin für eine Entscheidung noch nicht feststeht.  Ein Grund für die Initiative der Nordländer ist das Ungleichgewicht der Anzahl der Feiertage in Nord- und Süddeutschland. Niedersachsen und Bremen gehören mit Hamburg, Berlin und Schleswig-Holstein zu den Ländern mit nur neun Feiertagen. Bayern hat hingegen 13 Feiertage, Baden-Württemberg zwölf.

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Verbunden im Gebet

Verbunden im Gebet

23.02.2018News

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©Weltgebetstag/Heiner Heine

Das surinamische Komitee des Weltgebetstags.

„Bald ist es soweit und am Freitag, 2. März wird rund um den Erdball der Weltgebetstag 2018 gefeiert. Als diesjähriges Schwerpunktland sind wir in Surinam sehr aufgeregt und zugleich geehrt, im Fokus all eurer Gebete stehen zu dürfen“, schreiben die Frauen des surinamischen Weltgebetstagskomitees.

Der Weltgebetstag wird jedes Jahr von christlichen Frauen aus einem anderen Land vorbereitet und am ersten Freitag im März in mehr als 120 Ländern rund um den Globus gefeiert. Glaube, Gebet und Handeln für eine gerechte Welt gehören in der weltweit größten ökumenischen Frauenbewegung untrennbar zusammen. In diesem Jahr kommen die Gebete, Texte und Lieder aus dem südamerikanischen Surinam. Unter dem Thema „Gottes Schöpfung ist sehr gut!“ laden Frauen in mehr als 120 Ländern zu ökumenischen Gottesdiensten ein.

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EKD begrüßt Votum katholischer Bischöfe zum Abendmahl

EKD begrüßt Votum katholischer Bischöfe zum Abendmahl

22.02.2018News

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Hannover (epd). Die evangelische Kirche hat den Schritt der katholischen Bischöfe hin zu einem gemeinsamen Abendmahl konfessionsverschiedener Ehepaare begrüßt. Dies markiere nicht nur einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg der Ökumene, erklärte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, in Hannover. Es stelle auch für Menschen, „die nicht nur ihren Glauben an Jesus Christus, sondern auch ihr Leben miteinander teilen“, eine echte Erleichterung dar, sagte er. Zum Abschluss der Frühjahrskonferenz der katholischen Deutschen Bischofskonferenz hatte deren Vorsitzender Reinhard Marx eine Handreichung angekündigt, die die gemeinsame Teilnahme an der Eucharistiefeier für Ehepaare, bei denen ein Partner katholisch und der andere evangelisch ist, möglich macht. Priester sollen dies im Einzelfall beurteilen. Das Verständnis des Abendmahls ist nach wie vor einer der größten Unterschiede zwischen Katholiken und Protestanten. An katholischen Abendmahlfeiern dürfen bislang in der Regel nur Katholiken teilnehmen.

Das Abendmahl ist von zentraler Bedeutung

„Die Entscheidung macht deutlich, dass das Bedürfnis konfessionsverbindender Ehepaare, gemeinsam an den Tisch des Herrn treten zu können, von der Bischofskonferenz gehört und gewürdigt wird“, sagte Bedford-Strohm. Der bayerische Landesbischof ergänzte, die evangelische Kirche hoffe weiterhin darauf, dass eine Teilnahme konfessionsverschiedener Paare auch am evangelischen Abendmahl möglich gemacht werde. Dies wird bislang von der katholischen Seite untersagt. Das Abendmahl ist im Christentum von zentraler Bedeutung. Der Streit um das Verständnis des Abendmahls reicht in die Zeit der Reformation zurück. Dabei geht es unter anderem um die Bedeutung der Elemente Brot und Wein und darum, wer das Sakrament verwalten darf. Aus evangelischer Sicht sind alle getauften Christen zum Abendmahl zugelassen.

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