Evangelische Friedenskirche

Informationen und Eindrücke aus unserer Gemeinde

Wochenend-Tipps: Versteigerung alter Gütermann-Nähschränke, Barocktänze, Tag der Architektur, Kindermusical „Wie schön war die Stadt Ninive…“ und ein schwedischer Trollchor

Versteigerung alter Näh- und Knopfschränke von GütermannSommerfest mit großem Flohmarkt in RaderthalMit einem großen Flohmarkt feiert die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Raderthal ihr diesjähriges Sommerfest am Sonntag, 24. Juni,  auf dem Parkplatzgelände an der Albert-Schweitzer-Straße 5. Nach einem Welcome-Gottesdienst in der Philippuskirche, der um 10.30 Uhr beginnt, können die Besucherinnen und Besucher in den „Schätzen“ aus vielen Kellern, Schränken und Speichern stöbern. Zum Programm des Sommerfestes gehört auch die Versteigerung alter Näh- und Knopfschränke von Gütermann, die sich im Gemeindebesitz befinden – und jetzt auf Liebhaber warten. Für das leibliche Wohl werden Würstchen, Getränke, Kaffee und Kuchen angeboten.Kontakt: Evangelische Philippus-Kirchengemeinde Köln-Raderthal, Telefon 0221/38 14 16, www.kirche-raderthal.de

Tag der Architektur am 23. und 24. JuniKirchen und Gemeindezentren in Bedburg und Niederaußem öffnenAm Wochenende, Samstag und Sonntag, 23. Juni und 24. Juni, findet in Nordrhein-Westfalen (NRW) der Tag der Architektur unter dem Motto „Architektur bleibt“ statt. 254 Objekte wurden von der Architektenkammer NRW ausgewählt, die an diesem Tag ihre Türen öffnen und ihre architektonischen Besonderheiten einem breiten Publikum zeigen. Dazu gehören auch zwei Kirchen und Gemeindezentren der Evangelischen Kirchengemeinde Bedburg-Niederaußem-Glessen. Die Friedenskirche Bedburg, Langemarckstraße 26, mit ihrer überzeugenden Akustik ist von 10 bis 12 Uhr geöffnet und die Erlöserkirche Niederaußem, Oberaußemer Straße 80, mit der großen Altar-Fensterwand von 14 bis 16 Uhr. In dieser Zeit werden halbstündlich Führungen durch die Kirchen und die angrenzenden Gemeindezentren angeboten.Kontakt: Pfarrer Matthias Bertenrath, Telefon 02272/40 84 20, www.kirche-bedburg.de

Ilona Schmidt tanzt solistische BarocktänzeEinladung in die Matthäuskirche LindenthalZur Veranstaltung „Musik und Tanz im Barock“ am Samstag, 23. Juni, 17 Uhr, lädt Kirchenmusikerin Ursula Döll alle an Musik interessierten Menschen in die Matthäuskirche in Köln-Lindenthal, Dürener Straße 83, ein.  Zur Barockmusik tanzt Ilona Schmidt solistische Barocktänze nach Tanzsätzen von Johann Sebastian Bach. Am Klavier wird sie  von Kantorin Ursula Döll begleitet. Der Eintritt ist frei.Kontakt: Kantorin Ursula Döll, Telefon 02247/90 09 04, www.kirche-lindenthal.de

„Wie schön war die Stadt Ninive…“Kinderchormusical in Köln-BayenthalDas  Kinderchormusical „Wie schön war die Stadt Ninive…“ wird am Sonntag, 24. Juni, 16 Uhr, im Martin-Luther-Haus an der Reformationskirche, Mehlemer Straße 29, in Köln-Bayenthal aufgeführt. Das Stück von Klaus-Peter Hertzsch und Detlev Schöner wird vom neu gegründeten Evangelischen Kirchenchor Bayenthal unter der Leitung von Samuel Dobernecker gesungen.Kontakt: Samuel Dobernecker, Telefon 0177/465 18 15, www.kirche-bayenthal.de

Schwedische Chormusik mit dem TrollchorJubiläumskonzert in Köln-StammheimDer schwedische Trollchor gibt am Freitag, 22. Juni, 19.30 Uhr, anlässlich seines 20-jährigen Bestehens ein Konzert in der Immanuel-Kirche Stammheim, Bonhoefferstraße 10.  Die Leitung hat Christian Letschert-Larsson. Im Anschluss wird ein Mittsommernachtsfest mit Leckereien vom Grill gefeiert. Der Eintritt ist frei. „De tokiga trollen“ ist ein A-Capella-Chor aus Leverkusen-Schlebusch, der sich für den schwedischen Chorgesang begeistert: Mit gemischten Stimmen, gemischten Geburtsjahren und gemischten Musikrichtungen – wie sie von sich selbst sagen.Kontakt: Pfarrer Thomas Fresia, Telefon 0221/66 22 32, www.brueckenschlag-gemeinde.de

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Stellungnahme der ACK Köln zum sogenannten „Kommunionstreit“ in der Ökumene – und eine Einladung zum ökumenischen Gottesdienst mit Tauferinnerung im Baptisterium

Beieinander bleiben und weitergehen.Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln zum sogenannten „Kommunionstreit“ in der Ökumene:

„Das Reformationsjahr 2017 hat die Kirchen weltweit auf Jesus Christus als den Ursprung unseres Glaubens ausgerichtet. Nicht die Spaltung der Kirchen wurde gefeiert, sondern der gemeinsame Glaube an Jesus Christus, den die Reformatoren auf der Grundlage der biblischen Schriften neu belebt haben. Auch in Köln haben wir uns zu diesem Anlass vor einem Jahr am altchristlichen Baptisterium zu einem ökumenischen Tauferinnerungs-Gottesdienst versammelt. Vor dem dreieinigen Gott haben wir uns verpflichtet, Gebet, Lehre und Handeln im Geist der ökumenischen Geschwisterlichkeit immer wieder zu überprüfen und zu erneuern.

Nun nehmen wir mit Sorge die Auseinandersetzung um die eucharistische Gastfreundschaft für konfessionsverbundene Ehepaare wahr, die vor allem die römisch-katholische und die evangelische Kirche betrifft und auch belastet.

In der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln treffen Kirchen aus allen Konfessionsfamilien zusammen, die im Blick auf das Verständnis des Wortgottesdienstes und der Eucharistie bzw. des Abendmahls unterschiedliche Traditionen mitbringen. Gerade diese Vielfalt hilft uns sehr, in einem „Austausch der Gaben“ voneinander zu lernen.

Die Auslegung des Wortes Gottes in der gottesdienstlichen Predigt ist ein Schatz der Reformation, der heute in alle Kirchen hineinstrahlt. Die Bibel als Quelle und Norm unseres Redens von Gott ist zugleich Herausforderung für alle pastoralen Aufbrüche in unseren Kirchen.

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Stellungnahme der ACK Köln zum sogenannten „Kommunionstreit“ in der Ökumene – und eine Einladung zum ökumenischen Gottesdienst mit Tauferinnerung im Baptisterium

Beieinander bleiben und weitergehen.Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln zum sogenannten „Kommunionstreit“ in der Ökumene:

„Das Reformationsjahr 2017 hat die Kirchen weltweit auf Jesus Christus als den Ursprung unseres Glaubens ausgerichtet. Nicht die Spaltung der Kirchen wurde gefeiert, sondern der gemeinsame Glaube an Jesus Christus, den die Reformatoren auf der Grundlage der biblischen Schriften neu belebt haben. Auch in Köln haben wir uns zu diesem Anlass vor einem Jahr am altchristlichen Baptisterium zu einem ökumenischen Tauferinnerungs-Gottesdienst versammelt. Vor dem dreieinigen Gott haben wir uns verpflichtet, Gebet, Lehre und Handeln im Geist der ökumenischen Geschwisterlichkeit immer wieder zu überprüfen und zu erneuern.

Nun nehmen wir mit Sorge die Auseinandersetzung um die eucharistische Gastfreundschaft für konfessionsverbundene Ehepaare wahr, die vor allem die römisch-katholische und die evangelische Kirche betrifft und auch belastet.

In der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln treffen Kirchen aus allen Konfessionsfamilien zusammen, die im Blick auf das Verständnis des Wortgottesdienstes und der Eucharistie bzw. des Abendmahls unterschiedliche Traditionen mitbringen. Gerade diese Vielfalt hilft uns sehr, in einem „Austausch der Gaben“ voneinander zu lernen.

Die Auslegung des Wortes Gottes in der gottesdienstlichen Predigt ist ein Schatz der Reformation, der heute in alle Kirchen hineinstrahlt. Die Bibel als Quelle und Norm unseres Redens von Gott ist zugleich Herausforderung für alle pastoralen Aufbrüche in unseren Kirchen.

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„Was Sie hier gerade tun, ist das Bestmögliche“ - Frauenrechtsdelegation aus Honduras besuchte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

„Was Sie hier gerade tun, ist das Bestmögliche“ - Frauenrechtsdelegation aus Honduras besuchte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Sie kämpfen gegen die Ermordung von Frauen. Gegen Verstümmelung und Missbrauch. Sie setzen sich ein für die Selbstbestimmung von Menschen und für einen respektvollen Umgang miteinander. Dafür wurde die Frauenrechtsorganisation „Visitación Padilla“ am 8. Juni vom Kirchenkreis Köln-Mitte mit der Pfarrer-Georg-Fritze-Gedächtnisgabe geehrt. Bereits am 4. Juni ist eine Delegation aus Honduras nach Deutschland gekommen, um den mit 10.000 Euro dotierten Preis entgegenzunehmen. Bis gestern tourten die vier Frauen durch Köln und die Region und lernten Land und Leute kennen. Vor ein paar Tagen etwa besuchte die Gruppe das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Bonn.

„Informieren Sie. Geben Sie uns Rückmeldung, wie die tatsächliche Situation in Ihrem Land ist“, ermunterte Barbara Schulz-Hönerhoff vom Referat „Regionale Entwicklungspolitik, Mittelamerika, Karibik“ des BMZ am vergangenen Montag die Delegation aus Honduras. „Das ist das Beste, was Sie tun können. Ihre Arbeit ist wichtig und wertvoll!“ Die vier Frauenrechtlerinnen nutzten die Gelegenheit, sich intensiv mit dem Referat darüber auszutauschen, in welchen Bereichen die Missstände in ihrem Land dringend noch mehr Unterstützung und Hilfe von außen erforderlich machen.

Viele Gewalttäter gehen straffrei aus„Laut Regierungsstimmen ist die Frauenmordrate in Honduras gesunken – faktisch werden lediglich die Statistiken manipuliert und die Taten allgemein dem Delikt „gewaltsamer Tod“ zugeordnet“, berichtete Merly Clereth Eguigure Borjas, Nationalkoordinatorin von Visitación Padilla. Die „sichtbare“ Zahl der Femizide verringert sich damit. Visitación Padilla macht sich bereits seit 34 Jahren für den Schutz und die Stärkung der Menschenrechte für Frauen stark. Das langsame und oft ganz fehlende Mahlen der Justizmühlen ist in ihren Augen eines der größten Probleme. „Im vergangenen Jahr sind 383 Frauen umgebracht worden, Urteile gab es aber nur 30, ohne entsprechendes Strafmaß oder Entschädigungen für die Familien“, erklärte sie. Über die Hälfte aller Fälle kommt nicht einmal zur Anklage und wenn, dauert es Monate. Sozialarbeiterin Cristina del Carmen Alvarado Lara fasste die Signalwirkung treffend zusammen: „Gewalttaten gegen Frauen genießen bei den Behörden alles andere als Priorität.“

4.000 Hilferufe jeden MonatBestätigt und ergänzt wurden ihre Berichte von Ana Raquel Lopez Paz und Karla Rosario Erazo Vasquez, beide Mitarbeiterinnen der honduranischen Entwicklungsorganisation Comisión de Acción Social Menonita (CASM). Den Kirchenkreis Köln-Mitte und sie verbindet seit Ende 2015 eine Projektpartnerschaft. Korruption der Behörden, mangelndes Interesse von Seiten der Justiz und Beschneidung des weiblichen Selbstbestimmungsrechts bereiten beiden Organisationen große Sorge. „Hilfen erreichen einfach nicht zuverlässig genug ihr Ziel, und Menschenrechtler werden sogar kriminalisiert und bedroht, weil sie für Unruhe sorgen“, kritisieren sie. Wie verzweifelt gleichzeitig ein Großteil der weiblichen Bevölkerung ist, zeigen unzählige Fälle von gefährdeten Frauen: Bei der von Visitación Padilla eingerichteten Telefonhilfe, unter der Gewalttaten gemeldet und Rat eingeholt werden können, gehen monatlich über 4.000 Anrufe ein.

Das Bild der Kirche neu prägenDie Rolle der Kirche in Honduras sehen die beiden Organisationen der Abgesandten aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Wo es um Frauenrechte geht, steht man sich gegnerisch gegenüber. Gleichzeitig sieht CASM die Gemeinden als Chance, Menschen direkt zu erreichen. Grundsätzlich ist Dr. Anna Quaas, Pfarrerin an der Kartäuserkirche, froh, mit der Arbeit des Kirchenkreises Köln-Mitte ein ganz anderes, positives Beispiel bieten zu können: „Wir möchten zeigen, dass Kirche nicht repressiv sein muss, sondern dass man sich hier um die Menschen kümmert.“

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„Was Sie hier gerade tun, ist das Bestmögliche“ - Frauenrechtsdelegation aus Honduras besuchte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

„Was Sie hier gerade tun, ist das Bestmögliche“ - Frauenrechtsdelegation aus Honduras besuchte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Sie kämpfen gegen die Ermordung von Frauen. Gegen Verstümmelung und Missbrauch. Sie setzen sich ein für die Selbstbestimmung von Menschen und für einen respektvollen Umgang miteinander. Dafür wurde die Frauenrechtsorganisation „Visitación Padilla“ am 8. Juni vom Kirchenkreis Köln-Mitte mit der Pfarrer-Georg-Fritze-Gedächtnisgabe geehrt. Bereits am 4. Juni ist eine Delegation aus Honduras nach Deutschland gekommen, um den mit 10.000 Euro dotierten Preis entgegenzunehmen. Bis gestern tourten die vier Frauen durch Köln und die Region und lernten Land und Leute kennen. Vor ein paar Tagen etwa besuchte die Gruppe das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Bonn.

„Informieren Sie. Geben Sie uns Rückmeldung, wie die tatsächliche Situation in Ihrem Land ist“, ermunterte Barbara Schulz-Hönerhoff vom Referat „Regionale Entwicklungspolitik, Mittelamerika, Karibik“ des BMZ am vergangenen Montag die Delegation aus Honduras. „Das ist das Beste, was Sie tun können. Ihre Arbeit ist wichtig und wertvoll!“ Die vier Frauenrechtlerinnen nutzten die Gelegenheit, sich intensiv mit dem Referat darüber auszutauschen, in welchen Bereichen die Missstände in ihrem Land dringend noch mehr Unterstützung und Hilfe von außen erforderlich machen.

Viele Gewalttäter gehen straffrei aus„Laut Regierungsstimmen ist die Frauenmordrate in Honduras gesunken – faktisch werden lediglich die Statistiken manipuliert und die Taten allgemein dem Delikt „gewaltsamer Tod“ zugeordnet“, berichtete Merly Clereth Eguigure Borjas, Nationalkoordinatorin von Visitación Padilla. Die „sichtbare“ Zahl der Femizide verringert sich damit. Visitación Padilla macht sich bereits seit 34 Jahren für den Schutz und die Stärkung der Menschenrechte für Frauen stark. Das langsame und oft ganz fehlende Mahlen der Justizmühlen ist in ihren Augen eines der größten Probleme. „Im vergangenen Jahr sind 383 Frauen umgebracht worden, Urteile gab es aber nur 30, ohne entsprechendes Strafmaß oder Entschädigungen für die Familien“, erklärte sie. Über die Hälfte aller Fälle kommt nicht einmal zur Anklage und wenn, dauert es Monate. Sozialarbeiterin Cristina del Carmen Alvarado Lara fasste die Signalwirkung treffend zusammen: „Gewalttaten gegen Frauen genießen bei den Behörden alles andere als Priorität.“

4.000 Hilferufe jeden MonatBestätigt und ergänzt wurden ihre Berichte von Ana Raquel Lopez Paz und Karla Rosario Erazo Vasquez, beide Mitarbeiterinnen der honduranischen Entwicklungsorganisation Comisión de Acción Social Menonita (CASM). Den Kirchenkreis Köln-Mitte und sie verbindet seit Ende 2015 eine Projektpartnerschaft. Korruption der Behörden, mangelndes Interesse von Seiten der Justiz und Beschneidung des weiblichen Selbstbestimmungsrechts bereiten beiden Organisationen große Sorge. „Hilfen erreichen einfach nicht zuverlässig genug ihr Ziel, und Menschenrechtler werden sogar kriminalisiert und bedroht, weil sie für Unruhe sorgen“, kritisieren sie. Wie verzweifelt gleichzeitig ein Großteil der weiblichen Bevölkerung ist, zeigen unzählige Fälle von gefährdeten Frauen: Bei der von Visitación Padilla eingerichteten Telefonhilfe, unter der Gewalttaten gemeldet und Rat eingeholt werden können, gehen monatlich über 4.000 Anrufe ein.

Das Bild der Kirche neu prägenDie Rolle der Kirche in Honduras sehen die beiden Organisationen der Abgesandten aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Wo es um Frauenrechte geht, steht man sich gegnerisch gegenüber. Gleichzeitig sieht CASM die Gemeinden als Chance, Menschen direkt zu erreichen. Grundsätzlich ist Dr. Anna Quaas, Pfarrerin an der Kartäuserkirche, froh, mit der Arbeit des Kirchenkreises Köln-Mitte ein ganz anderes, positives Beispiel bieten zu können: „Wir möchten zeigen, dass Kirche nicht repressiv sein muss, sondern dass man sich hier um die Menschen kümmert.“

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„Was Sie hier gerade tun, ist das Bestmögliche“ - Frauenrechtsdelegation aus Honduras besuchte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Sie kämpfen gegen die Ermordung von Frauen. Gegen Verstümmelung und Missbrauch. Sie setzen sich ein für die Selbstbestimmung von Menschen und für einen respektvollen Umgang miteinander. Dafür wurde die Frauenrechtsorganisation „Visitación Padilla“ am 8. Juni vom Kirchenkreis Köln-Mitte mit der Pfarrer-Georg-Fritze-Gedächtnisgabe geehrt. Bereits am 4. Juni ist eine Delegation aus Honduras nach Deutschland gekommen, um den mit 10.000 Euro dotierten Preis entgegenzunehmen. Bis gestern tourten die vier Frauen durch Köln und die Region und lernten Land und Leute kennen. Vor ein paar Tagen etwa besuchte die Gruppe das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Bonn.

„Informieren Sie. Geben Sie uns Rückmeldung, wie die tatsächliche Situation in Ihrem Land ist“, ermunterte Barbara Schulz-Hönerhoff vom Referat „Regionale Entwicklungspolitik, Mittelamerika, Karibik“ des BMZ am vergangenen Montag die Delegation aus Honduras. „Das ist das Beste, was Sie tun können. Ihre Arbeit ist wichtig und wertvoll!“ Die vier Frauenrechtlerinnen nutzten die Gelegenheit, sich intensiv mit dem Referat darüber auszutauschen, in welchen Bereichen die Missstände in ihrem Land dringend noch mehr Unterstützung und Hilfe von außen erforderlich machen.

Viele Gewalttäter gehen straffrei aus„Laut Regierungsstimmen ist die Frauenmordrate in Honduras gesunken – faktisch werden lediglich die Statistiken manipuliert und die Taten allgemein dem Delikt „gewaltsamer Tod“ zugeordnet“, berichtete Merly Clereth Eguigure Borjas, Nationalkoordinatorin von Visitación Padilla. Die „sichtbare“ Zahl der Femizide verringert sich damit. Visitación Padilla macht sich bereits seit 34 Jahren für den Schutz und die Stärkung der Menschenrechte für Frauen stark. Das langsame und oft ganz fehlende Mahlen der Justizmühlen ist in ihren Augen eines der größten Probleme. „Im vergangenen Jahr sind 383 Frauen umgebracht worden, Urteile gab es aber nur 30, ohne entsprechendes Strafmaß oder Entschädigungen für die Familien“, erklärte sie. Über die Hälfte aller Fälle kommt nicht einmal zur Anklage und wenn, dauert es Monate. Sozialarbeiterin Cristina del Carmen Alvarado Lara fasste die Signalwirkung treffend zusammen: „Gewalttaten gegen Frauen genießen bei den Behörden alles andere als Priorität.“

4.000 Hilferufe jeden MonatBestätigt und ergänzt wurden ihre Berichte von Ana Raquel Lopez Paz und Karla Rosario Erazo Vasquez, beide Mitarbeiterinnen der honduranischen Entwicklungsorganisation Comisión de Acción Social Menonita (CASM). Den Kirchenkreis Köln-Mitte und sie verbindet seit Ende 2015 eine Projektpartnerschaft. Korruption der Behörden, mangelndes Interesse von Seiten der Justiz und Beschneidung des weiblichen Selbstbestimmungsrechts bereiten beiden Organisationen große Sorge. „Hilfen erreichen einfach nicht zuverlässig genug ihr Ziel, und Menschenrechtler werden sogar kriminalisiert und bedroht, weil sie für Unruhe sorgen“, kritisieren sie. Wie verzweifelt gleichzeitig ein Großteil der weiblichen Bevölkerung ist, zeigen unzählige Fälle von gefährdeten Frauen: Bei der von Visitación Padilla eingerichteten Telefonhilfe, unter der Gewalttaten gemeldet und Rat eingeholt werden können, gehen monatlich über 4.000 Anrufe ein.

Das Bild der Kirche neu prägenDie Rolle der Kirche in Honduras sehen die beiden Organisationen der Abgesandten aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Wo es um Frauenrechte geht, steht man sich gegnerisch gegenüber. Gleichzeitig sieht CASM die Gemeinden als Chance, Menschen direkt zu erreichen. Grundsätzlich ist Dr. Anna Quaas, Pfarrerin an der Kartäuserkirche, froh, mit der Arbeit des Kirchenkreises Köln-Mitte ein ganz anderes, positives Beispiel bieten zu können: „Wir möchten zeigen, dass Kirche nicht repressiv sein muss, sondern dass man sich hier um die Menschen kümmert.“

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„Der ‚Kommunionstreit‘ schadet der Ökumene.“ Stellungnahme von Stadtsuperintendent Rolf Domning und Gregor Stiels, Vorsitzender des Katholikenausschusses

Der seit einigen Wochen öffentlich geführte Streit zum Empfang der Eucharistie für evangelische Ehepartner schadet zunehmend den ökumenischen Errungenschaften der letzten Jahre und Jahrzehnte, finden Gregor Stiels, Vorsitzender des Katholikenausschuss in der Stadt Köln, und Rolf Domning, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. In dem Ringen der katholischen Amtskirche in Deutschland um Positionen und der einhergehenden Betonung katholischer Dogmatik in der Frage, wurde immer wieder das Trennende betont und nicht erreichbare Ziele ausgerufen. Wir hätten uns gewünscht, dass die bisherigen ökumenischen Errungenschaften dabei betont worden wären.

Domning und Stiels bedauern gemeinsam zutiefst die Schäden, Verbitterung und Resignation, die die innerkatholische Debatte bis heute in der Kölner Ökumene angerichtet hat. Sehr sensibel wird an der ökumenischen Basis in Köln der „Kommunionstreit“ wahrgenommen. Erst einmal gibt es ein  großes Unverständnis darüber, dass man bis heute die Handreichung der Bischöfe nicht zur Kenntnis nehmen und sich damit an einer sachlichen Debatte beteiligen konnte. Die wiederkehrende Betonung des Trennenden hat vielen die so nötige Hoffnung für eine Versöhnung genommen.

Bei dem Ringen um Positionen sollte man nicht vergessen, wie sensibel selbst kleinste Äußerungen wahrgenommen werden, vor allem bei denen, die sich mit viel Energie und Leidenschaft für die Ökumene einsetzen. Weiterhin sollte man die in den letzten Wochen vergessenen Hoffnungszeichen aussenden. Daher möchten der Katholikenausschuss in der Stadt Köln und der Evangelische Kirchenverband Köln und Region gemeinsam das gute ökumenische Miteinander im Reformationsjahr, die ökumenischen Gemeindepartnerschaften und die Taufe als gegenseitig anerkanntes und verbindendes Sakrament betonen. Gemeinsam bekennen wir uns ausdrücklich zu unseren ökumenischen Partnern, sind stolz auf die vielfältigen und erfolgreichen Gemeinsamkeiten der letzten Jahre und sind unermüdlich und fest entschlossen, weitere Schritte aufeinander zuzugehen! Lassen wir uns nicht entmutigen!

Gregor Stiels, Vorsitzender des Katholikenausschusses in der Stadt KölnRolf Domning, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region

 

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„Der ‚Kommunionstreit‘ schadet der Ökumene.“ Stellungnahme von Stadtsuperintendent Rolf Domning und Gregor Stiels, Vorsitzender des Katholikenausschusses

Der seit einigen Wochen öffentlich geführte Streit zum Empfang der Eucharistie für evangelische Ehepartner schadet zunehmend den ökumenischen Errungenschaften der letzten Jahre und Jahrzehnte, finden Gregor Stiels, Vorsitzender des Katholikenausschuss in der Stadt Köln, und Rolf Domning, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. In dem Ringen der katholischen Amtskirche in Deutschland um Positionen und der einhergehenden Betonung katholischer Dogmatik in der Frage, wurde immer wieder das Trennende betont und nicht erreichbare Ziele ausgerufen. Wir hätten uns gewünscht, dass die bisherigen ökumenischen Errungenschaften dabei betont worden wären.

Domning und Stiels bedauern gemeinsam zutiefst die Schäden, Verbitterung und Resignation, die die innerkatholische Debatte bis heute in der Kölner Ökumene angerichtet hat. Sehr sensibel wird an der ökumenischen Basis in Köln der „Kommunionstreit“ wahrgenommen. Erst einmal gibt es ein  großes Unverständnis darüber, dass man bis heute die Handreichung der Bischöfe nicht zur Kenntnis nehmen und sich damit an einer sachlichen Debatte beteiligen konnte. Die wiederkehrende Betonung des Trennenden hat vielen die so nötige Hoffnung für eine Versöhnung genommen.

Bei dem Ringen um Positionen sollte man nicht vergessen, wie sensibel selbst kleinste Äußerungen wahrgenommen werden, vor allem bei denen, die sich mit viel Energie und Leidenschaft für die Ökumene einsetzen. Weiterhin sollte man die in den letzten Wochen vergessenen Hoffnungszeichen aussenden. Daher möchten der Katholikenausschuss in der Stadt Köln und der Evangelische Kirchenverband Köln und Region gemeinsam das gute ökumenische Miteinander im Reformationsjahr, die ökumenischen Gemeindepartnerschaften und die Taufe als gegenseitig anerkanntes und verbindendes Sakrament betonen. Gemeinsam bekennen wir uns ausdrücklich zu unseren ökumenischen Partnern, sind stolz auf die vielfältigen und erfolgreichen Gemeinsamkeiten der letzten Jahre und sind unermüdlich und fest entschlossen, weitere Schritte aufeinander zuzugehen! Lassen wir uns nicht entmutigen!

Gregor Stiels, Vorsitzender des Katholikenausschusses in der Stadt KölnRolf Domning, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region

 

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„Der ‚Kommunionstreit‘ schadet der Ökumene.“ Stellungnahme von Stadtsuperintendent Rolf Domning und Gregor Stiels, Vorsitzender des Katholikenausschusses

Der seit einigen Wochen öffentlich geführte Streit zum Empfang der Eucharistie für evangelische Ehepartner schadet zunehmend den ökumenischen Errungenschaften der letzten Jahre und Jahrzehnte, finden Gregor Stiels, Vorsitzender des Katholikenausschuss in der Stadt Köln, und Rolf Domning, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. In dem Ringen der katholischen Amtskirche in Deutschland um Positionen und der einhergehenden Betonung katholischer Dogmatik in der Frage, wurde immer wieder das Trennende betont und nicht erreichbare Ziele ausgerufen. Wir hätten uns gewünscht, dass die bisherigen ökumenischen Errungenschaften dabei betont worden wären.

Domning und Stiels bedauern gemeinsam zutiefst die Schäden, Verbitterung und Resignation, die die innerkatholische Debatte bis heute in der Kölner Ökumene angerichtet hat. Sehr sensibel wird an der ökumenischen Basis in Köln der „Kommunionstreit“ wahrgenommen. Erst einmal gibt es ein  großes Unverständnis darüber, dass man bis heute die Handreichung der Bischöfe nicht zur Kenntnis nehmen und sich damit an einer sachlichen Debatte beteiligen konnte. Die wiederkehrende Betonung des Trennenden hat vielen die so nötige Hoffnung für eine Versöhnung genommen.

Bei dem Ringen um Positionen sollte man nicht vergessen, wie sensibel selbst kleinste Äußerungen wahrgenommen werden, vor allem bei denen, die sich mit viel Energie und Leidenschaft für die Ökumene einsetzen. Weiterhin sollte man die in den letzten Wochen vergessenen Hoffnungszeichen aussenden. Daher möchten der Katholikenausschuss in der Stadt Köln und der Evangelische Kirchenverband Köln und Region gemeinsam das gute ökumenische Miteinander im Reformationsjahr, die ökumenischen Gemeindepartnerschaften und die Taufe als gegenseitig anerkanntes und verbindendes Sakrament betonen. Gemeinsam bekennen wir uns ausdrücklich zu unseren ökumenischen Partnern, sind stolz auf die vielfältigen und erfolgreichen Gemeinsamkeiten der letzten Jahre und sind unermüdlich und fest entschlossen, weitere Schritte aufeinander zuzugehen! Lassen wir uns nicht entmutigen!

Gregor Stiels, Vorsitzender des Katholikenausschusses in der Stadt KölnRolf Domning, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region

 

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Der seit einigen Wochen öffentlich geführte Streit zum Empfang der Eucharistie für evangelische Ehepartner schadet zunehmend den ökumenischen Errungenschaften der letzten Jahre und Jahrzehnte, finden Gregor Stiels, Vorsitzender des Katholikenausschuss in der Stadt Köln, und Rolf Domning, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. In dem Ringen der katholischen Amtskirche in Deutschland um Positionen und der einhergehenden Betonung katholischer Dogmatik in der Frage, wurde immer wieder das Trennende betont und nicht erreichbare Ziele ausgerufen. Wir hätten uns gewünscht, dass die bisherigen ökumenischen Errungenschaften dabei betont worden wären.

Domning und Stiels bedauern gemeinsam zutiefst die Schäden, Verbitterung und Resignation, die die innerkatholische Debatte bis heute in der Kölner Ökumene angerichtet hat. Sehr sensibel wird an der ökumenischen Basis in Köln der „Kommunionstreit“ wahrgenommen. Erst einmal gibt es ein  großes Unverständnis darüber, dass man bis heute die Handreichung der Bischöfe nicht zur Kenntnis nehmen und sich damit an einer sachlichen Debatte beteiligen konnte. Die wiederkehrende Betonung des Trennenden hat vielen die so nötige Hoffnung für eine Versöhnung genommen.

Bei dem Ringen um Positionen sollte man nicht vergessen, wie sensibel selbst kleinste Äußerungen wahrgenommen werden, vor allem bei denen, die sich mit viel Energie und Leidenschaft für die Ökumene einsetzen. Weiterhin sollte man die in den letzten Wochen vergessenen Hoffnungszeichen aussenden. Daher möchten der Katholikenausschuss in der Stadt Köln und der Evangelische Kirchenverband Köln und Region gemeinsam das gute ökumenische Miteinander im Reformationsjahr, die ökumenischen Gemeindepartnerschaften und die Taufe als gegenseitig anerkanntes und verbindendes Sakrament betonen. Gemeinsam bekennen wir uns ausdrücklich zu unseren ökumenischen Partnern, sind stolz auf die vielfältigen und erfolgreichen Gemeinsamkeiten der letzten Jahre und sind unermüdlich und fest entschlossen, weitere Schritte aufeinander zuzugehen! Lassen wir uns nicht entmutigen!

Gregor Stiels, Vorsitzender des Katholikenausschusses in der Stadt KölnRolf Domning, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region

 

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Die Fußball-WM startet! Viele Gemeinden laden zum gemeinschaftlichen Fußballschauen in geselliger Atmosphäre ein

Was haben Fußball und Kirche gemeinsam? So einiges. Das Fußballspiel folgt ähnlich strengen Regeln wie der Gottesdienst seiner Liturgie. Für viele Besucherinnen und Besucher ist es eine Abkehr vom Alltag, ein Höhepunkt der Woche, eine Welt, der manche sich mit Haut und Haaren hingeben. Der Comiczeichner Leo Leowald hat sich daran gemacht, diese Ähnlichkeiten festzuhalten.

Auch beim gemeinschaftlichen Fußballschauen ergänzen sich Kirche und Fußball hervorragend. Mit dem heutigen Start der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland laden mehr als ein Dutzend Gemeinden aus dem Gebiet des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region zum gemeinsamen Mitfiebern ein. Egal ob auf Großbildleinwand oder vor einem großen Flachbildschirm, beim Public Viewing entsteht an vielen Orten eine besondere Atmosphäre, die auch auf „Fußball-Laien“ ansteckend wirkt. Darüber hinaus bieten viele Kirchengemeinden während der Übertragung ein kulinarisches Begleitprogramm an. Folgende Gemeinden laden ein:

Stadtgebiet Köln

Public Viewing in Köln-Dellbrück und Köln-HolweideKöln-Dellbrück: Zur Fußball-WM 2018 in Russland veranstaltet die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide mehrere Public Viewings auf einer Videoleinwand. Das Eröffnungsspiel (Russland – Saudi Arabien) der Fußballweltmeisterschaft findet am Donnerstag, 14. Juni, statt. Wer die Spiele der deutschen Mannschaft in fußballbegeisterter Gemeinschaft sehen möchte, kann das in den Gemeindehäusern der Christuskirche, Dellbrücker Mauspfad 345, und der Pauluskirche, Thurner Straße 105, tun. Die Übertragungstermine der Spiele mit deutscher Beteiligung sind am Sonntag, 17. Juni, 17 Uhr, (gegen Mexiko), am Samstag, 23. Juni, 20 Uhr, (gegen Schweden) und am Mittwoch 27. Juni, 16 Uhr (gegen Südkorea). Alle weiteren Termine stehen auf der Webseite der Gemeinde. Kontakt: Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide, Telefon 0221/68 24 65, www.dellbrueck-holweide.kirche-koeln.de

Public Viewing mit der ganzen Familie in VogelsangKöln-Bickendorf: Zu den Deutschland-Spielen der Fußball-WM 2018 lädt die Evangelische Kirchengemeinde Bickendorf zum familienfreundlichen Public Viewing in die Emmaus-Kirche Vogelsang, Birkhuhnweg 2, ein. Dazu gibt es Getränke und Würstchen vom Grill. Das erste Spiel (Deutschland – Mexiko) wird am Sonntag, 17. Juni, 17 Uhr, gezeigt. Weitere Termine sind Samstag, 23. Juni, 20 Uhr (Deutschland – Schweden), und Mittwoch, 27. Juni, 16 Uhr (Südkorea – Deutschland). Einlass ist jeweils eine Stunde vor Anpfiff. Kontakt: Pfarrer Torsten Sommerfeld, Telefon 0221/88 87 79 21, www.gemeinde-bickendorf.de

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Die Fußball-WM startet! Viele Gemeinden laden zum gemeinschaftlichen Fußballschauen in geselliger Atmosphäre ein

Was haben Fußball und Kirche gemeinsam? So einiges. Das Fußballspiel folgt ähnlich strengen Regeln wie der Gottesdienst seiner Liturgie. Für viele Besucherinnen und Besucher ist es eine Abkehr vom Alltag, ein Höhepunkt der Woche, eine Welt, der manche sich mit Haut und Haaren hingeben. Der Comiczeichner Leo Leowald hat sich daran gemacht, diese Ähnlichkeiten festzuhalten.

Auch beim gemeinschaftlichen Fußballschauen ergänzen sich Kirche und Fußball hervorragend. Mit dem heutigen Start der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland laden mehr als ein Dutzend Gemeinden aus dem Gebiet des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region zum gemeinsamen Mitfiebern ein. Egal ob auf Großbildleinwand oder vor einem großen Flachbildschirm, beim Public Viewing entsteht an vielen Orten eine besondere Atmosphäre, die auch auf „Fußball-Laien“ ansteckend wirkt. Darüber hinaus bieten viele Kirchengemeinden während der Übertragung ein kulinarisches Begleitprogramm an. Folgende Gemeinden laden ein:

Stadtgebiet Köln

Public Viewing in Köln-Dellbrück und Köln-HolweideKöln-Dellbrück: Zur Fußball-WM 2018 in Russland veranstaltet die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide mehrere Public Viewings auf einer Videoleinwand. Das Eröffnungsspiel (Russland – Saudi Arabien) der Fußballweltmeisterschaft findet am Donnerstag, 14. Juni, statt. Wer die Spiele der deutschen Mannschaft in fußballbegeisterter Gemeinschaft sehen möchte, kann das in den Gemeindehäusern der Christuskirche, Dellbrücker Mauspfad 345, und der Pauluskirche, Thurner Straße 105, tun. Die Übertragungstermine der Spiele mit deutscher Beteiligung sind am Sonntag, 17. Juni, 17 Uhr, (gegen Mexiko), am Samstag, 23. Juni, 20 Uhr, (gegen Schweden) und am Mittwoch 27. Juni, 16 Uhr (gegen Südkorea). Alle weiteren Termine stehen auf der Webseite der Gemeinde. Kontakt: Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide, Telefon 0221/68 24 65, www.dellbrueck-holweide.kirche-koeln.de

Public Viewing mit der ganzen Familie in VogelsangKöln-Bickendorf: Zu den Deutschland-Spielen der Fußball-WM 2018 lädt die Evangelische Kirchengemeinde Bickendorf zum familienfreundlichen Public Viewing in die Emmaus-Kirche Vogelsang, Birkhuhnweg 2, ein. Dazu gibt es Getränke und Würstchen vom Grill. Das erste Spiel (Deutschland – Mexiko) wird am Sonntag, 17. Juni, 17 Uhr, gezeigt. Weitere Termine sind Samstag, 23. Juni, 20 Uhr (Deutschland – Schweden), und Mittwoch, 27. Juni, 16 Uhr (Südkorea – Deutschland). Einlass ist jeweils eine Stunde vor Anpfiff. Kontakt: Pfarrer Torsten Sommerfeld, Telefon 0221/88 87 79 21, www.gemeinde-bickendorf.de

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Die Fußball-WM startet! Viele Gemeinden laden zum gemeinschaftlichen Fußballschauen in geselliger Atmosphäre ein

Was haben Fußball und Kirche gemeinsam? So einiges. Das Fußballspiel folgt ähnlich strengen Regeln wie der Gottesdienst seiner Liturgie. Für viele Besucherinnen und Besucher ist es eine Abkehr vom Alltag, ein Höhepunkt der Woche, eine Welt, der manche sich mit Haut und Haaren hingeben. Der Comiczeichner Leo Leowald hat sich daran gemacht, diese Ähnlichkeiten festzuhalten.

Auch beim gemeinschaftlichen Fußballschauen ergänzen sich Kirche und Fußball hervorragend. Mit dem heutigen Start der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland laden mehr als ein Dutzend Gemeinden aus dem Gebiet des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region zum gemeinsamen Mitfiebern ein. Egal ob auf Großbildleinwand oder vor einem großen Flachbildschirm, beim Public Viewing entsteht an vielen Orten eine besondere Atmosphäre, die auch auf „Fußball-Laien“ ansteckend wirkt. Darüber hinaus bieten viele Kirchengemeinden während der Übertragung ein kulinarisches Begleitprogramm an. Folgende Gemeinden laden ein:

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Public Viewing in Köln-Dellbrück und Köln-HolweideKöln-Dellbrück: Zur Fußball-WM 2018 in Russland veranstaltet die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide mehrere Public Viewings auf einer Videoleinwand. Das Eröffnungsspiel (Russland – Saudi Arabien) der Fußballweltmeisterschaft findet am Donnerstag, 14. Juni, statt. Wer die Spiele der deutschen Mannschaft in fußballbegeisterter Gemeinschaft sehen möchte, kann das in den Gemeindehäusern der Christuskirche, Dellbrücker Mauspfad 345, und der Pauluskirche, Thurner Straße 105, tun. Die Übertragungstermine der Spiele mit deutscher Beteiligung sind am Sonntag, 17. Juni, 17 Uhr, (gegen Mexiko), am Samstag, 23. Juni, 20 Uhr, (gegen Schweden) und am Mittwoch 27. Juni, 16 Uhr (gegen Südkorea). Alle weiteren Termine stehen auf der Webseite der Gemeinde. Kontakt: Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide, Telefon 0221/68 24 65, www.dellbrueck-holweide.kirche-koeln.de

Public Viewing mit der ganzen Familie in VogelsangKöln-Bickendorf: Zu den Deutschland-Spielen der Fußball-WM 2018 lädt die Evangelische Kirchengemeinde Bickendorf zum familienfreundlichen Public Viewing in die Emmaus-Kirche Vogelsang, Birkhuhnweg 2, ein. Dazu gibt es Getränke und Würstchen vom Grill. Das erste Spiel (Deutschland – Mexiko) wird am Sonntag, 17. Juni, 17 Uhr, gezeigt. Weitere Termine sind Samstag, 23. Juni, 20 Uhr (Deutschland – Schweden), und Mittwoch, 27. Juni, 16 Uhr (Südkorea – Deutschland). Einlass ist jeweils eine Stunde vor Anpfiff. Kontakt: Pfarrer Torsten Sommerfeld, Telefon 0221/88 87 79 21, www.gemeinde-bickendorf.de

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Die Fußball-WM startet! Viele Gemeinden laden zum gemeinschaftlichen Fußballschauen in geselliger Atmosphäre ein

Was haben Fußball und Kirche gemeinsam? So einiges. Das Fußballspiel folgt ähnlich strengen Regeln wie der Gottesdienst seiner Liturgie. Für viele Besucherinnen und Besucher ist es eine Abkehr vom Alltag, ein Höhepunkt der Woche, eine Welt, der manche sich mit Haut und Haaren hingeben. Der Comiczeichner Leo Leowald hat sich daran gemacht, diese Ähnlichkeiten festzuhalten.

Auch beim gemeinschaftlichen Fußballschauen ergänzen sich Kirche und Fußball hervorragend. Mit dem heutigen Start der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland laden mehr als ein Dutzend Gemeinden aus dem Gebiet des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region zum gemeinsamen Mitfiebern ein. Egal ob auf Großbildleinwand oder vor einem großen Flachbildschirm, beim Public Viewing entsteht an vielen Orten eine besondere Atmosphäre, die auch auf „Fußball-Laien“ ansteckend wirkt. Darüber hinaus bieten viele Kirchengemeinden während der Übertragung ein kulinarisches Begleitprogramm an. Folgende Gemeinden laden ein:

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Public Viewing in Köln-Dellbrück und Köln-HolweideKöln-Dellbrück: Zur Fußball-WM 2018 in Russland veranstaltet die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide mehrere Public Viewings auf einer Videoleinwand. Das Eröffnungsspiel (Russland – Saudi Arabien) der Fußballweltmeisterschaft findet am Donnerstag, 14. Juni, statt. Wer die Spiele der deutschen Mannschaft in fußballbegeisterter Gemeinschaft sehen möchte, kann das in den Gemeindehäusern der Christuskirche, Dellbrücker Mauspfad 345, und der Pauluskirche, Thurner Straße 105, tun. Die Übertragungstermine der Spiele mit deutscher Beteiligung sind am Sonntag, 17. Juni, 17 Uhr, (gegen Mexiko), am Samstag, 23. Juni, 20 Uhr, (gegen Schweden) und am Mittwoch 27. Juni, 16 Uhr (gegen Südkorea). Alle weiteren Termine stehen auf der Webseite der Gemeinde. Kontakt: Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide, Telefon 0221/68 24 65, www.dellbrueck-holweide.kirche-koeln.de

Public Viewing mit der ganzen Familie in VogelsangKöln-Bickendorf: Zu den Deutschland-Spielen der Fußball-WM 2018 lädt die Evangelische Kirchengemeinde Bickendorf zum familienfreundlichen Public Viewing in die Emmaus-Kirche Vogelsang, Birkhuhnweg 2, ein. Dazu gibt es Getränke und Würstchen vom Grill. Das erste Spiel (Deutschland – Mexiko) wird am Sonntag, 17. Juni, 17 Uhr, gezeigt. Weitere Termine sind Samstag, 23. Juni, 20 Uhr (Deutschland – Schweden), und Mittwoch, 27. Juni, 16 Uhr (Südkorea – Deutschland). Einlass ist jeweils eine Stunde vor Anpfiff. Kontakt: Pfarrer Torsten Sommerfeld, Telefon 0221/88 87 79 21, www.gemeinde-bickendorf.de

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Was haben Fußball und Kirche gemeinsam? So einiges. Das Fußballspiel folgt ähnlich strengen Regeln wie der Gottesdienst seiner Liturgie. Für viele Besucherinnen und Besucher ist es eine Abkehr vom Alltag, ein Höhepunkt der Woche, eine Welt, der manche sich mit Haut und Haaren hingeben. Der Comiczeichner Leo Leowald hat sich daran gemacht, diese Ähnlichkeiten festzuhalten.

Auch beim gemeinschaftlichen Fußballschauen ergänzen sich Kirche und Fußball hervorragend. Mit dem heutigen Start der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland laden mehr als ein Dutzend Gemeinden aus dem Gebiet des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region zum gemeinsamen Mitfiebern ein. Egal ob auf Großbildleinwand oder vor einem großen Flachbildschirm, beim Public Viewing entsteht an vielen Orten eine besondere Atmosphäre, die auch auf „Fußball-Laien“ ansteckend wirkt. Darüber hinaus bieten viele Kirchengemeinden während der Übertragung ein kulinarisches Begleitprogramm an. Folgende Gemeinden laden ein:

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Public Viewing in Köln-Dellbrück und Köln-HolweideKöln-Dellbrück: Zur Fußball-WM 2018 in Russland veranstaltet die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide mehrere Public Viewings auf einer Videoleinwand. Das Eröffnungsspiel (Russland – Saudi Arabien) der Fußballweltmeisterschaft findet am Donnerstag, 14. Juni, statt. Wer die Spiele der deutschen Mannschaft in fußballbegeisterter Gemeinschaft sehen möchte, kann das in den Gemeindehäusern der Christuskirche, Dellbrücker Mauspfad 345, und der Pauluskirche, Thurner Straße 105, tun. Die Übertragungstermine der Spiele mit deutscher Beteiligung sind am Sonntag, 17. Juni, 17 Uhr, (gegen Mexiko), am Samstag, 23. Juni, 20 Uhr, (gegen Schweden) und am Mittwoch 27. Juni, 16 Uhr (gegen Südkorea). Alle weiteren Termine stehen auf der Webseite der Gemeinde. Kontakt: Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide, Telefon 0221/68 24 65, www.dellbrueck-holweide.kirche-koeln.de

Public Viewing mit der ganzen Familie in VogelsangKöln-Bickendorf: Zu den Deutschland-Spielen der Fußball-WM 2018 lädt die Evangelische Kirchengemeinde Bickendorf zum familienfreundlichen Public Viewing in die Emmaus-Kirche Vogelsang, Birkhuhnweg 2, ein. Dazu gibt es Getränke und Würstchen vom Grill. Das erste Spiel (Deutschland – Mexiko) wird am Sonntag, 17. Juni, 17 Uhr, gezeigt. Weitere Termine sind Samstag, 23. Juni, 20 Uhr (Deutschland – Schweden), und Mittwoch, 27. Juni, 16 Uhr (Südkorea – Deutschland). Einlass ist jeweils eine Stunde vor Anpfiff. Kontakt: Pfarrer Torsten Sommerfeld, Telefon 0221/88 87 79 21, www.gemeinde-bickendorf.de

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Podiumsdiskussion in der Karl-Rahner-Akademie über den christlich-jüdischen Dialog und den Streit um die Arbeitshilfe „70 Jahre Staat Israel. Ein Termin im christlichen Kalender?“

Der intensiven Diskussion folgte am Ende ein Statement zum einmütigen Miteinander: „70 Jahre Staat Israel und der christlich-jüdische Dialog. Der Streit um die Arbeitshilfe ‘70 Jahre Staat Israel. Ein Termin im christlichen Kalender?‘“ lautete der Titel eines Podiumsgesprächs in der Karl-Rahner-Akademie. Auf dem Podium saßen: Oberkirchenrätin Barbara Rudolph, Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Christina Maria Purkert, Redakteurin für „Religion/Kirche/Theologie beim Westdeutschen Rundfunk, Dr. Rainer Stuhlmann, Pfarrer i.R. und von 2011 bis 2016 Studienleiter im international-ökumenischen Dorf „Nes Ammim“ in Israel, Dr. Johannes Platz, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Köln, und Miguel Freund, stellvertretender Vorsitzender der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Den Abend moderierten die beiden Gastgeber Dr. Bernd Wacker, Leiter der katholischen Karl-Rahner-Akademie, und Dr. Martin Bock, Leiter der evangelischen Melanchthon-Akademie.

Der Streit entzündete sich an einem vierseitigen Essay von Dr. Stuhlmann, der der Arbeitshilfe den Namen gegeben hatte. Passagen dieses Essays führten dazu, dass der Landesverband jüdischer Gemeinden Nordrhein eine geplante Reise mit der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland nach Israel und Palästina absagte. Zur Begründung hatte Dr. Oded Horrowitz, Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes, erklärt: „Die in dem Essay geäußerte Verunglimpfung des Staates Israel als brutale Besatzungsmacht und die Unterschlagung historischer Fakten sind für uns nicht hinnehmbar. Zur 70. Jubiläumsfeier der Gründung des Staates Israel auf die Lebenslage der palästinensischen Bevölkerung als direktes Resultat der Staatgründung Israels zu verweisen, stellt das Existenzrecht Israels in Frage und hinterlässt einen faden Beigeschmack antizionistischer Stereotype.“

Auf dem Weg zu Gerechtigkeit und Frieden in Israel und PalästinaAuf dem Podium erinnerte Barbara Rudolph zunächst daran, dass die Evangelische Kirche im Rheinland 1965 die erste Landeskirche gewesen sei, die sich für die Anerkennung des Staates Israel durch die Bundesrepublik eingesetzt habe. Sie erinnerte auch an die Landessynode des Jahres 1980, die einen wegweisenden Beschluss zur Erneuerung des Verhältnisses von Kirche und Judentum fasste. Darin hieß es unter anderem, dass „die fortdauernde Existenz des jüdischen Volkes, seine Heimkehr in das Land der Verheißung und auch die Errichtung des Staates Israel Zeichen der Treue Gottes gegenüber seinem Volk sind“. Diese Beschlusslage habe die rheinische Kirche nie verlassen. Mehr und mehr sei aber eine Kontextualisierung des Anliegens von 1980 mit der Ökumene und den palästinensischen Christen notwendig gewesen. Seit 2015 führe die Kirchenleitung auch darüber intensive Gespräche mit dem Landesverband jüdischer Gemeinden. „Darin geht es auch um Schritte auf dem Weg zu Gerechtigkeit und Frieden in Israel und Palästina.“ Die rheinische Kirche habe sich vorgenommen, die unterschiedlichen Zugänge und Differenzen zwischen ihr und dem Landesverband „vor Ort“ in Israel und Palästina zu besprechen. Beispielsweise habe man zusammen eine Bibelschule arabischer Christen in Nazareth besuchen wollen.

„Mit dem Gottesdienst-Material in der Arbeitshilfe haben wir überhaupt keine Schwierigkeiten“, sagte Dr. Johannes Platz in der Diskussion. Stuhlmanns Essay jedoch hebe darauf ab, dass mit der Staatsgründung Israels die Juden Schutz und Frieden gefunden hätten und die Palästinenser seitdem in Unterdrückung lebten. „Es gibt viele Araber in Israel, die durch die Staatsgründung ebenfalls Schutz und Frieden gefunden haben.“ Platz kritisierte Stuhlmanns Satz „Die Staatsgründung Israels ist auch ein Datum im christlichen Märtyrerkalender.“ „Die palästinensische Seite betreibt einen intensiven Märtyrerkult. Die benennt sogar Schulen nach sogenannten Märtyrern.“

„Man kann das Leiden der einen nicht mittragen ohne das Leiden der anderen“Rainer Stuhlmann zeigte sich irritiert und betroffen angesichts der Kritik, die sein Essay ausgelöst hat: „Ich kann nicht verstehen, wie man meinen Text so missdeuten kann. Zu meiner Zeit als Pfarrer wurde ich als Zionist bezeichnet, mein Pfarrhaus wurde mit Hakenkreuzen beschmiert wegen meiner Israelfreundlichkeit. Natürlich ist der 70. Jahrestag der Staatgründung für die evangelischen Gemeinden ein Grund für Dankbarkeit und Anlass zum Mitfeiern. Er ist auch ein Tag der Scham und des Bekennens von Schuld und Umkehr nach 2000 Jahren antijudaistischer Geschichte. Aber wir dürfen das Schicksal der palästinensischen Christinnen und Christen nicht vergessen.“ In der Nacht nach der Staatsgründung hätten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien Israel den Krieg erklärt. Der dauerte 15 Monate und in seinem Verlauf seien viele Palästinenser vertrieben worden, unter anderem in den Libanon und nach Jordanien, wo sie immer noch in Flüchtlingslagern lebten. „Nach dem Krieg hatte Israel 30 Prozent mehr Land als von der UN-Generalversammlung beschlossen. Die Palästinenser hatten nichts“, fasste Stuhlmann zusammen. „Unter dem Etikett des Antisemitismus versuchen einige, Kritik an der aktuellen Politik Israels zu verunmöglichen.“ Man könne die Leiden beider Seiten nicht vergleichen. Auch gehe es nicht um Symmetrie, meinte Stuhlmann und verwies darauf: „Man kann das Leiden der einen nicht mittragen ohne das Leiden der anderen.“ Wenn man sich auf die Gedanken der Christinnen und Christen vor Ort einlasse, so Stuhlmann, dann seien das Märtyrergeschichten – Erfahrungen, die nicht in die Denkformen der eigenen konfessionelle Tradition „passen“, aber eine authentische Geschichte erzählten.

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Podiumsdiskussion in der Karl-Rahner-Akademie über den christlich-jüdischen Dialog und den Streit um die Arbeitshilfe „70 Jahre Staat Israel. Ein Termin im christlichen Kalender?“

Der intensiven Diskussion folgte am Ende ein Statement zum einmütigen Miteinander: „70 Jahre Staat Israel und der christlich-jüdische Dialog. Der Streit um die Arbeitshilfe ‘70 Jahre Staat Israel. Ein Termin im christlichen Kalender?‘“ lautete der Titel eines Podiumsgesprächs in der Karl-Rahner-Akademie. Auf dem Podium saßen: Oberkirchenrätin Barbara Rudolph, Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Christina Maria Purkert, Redakteurin für „Religion/Kirche/Theologie beim Westdeutschen Rundfunk, Dr. Rainer Stuhlmann, Pfarrer i.R. und von 2011 bis 2016 Studienleiter im international-ökumenischen Dorf „Nes Ammim“ in Israel, Dr. Johannes Platz, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Köln, und Miguel Freund, stellvertretender Vorsitzender der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Den Abend moderierten die beiden Gastgeber Dr. Bernd Wacker, Leiter der katholischen Karl-Rahner-Akademie, und Dr. Martin Bock, Leiter der evangelischen Melanchthon-Akademie.

Der Streit entzündete sich an einem vierseitigen Essay von Dr. Stuhlmann, der der Arbeitshilfe den Namen gegeben hatte. Passagen dieses Essays führten dazu, dass der Landesverband jüdischer Gemeinden Nordrhein eine geplante Reise mit der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland nach Israel und Palästina absagte. Zur Begründung hatte Dr. Oded Horrowitz, Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes, erklärt: „Die in dem Essay geäußerte Verunglimpfung des Staates Israel als brutale Besatzungsmacht und die Unterschlagung historischer Fakten sind für uns nicht hinnehmbar. Zur 70. Jubiläumsfeier der Gründung des Staates Israel auf die Lebenslage der palästinensischen Bevölkerung als direktes Resultat der Staatgründung Israels zu verweisen, stellt das Existenzrecht Israels in Frage und hinterlässt einen faden Beigeschmack antizionistischer Stereotype.“

Auf dem Weg zu Gerechtigkeit und Frieden in Israel und PalästinaAuf dem Podium erinnerte Barbara Rudolph zunächst daran, dass die Evangelische Kirche im Rheinland 1965 die erste Landeskirche gewesen sei, die sich für die Anerkennung des Staates Israel durch die Bundesrepublik eingesetzt habe. Sie erinnerte auch an die Landessynode des Jahres 1980, die einen wegweisenden Beschluss zur Erneuerung des Verhältnisses von Kirche und Judentum fasste. Darin hieß es unter anderem, dass „die fortdauernde Existenz des jüdischen Volkes, seine Heimkehr in das Land der Verheißung und auch die Errichtung des Staates Israel Zeichen der Treue Gottes gegenüber seinem Volk sind“. Diese Beschlusslage habe die rheinische Kirche nie verlassen. Mehr und mehr sei aber eine Kontextualisierung des Anliegens von 1980 mit der Ökumene und den palästinensischen Christen notwendig gewesen. Seit 2015 führe die Kirchenleitung auch darüber intensive Gespräche mit dem Landesverband jüdischer Gemeinden. „Darin geht es auch um Schritte auf dem Weg zu Gerechtigkeit und Frieden in Israel und Palästina.“ Die rheinische Kirche habe sich vorgenommen, die unterschiedlichen Zugänge und Differenzen zwischen ihr und dem Landesverband „vor Ort“ in Israel und Palästina zu besprechen. Beispielsweise habe man zusammen eine Bibelschule arabischer Christen in Nazareth besuchen wollen.

„Mit dem Gottesdienst-Material in der Arbeitshilfe haben wir überhaupt keine Schwierigkeiten“, sagte Dr. Johannes Platz in der Diskussion. Stuhlmanns Essay jedoch hebe darauf ab, dass mit der Staatsgründung Israels die Juden Schutz und Frieden gefunden hätten und die Palästinenser seitdem in Unterdrückung lebten. „Es gibt viele Araber in Israel, die durch die Staatsgründung ebenfalls Schutz und Frieden gefunden haben.“ Platz kritisierte Stuhlmanns Satz „Die Staatsgründung Israels ist auch ein Datum im christlichen Märtyrerkalender.“ „Die palästinensische Seite betreibt einen intensiven Märtyrerkult. Die benennt sogar Schulen nach sogenannten Märtyrern.“

„Man kann das Leiden der einen nicht mittragen ohne das Leiden der anderen“Rainer Stuhlmann zeigte sich irritiert und betroffen angesichts der Kritik, die sein Essay ausgelöst hat: „Ich kann nicht verstehen, wie man meinen Text so missdeuten kann. Zu meiner Zeit als Pfarrer wurde ich als Zionist bezeichnet, mein Pfarrhaus wurde mit Hakenkreuzen beschmiert wegen meiner Israelfreundlichkeit. Natürlich ist der 70. Jahrestag der Staatgründung für die evangelischen Gemeinden ein Grund für Dankbarkeit und Anlass zum Mitfeiern. Er ist auch ein Tag der Scham und des Bekennens von Schuld und Umkehr nach 2000 Jahren antijudaistischer Geschichte. Aber wir dürfen das Schicksal der palästinensischen Christinnen und Christen nicht vergessen.“ In der Nacht nach der Staatsgründung hätten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien Israel den Krieg erklärt. Der dauerte 15 Monate und in seinem Verlauf seien viele Palästinenser vertrieben worden, unter anderem in den Libanon und nach Jordanien, wo sie immer noch in Flüchtlingslagern lebten. „Nach dem Krieg hatte Israel 30 Prozent mehr Land als von der UN-Generalversammlung beschlossen. Die Palästinenser hatten nichts“, fasste Stuhlmann zusammen. „Unter dem Etikett des Antisemitismus versuchen einige, Kritik an der aktuellen Politik Israels zu verunmöglichen.“ Man könne die Leiden beider Seiten nicht vergleichen. Auch gehe es nicht um Symmetrie, meinte Stuhlmann und verwies darauf: „Man kann das Leiden der einen nicht mittragen ohne das Leiden der anderen.“ Wenn man sich auf die Gedanken der Christinnen und Christen vor Ort einlasse, so Stuhlmann, dann seien das Märtyrergeschichten – Erfahrungen, die nicht in die Denkformen der eigenen konfessionelle Tradition „passen“, aber eine authentische Geschichte erzählten.

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Der intensiven Diskussion folgte am Ende ein Statement zum einmütigen Miteinander: „70 Jahre Staat Israel und der christlich-jüdische Dialog. Der Streit um die Arbeitshilfe ‘70 Jahre Staat Israel. Ein Termin im christlichen Kalender?‘“ lautete der Titel eines Podiumsgesprächs in der Karl-Rahner-Akademie. Auf dem Podium saßen: Oberkirchenrätin Barbara Rudolph, Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Christina Maria Purkert, Redakteurin für „Religion/Kirche/Theologie beim Westdeutschen Rundfunk, Dr. Rainer Stuhlmann, Pfarrer i.R. und von 2011 bis 2016 Studienleiter im international-ökumenischen Dorf „Nes Ammim“ in Israel, Dr. Johannes Platz, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Köln, und Miguel Freund, stellvertretender Vorsitzender der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Den Abend moderierten die beiden Gastgeber Dr. Bernd Wacker, Leiter der katholischen Karl-Rahner-Akademie, und Dr. Martin Bock, Leiter der evangelischen Melanchthon-Akademie.

Der Streit entzündete sich an einem vierseitigen Essay von Dr. Stuhlmann, der der Arbeitshilfe den Namen gegeben hatte. Passagen dieses Essays führten dazu, dass der Landesverband jüdischer Gemeinden Nordrhein eine geplante Reise mit der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland nach Israel und Palästina absagte. Zur Begründung hatte Dr. Oded Horrowitz, Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes, erklärt: „Die in dem Essay geäußerte Verunglimpfung des Staates Israel als brutale Besatzungsmacht und die Unterschlagung historischer Fakten sind für uns nicht hinnehmbar. Zur 70. Jubiläumsfeier der Gründung des Staates Israel auf die Lebenslage der palästinensischen Bevölkerung als direktes Resultat der Staatgründung Israels zu verweisen, stellt das Existenzrecht Israels in Frage und hinterlässt einen faden Beigeschmack antizionistischer Stereotype.“

Auf dem Weg zu Gerechtigkeit und Frieden in Israel und PalästinaAuf dem Podium erinnerte Barbara Rudolph zunächst daran, dass die Evangelische Kirche im Rheinland 1965 die erste Landeskirche gewesen sei, die sich für die Anerkennung des Staates Israel durch die Bundesrepublik eingesetzt habe. Sie erinnerte auch an die Landessynode des Jahres 1980, die einen wegweisenden Beschluss zur Erneuerung des Verhältnisses von Kirche und Judentum fasste. Darin hieß es unter anderem, dass „die fortdauernde Existenz des jüdischen Volkes, seine Heimkehr in das Land der Verheißung und auch die Errichtung des Staates Israel Zeichen der Treue Gottes gegenüber seinem Volk sind“. Diese Beschlusslage habe die rheinische Kirche nie verlassen. Mehr und mehr sei aber eine Kontextualisierung des Anliegens von 1980 mit der Ökumene und den palästinensischen Christen notwendig gewesen. Seit 2015 führe die Kirchenleitung auch darüber intensive Gespräche mit dem Landesverband jüdischer Gemeinden. „Darin geht es auch um Schritte auf dem Weg zu Gerechtigkeit und Frieden in Israel und Palästina.“ Die rheinische Kirche habe sich vorgenommen, die unterschiedlichen Zugänge und Differenzen zwischen ihr und dem Landesverband „vor Ort“ in Israel und Palästina zu besprechen. Beispielsweise habe man zusammen eine Bibelschule arabischer Christen in Nazareth besuchen wollen.

„Mit dem Gottesdienst-Material in der Arbeitshilfe haben wir überhaupt keine Schwierigkeiten“, sagte Dr. Johannes Platz in der Diskussion. Stuhlmanns Essay jedoch hebe darauf ab, dass mit der Staatsgründung Israels die Juden Schutz und Frieden gefunden hätten und die Palästinenser seitdem in Unterdrückung lebten. „Es gibt viele Araber in Israel, die durch die Staatsgründung ebenfalls Schutz und Frieden gefunden haben.“ Platz kritisierte Stuhlmanns Satz „Die Staatsgründung Israels ist auch ein Datum im christlichen Märtyrerkalender.“ „Die palästinensische Seite betreibt einen intensiven Märtyrerkult. Die benennt sogar Schulen nach sogenannten Märtyrern.“

„Man kann das Leiden der einen nicht mittragen ohne das Leiden der anderen“Rainer Stuhlmann zeigte sich irritiert und betroffen angesichts der Kritik, die sein Essay ausgelöst hat: „Ich kann nicht verstehen, wie man meinen Text so missdeuten kann. Zu meiner Zeit als Pfarrer wurde ich als Zionist bezeichnet, mein Pfarrhaus wurde mit Hakenkreuzen beschmiert wegen meiner Israelfreundlichkeit. Natürlich ist der 70. Jahrestag der Staatgründung für die evangelischen Gemeinden ein Grund für Dankbarkeit und Anlass zum Mitfeiern. Er ist auch ein Tag der Scham und des Bekennens von Schuld und Umkehr nach 2000 Jahren antijudaistischer Geschichte. Aber wir dürfen das Schicksal der palästinensischen Christinnen und Christen nicht vergessen.“ In der Nacht nach der Staatsgründung hätten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien Israel den Krieg erklärt. Der dauerte 15 Monate und in seinem Verlauf seien viele Palästinenser vertrieben worden, unter anderem in den Libanon und nach Jordanien, wo sie immer noch in Flüchtlingslagern lebten. „Nach dem Krieg hatte Israel 30 Prozent mehr Land als von der UN-Generalversammlung beschlossen. Die Palästinenser hatten nichts“, fasste Stuhlmann zusammen. „Unter dem Etikett des Antisemitismus versuchen einige, Kritik an der aktuellen Politik Israels zu verunmöglichen.“ Man könne die Leiden beider Seiten nicht vergleichen. Auch gehe es nicht um Symmetrie, meinte Stuhlmann und verwies darauf: „Man kann das Leiden der einen nicht mittragen ohne das Leiden der anderen.“ Wenn man sich auf die Gedanken der Christinnen und Christen vor Ort einlasse, so Stuhlmann, dann seien das Märtyrergeschichten – Erfahrungen, die nicht in die Denkformen der eigenen konfessionelle Tradition „passen“, aber eine authentische Geschichte erzählten.

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Der Streit entzündete sich an einem vierseitigen Essay von Dr. Stuhlmann, der der Arbeitshilfe den Namen gegeben hatte. Passagen dieses Essays führten dazu, dass der Landesverband jüdischer Gemeinden Nordrhein eine geplante Reise mit der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland nach Israel und Palästina absagte. Zur Begründung hatte Dr. Oded Horrowitz, Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes, erklärt: „Die in dem Essay geäußerte Verunglimpfung des Staates Israel als brutale Besatzungsmacht und die Unterschlagung historischer Fakten sind für uns nicht hinnehmbar. Zur 70. Jubiläumsfeier der Gründung des Staates Israel auf die Lebenslage der palästinensischen Bevölkerung als direktes Resultat der Staatgründung Israels zu verweisen, stellt das Existenzrecht Israels in Frage und hinterlässt einen faden Beigeschmack antizionistischer Stereotype.“

Auf dem Weg zu Gerechtigkeit und Frieden in Israel und PalästinaAuf dem Podium erinnerte Barbara Rudolph zunächst daran, dass die Evangelische Kirche im Rheinland 1965 die erste Landeskirche gewesen sei, die sich für die Anerkennung des Staates Israel durch die Bundesrepublik eingesetzt habe. Sie erinnerte auch an die Landessynode des Jahres 1980, die einen wegweisenden Beschluss zur Erneuerung des Verhältnisses von Kirche und Judentum fasste. Darin hieß es unter anderem, dass „die fortdauernde Existenz des jüdischen Volkes, seine Heimkehr in das Land der Verheißung und auch die Errichtung des Staates Israel Zeichen der Treue Gottes gegenüber seinem Volk sind“. Diese Beschlusslage habe die rheinische Kirche nie verlassen. Mehr und mehr sei aber eine Kontextualisierung des Anliegens von 1980 mit der Ökumene und den palästinensischen Christen notwendig gewesen. Seit 2015 führe die Kirchenleitung auch darüber intensive Gespräche mit dem Landesverband jüdischer Gemeinden. „Darin geht es auch um Schritte auf dem Weg zu Gerechtigkeit und Frieden in Israel und Palästina.“ Die rheinische Kirche habe sich vorgenommen, die unterschiedlichen Zugänge und Differenzen zwischen ihr und dem Landesverband „vor Ort“ in Israel und Palästina zu besprechen. Beispielsweise habe man zusammen eine Bibelschule arabischer Christen in Nazareth besuchen wollen.

„Mit dem Gottesdienst-Material in der Arbeitshilfe haben wir überhaupt keine Schwierigkeiten“, sagte Dr. Johannes Platz in der Diskussion. Stuhlmanns Essay jedoch hebe darauf ab, dass mit der Staatsgründung Israels die Juden Schutz und Frieden gefunden hätten und die Palästinenser seitdem in Unterdrückung lebten. „Es gibt viele Araber in Israel, die durch die Staatsgründung ebenfalls Schutz und Frieden gefunden haben.“ Platz kritisierte Stuhlmanns Satz „Die Staatsgründung Israels ist auch ein Datum im christlichen Märtyrerkalender.“ „Die palästinensische Seite betreibt einen intensiven Märtyrerkult. Die benennt sogar Schulen nach sogenannten Märtyrern.“

„Man kann das Leiden der einen nicht mittragen ohne das Leiden der anderen“Rainer Stuhlmann zeigte sich irritiert und betroffen angesichts der Kritik, die sein Essay ausgelöst hat: „Ich kann nicht verstehen, wie man meinen Text so missdeuten kann. Zu meiner Zeit als Pfarrer wurde ich als Zionist bezeichnet, mein Pfarrhaus wurde mit Hakenkreuzen beschmiert wegen meiner Israelfreundlichkeit. Natürlich ist der 70. Jahrestag der Staatgründung für die evangelischen Gemeinden ein Grund für Dankbarkeit und Anlass zum Mitfeiern. Er ist auch ein Tag der Scham und des Bekennens von Schuld und Umkehr nach 2000 Jahren antijudaistischer Geschichte. Aber wir dürfen das Schicksal der palästinensischen Christinnen und Christen nicht vergessen.“ In der Nacht nach der Staatsgründung hätten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien Israel den Krieg erklärt. Der dauerte 15 Monate und in seinem Verlauf seien viele Palästinenser vertrieben worden, unter anderem in den Libanon und nach Jordanien, wo sie immer noch in Flüchtlingslagern lebten. „Nach dem Krieg hatte Israel 30 Prozent mehr Land als von der UN-Generalversammlung beschlossen. Die Palästinenser hatten nichts“, fasste Stuhlmann zusammen. „Unter dem Etikett des Antisemitismus versuchen einige, Kritik an der aktuellen Politik Israels zu verunmöglichen.“ Man könne die Leiden beider Seiten nicht vergleichen. Auch gehe es nicht um Symmetrie, meinte Stuhlmann und verwies darauf: „Man kann das Leiden der einen nicht mittragen ohne das Leiden der anderen.“ Wenn man sich auf die Gedanken der Christinnen und Christen vor Ort einlasse, so Stuhlmann, dann seien das Märtyrergeschichten – Erfahrungen, die nicht in die Denkformen der eigenen konfessionelle Tradition „passen“, aber eine authentische Geschichte erzählten.

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Podiumsdiskussion in der Karl-Rahner-Akademie über den christlich-jüdischen Dialog und den Streit um die Arbeitshilfe „70 Jahre Staat Israel. Ein Termin im christlichen Kalender?“

Der intensiven Diskussion folgte am Ende ein Statement zum einmütigen Miteinander: „70 Jahre Staat Israel und der christlich-jüdische Dialog. Der Streit um die Arbeitshilfe ‘70 Jahre Staat Israel. Ein Termin im christlichen Kalender?‘“ lautete der Titel eines Podiumsgesprächs in der Karl-Rahner-Akademie. Auf dem Podium saßen: Oberkirchenrätin Barbara Rudolph, Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Christina Maria Purkert, Redakteurin für „Religion/Kirche/Theologie beim Westdeutschen Rundfunk, Dr. Rainer Stuhlmann, Pfarrer i.R. und von 2011 bis 2016 Studienleiter im international-ökumenischen Dorf „Nes Ammim“ in Israel, Dr. Johannes Platz, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Köln, und Miguel Freund, stellvertretender Vorsitzender der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Den Abend moderierten die beiden Gastgeber Dr. Bernd Wacker, Leiter der katholischen Karl-Rahner-Akademie, und Dr. Martin Bock, Leiter der evangelischen Melanchthon-Akademie.

Der Streit entzündete sich an einem vierseitigen Essay von Dr. Stuhlmann, der der Arbeitshilfe den Namen gegeben hatte. Passagen dieses Essays führten dazu, dass der Landesverband jüdischer Gemeinden Nordrhein eine geplante Reise mit der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland nach Israel und Palästina absagte. Zur Begründung hatte Dr. Oded Horrowitz, Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes, erklärt: „Die in dem Essay geäußerte Verunglimpfung des Staates Israel als brutale Besatzungsmacht und die Unterschlagung historischer Fakten sind für uns nicht hinnehmbar. Zur 70. Jubiläumsfeier der Gründung des Staates Israel auf die Lebenslage der palästinensischen Bevölkerung als direktes Resultat der Staatgründung Israels zu verweisen, stellt das Existenzrecht Israels in Frage und hinterlässt einen faden Beigeschmack antizionistischer Stereotype.“

Auf dem Weg zu Gerechtigkeit und Frieden in Israel und PalästinaAuf dem Podium erinnerte Barbara Rudolph zunächst daran, dass die Evangelische Kirche im Rheinland 1965 die erste Landeskirche gewesen sei, die sich für die Anerkennung des Staates Israel durch die Bundesrepublik eingesetzt habe. Sie erinnerte auch an die Landessynode des Jahres 1980, die einen wegweisenden Beschluss zur Erneuerung des Verhältnisses von Kirche und Judentum fasste. Darin hieß es unter anderem, dass „die fortdauernde Existenz des jüdischen Volkes, seine Heimkehr in das Land der Verheißung und auch die Errichtung des Staates Israel Zeichen der Treue Gottes gegenüber seinem Volk sind“. Diese Beschlusslage habe die rheinische Kirche nie verlassen. Mehr und mehr sei aber eine Kontextualisierung des Anliegens von 1980 mit der Ökumene und den palästinensischen Christen notwendig gewesen. Seit 2015 führe die Kirchenleitung auch darüber intensive Gespräche mit dem Landesverband jüdischer Gemeinden. „Darin geht es auch um Schritte auf dem Weg zu Gerechtigkeit und Frieden in Israel und Palästina.“ Die rheinische Kirche habe sich vorgenommen, die unterschiedlichen Zugänge und Differenzen zwischen ihr und dem Landesverband „vor Ort“ in Israel und Palästina zu besprechen. Beispielsweise habe man zusammen eine Bibelschule arabischer Christen in Nazareth besuchen wollen.

„Mit dem Gottesdienst-Material in der Arbeitshilfe haben wir überhaupt keine Schwierigkeiten“, sagte Dr. Johannes Platz in der Diskussion. Stuhlmanns Essay jedoch hebe darauf ab, dass mit der Staatsgründung Israels die Juden Schutz und Frieden gefunden hätten und die Palästinenser seitdem in Unterdrückung lebten. „Es gibt viele Araber in Israel, die durch die Staatsgründung ebenfalls Schutz und Frieden gefunden haben.“ Platz kritisierte Stuhlmanns Satz „Die Staatsgründung Israels ist auch ein Datum im christlichen Märtyrerkalender.“ „Die palästinensische Seite betreibt einen intensiven Märtyrerkult. Die benennt sogar Schulen nach sogenannten Märtyrern.“

„Man kann das Leiden der einen nicht mittragen ohne das Leiden der anderen“Rainer Stuhlmann zeigte sich irritiert und betroffen angesichts der Kritik, die sein Essay ausgelöst hat: „Ich kann nicht verstehen, wie man meinen Text so missdeuten kann. Zu meiner Zeit als Pfarrer wurde ich als Zionist bezeichnet, mein Pfarrhaus wurde mit Hakenkreuzen beschmiert wegen meiner Israelfreundlichkeit. Natürlich ist der 70. Jahrestag der Staatgründung für die evangelischen Gemeinden ein Grund für Dankbarkeit und Anlass zum Mitfeiern. Er ist auch ein Tag der Scham und des Bekennens von Schuld und Umkehr nach 2000 Jahren antijudaistischer Geschichte. Aber wir dürfen das Schicksal der palästinensischen Christinnen und Christen nicht vergessen.“ In der Nacht nach der Staatsgründung hätten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien Israel den Krieg erklärt. Der dauerte 15 Monate und in seinem Verlauf seien viele Palästinenser vertrieben worden, unter anderem in den Libanon und nach Jordanien, wo sie immer noch in Flüchtlingslagern lebten. „Nach dem Krieg hatte Israel 30 Prozent mehr Land als von der UN-Generalversammlung beschlossen. Die Palästinenser hatten nichts“, fasste Stuhlmann zusammen. „Unter dem Etikett des Antisemitismus versuchen einige, Kritik an der aktuellen Politik Israels zu verunmöglichen.“ Man könne die Leiden beider Seiten nicht vergleichen. Auch gehe es nicht um Symmetrie, meinte Stuhlmann und verwies darauf: „Man kann das Leiden der einen nicht mittragen ohne das Leiden der anderen.“ Wenn man sich auf die Gedanken der Christinnen und Christen vor Ort einlasse, so Stuhlmann, dann seien das Märtyrergeschichten – Erfahrungen, die nicht in die Denkformen der eigenen konfessionelle Tradition „passen“, aber eine authentische Geschichte erzählten.

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