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Kultur und mehr - die ersten Veranstaltungen

Beim ersten Termin des neuen Kreises „Kultur und mehr“ war Frau Klein-Franke zu Gast, eine seit den 1960erJahren in Köln lebende Jüdin. Eindrücklich und sehr persönlich erzählte sie über die jüdischen Feste und gab Einblick in die nicht immer einfache Gestaltung des alltäglichen Lebens in Köln als Jüdin. So gebe es beispielsweise ein Buch, in dem nachgeschlagen werden könne, welche in den deutschen Läden zu kaufenden Dinge als koscher gelten und damit auch für einen jüdischen Haushalt nutzbar sind. Besonders eindrücklich war zudem, dass sie über die Traditionen der jemenitischen Juden berichtete, von denen ihre Familie geprägt war.

Beim zweiten Termin berichtete Albert Esser über die Bedeutung der Braunkohle für Liblar. Sehr anschaulich, lebendig und engagiert führte er vor Augen, wie die Braunkohle das Leben im vormals armen Liblar zu verändern begannen. Wurde die Braunkohl zunächst noch sehr kleinteilig abgebaut, so entstanden Ende des 19. Jahrhunderts die beiden riesigen Brikettfabriken Liblar und Donatus. Diese benötigten zahlreiche Arbeiter, die bald aus Italien, dem ehemaligen Jugoslawien, dem bayerischen Wald oder auch Polen angeworben wurden. So wurde Oberliblar zu einem ‚melting pot‘ der verschiedensten Kulturen. Besonders eindrücklich war auch zu sehen, wie Oberliblar zu einem selbständigen Ortsteil heranwuchs, mit einem großen Veranstaltungssaal, der Glück-Auf-Halle. Da einige der Zugezogenen Protestanten waren, wurde auch der Bau einer evangelischen Kirche 1926 in die Wege geleitet.

Begegnung und Austausch über die Gottesdiente hinaus will dieser Kreis ermöglichen, der im März in unserer Gemeinde gestartet ist. Herzlich eingeladen sind alle, die an Information, Diskussion und Gemeinschaft interessiert sind, Glieder unserer Gemeinde, aber natürlich auch darüber hinaus. Wir erhoffen uns einen offenen Kreis mit ökumenischer Weite.

Die Themen der Treffen sollen breit angelegt sein. Neben Vorträgen und der Möglichkeit, sich hierüber auszutauschen, können auch beispielsweise Ausstellungen besucht oder vielleicht sogar gemeinsame Studienreisen unternommen werden.

Die nächsten Termine:

Sonntag, 07.05.2017 – 17:00 Uhr im Gemeindehaus Liblar
Neue soziale Medien bekommen eine immer stärkere Bedeutung in der Kommunikation zwischen den Menschen, aber auch im Zugang der Kirche zu ihnen. Daniel Drewes, Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Medienpädagogik im Jugendpfarramt Köln, berichtet über die Bedeutung und den Wandel dieser Medien.

Sonntag, 11.06.2017 – 17:00 Uhr im Gemeindehaus Liblar
Prof. Siegfried Hermle wird über Reformation – Luther – und heute? referieren.

Samstag, 08.07.2017 – nachmittags (genaue Daten folgen)
Wir besuchen die Ausstellung "Hilliges Köln 2.0. – Toleranz im Update" - Historisches Archiv Köln, Heumarkt 14

Wir laden sehr herzlich ein!

Wenn Sie noch weitere Informationen erhalten möchten oder Rückfragen haben, können Sie sich an Joachim Schmieter (schmieter@efkgie.de) oder das Gemeindebüro wenden.

Ökumenischer Jugendkreuzweg
Kultur und mehr