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„Woche der Brüderlichkeit“: Sorge über Fremdenfeindlichkeit

Recklinghausen (epd). Die Veranstalter der „Woche der Brüderlichkeit“ zeigen sich besorgt angesichts von Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. Viele jüdische Gemeinden würden Tag und Nacht von der Polizei bewacht. Das dürfe nicht der Normalzustand werden, sagte der Generalsekretär des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Rudolf W. Sirsch, in Recklinghausen. Die „Woche der Brüderlichkeit“ erinnere daran, „dass wir so etwas nicht einfach hinnehmen dürfen und dass wir uns aktiv beteiligen müssen, um ein gutes Zusammenleben zu gewährleisten.“

Die „Woche der Brüderlichkeit“ wird am 11. März im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen feierlich eröffnet. Die Veranstaltung leiste einen wesentlichen Beitrag für Menschenwürde und ein friedliches Miteinander in Respekt und Toleranz, sagte Sirsch. Im Mittelpunkt der Eröffnungsveranstaltung steht die Preisverleihung des Deutschen Koordinierungsrates. Der Musiker Peter Maffay erhält die Buber-Rosenzweig-Medaille, weil er seit Jahrzehnten seine Stimme gegen Antisemitismus und Rechtsradikalismus erhebe, sagte Sirsch. Zu den Festrednern gehört auch Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).

Der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit veranstaltet die Woche der Brüderlichkeit seit 1952 jeweils im März. In ganz Deutschland gibt es Veranstaltungen zum jeweiligen Jahresthema. 

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